Hamburg Plauderstunde mit BlackoutSeite 2/2
Streitpunkte sind hingegen weitere Privatisierungen, die Dimension des von der CDU vorangetriebenen Baus des größten Steinkohlekraftwerks Deutschlands in Moorburg und die von der CDU eingeführten Studiengebühren. «Eine große Koalition halte ich für nicht unwahrscheinlich», sagt der Hamburger Politikwissenschaftler Michael Greven. «Ich sehe im Unterschied zu Hessen keine unüberbrückbaren Differenzen.»
Beust hat sich allerdings noch eine Hintertür offengelassen. Er würde gegebenenfalls auch mit den Grünen über ein erstes schwarz-grünes Bündnis auf Landesebene verhandeln.
Einer Großen Koalition würden jedoch, anders als in Hessen, die Spitzenkandidaten nicht entgegenstehen. Die beiden Kontrahenten schätzen sich, das war im Duell deutlich zu spüren. Auch im Wahlkampf sind Attacken rar gesät. Nur ab und zu bezichtigt Beust Naumann der wirtschaftlichen Inkompetenz («Mein Junge, du musst noch einiges lernen.»), und Naumann nennt Beust einen «Frühstücksbürgermeister». Das ist es dann aber schon an kleinen Gemeinheiten. Vielleicht müssen sie ja ab Sonntag weiter mit einander reden.
(Georg Ismar, dpa)
- Datum 18.02.2008 - 03:31 Uhr
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Wer hochschlagende Emotionen, Schlammschlachten und faule Tricks erwartet, wer hofft in der Politik eine Art Fussballstadium mit Links- und Rechtskurve vozufinden, der wird von der Mehrheit der Hamburger eben NICHT bedient.Eine Geschichte wirft vielleicht ein passendes Licht auf die Menatliät: Ein mir bekannter Hamburger hatte eines Nachts seinen Nachbarn mit irrem Blick und einem Messer in seinem Schlafzimmer stehen. Besagter Nachbar vermutete seine Frau bei ihm, hatte deswegen die Haustür eingetreten. Der Bekannte beteuerte ruhig seine Unschuld und bot dem Nachbarn an, daß er sich in seiner Wohnung umzusehen könne, was der Nachbar dann auch tat. Am Ende entschuldigte der sich und verliess das Haus.Der Bekannte gab die ganze Sache an seinen Anwalt ab, um die Kosten für die Reparatur der Tür wieder zu bekommen.Keine Schreierei, kein Streit, kein Waffengebrauch, noch nicht mal ein bisschen Blaulicht -- so regelt man das dort!Oder wie der Hamburger so sacht : "Gaaarnich erst ignorieren!"Hier stellten sich eben 2 Politiker zur Wahl die sich eingestandener Massen gegenseitig das Wasser reichen zu können, und es ging um Gut und Besser. Wie oft ich mir so eine Auswahl für unsere Naton wünsche....
@Jaschke: Lieber Herr Jaschke, ich mag Hamburg, Beust und Naumann ja auch, aber nun übertreiben Sie ein wenig. Darf ich Sie daran erinnern mit welcher Partei unser guter alter Bürgermeister vor 11 Jahren an die Macht gekommen ist. Der „Führer“ der Schillpartei, der gute Richter Gnadenlos, war alles andere als ruhig. Nun kann man natürlich sagen, Herr Beust war jung und brauchte die Schillpartei, um die SPD aus dem Amt zu jagen. „Norddeutsch“ freundlich und gelassen ist der Herr Beust vor allem dieses Mal, nachdem der aggressive Koch so grandios von den Wählern für seine Hetzkampagne abgestraft wurde. Aber wat soll’s, immerhin lernt er aus Fehlern (seiner und die von Anderen). Obwohl ich "Deutscher mit Migrationshintergrund" bin, wanke ich auch zwischen Herrn Beust und den Grünen bei dieser Hamburgwahl. Für mich wäre es Prämiere, bis jetzt habe ich immer die Grünen gewählt.
Wenn du deutscher mit Migrationshintergund bist, dann darfst Du ruhig die CDU wählen. Trau dich einfach!Im Gegensatz zu den Greunen und Linken, behandelt dich Ole nicht wie einen hilflosen Aussenstehenden.Die Gruenen und Linken grenzen dich aus und wollen dir gleichzeitig weiss machen , dass du ja als "Migrant" spezielle Anliegen haben musst, welche eine CDU Politik die fuer alle Hamburger gilt, nicht fuer dich als "Migrant" zutreffen kann. Denn Du gehörst als "Migrant", nach der Auffassung der Gruenen und Linken, nicht zu den Hamburgern, du bist und bleibst der Migrant!Wenn Dir es so langsam stinken sollte immer ausgegrenzt zu werden, unterztuetze nicht diese rot-gruenen Unterdruecker. Wähle die CDU, wähle Hamburg, sei Hamburg. In der CDU gibts keine "Rassenunterschiede".
Ich bin nicht sicher, ob die Wahlbürger Hamburgs den Blackout ihres SPD-Kandidaten so werten, wie es die Fachleute tun.
Ich bin jedoch sicher, dass Ole v. Beust, der sonst sehr geschickt und souverän wirkt, diesmal eher schmallippig und zudem schlecht ins FS-Licht gerückt - überkam. Herausforderer Naumann hingegen wirkte so, wie er beschrieben wird, eloquent, geistreich und vor allem: Wie einer, der sich tatsächlich um die Sorgen der sprichwörtlich "kleinen Leute" kümmern möchte.
Dass dieser Intellektuelle sich dann am Ende mal in den eigenen Gedanken verhedderte oder aber diese Gedanken nicht fand, machte ihn eher noch symphatischer. Merke: Ein Herr Kaltschnauz verheddert sich kaum.
@pro: Danke für die Belehrung! Allerdings weiß ich, dass ich mit dem Erhalt der Deutschen Staatsbürgerschaft auch das recht zu wählen erlangt
habe. Aber darum geht es aber nicht.Es geht um Wirtschaft, um Umwelt und mir insbesondere auch darum, ob Deutschland ein Assimilationsland (die Koch-CDU) oder ein
Zuwanderungsland (die Grünen) sein will.Ich wünsche mir eine Schwarz-Grüne Koalition! Dann würden vielleicht einige Grüne UND einige CDU-Wähler vom Glauben abfallen, im
Idealfall wäre es aber die Perfekte Regierung:Die CDU würde demnach wirtschaftlich handeln und die Grünen
dabei das umweltfreundliche UND zuwandererfreundliche Gewissen sein. Ps.: Vergleiche bitte die Grünen (Fischer, seine 4. Frau ist im
selben Land geboren wie ich) nicht mit den Linken (Lafontain, der auch mal
gerne ein rechtspopulistischen Spruch loslässt)!
Der alte Naumann weiss gar nicht was er auf der Politikbuehne soll. Der Typ ist die SPD Marionette schlecht hin. Fragt sich nur wer die Fäden zieht. Erst wollte er sich gar nicht aufstellen lassen, dann auf einmal doch und nun am Ende des Wahlkampfes weiss der Mann immer noch nicht wofuer die SPD eigentlich steht.Nicht mal auswendig lernen kann der alte Mann. In der Schule wäre dies eine Sechs und setzen bitte. Hausaufgaben nicht gemacht!Der alte Mann sollte lediglich kurz zusammenfassen warum die SPD die richtige Patei sein soll und die vier Schwerpunkte kann er nicht einmal frei formulieren. Aber der Stammwähler drueckt da noch einmal ein Auge zu. Scholz, Runde, Naumann, die Creme de la Creme kommt aus HH.
Ich denke, viele Hamburger sind souverän genug, 30 sec blackout nicht mit der Gesamtleistung und -position e.Partei zu verwechseln. Ich bin kein SPD Wähler und werde auch keiner, aber ich bin stolz auf den hanseatischen Respekt und den hohen Stil mit dem sich die Spitzenkandidaten begegnen:ungekocht und natürlich
Ein Blackout im TV-Duell wäre für Michael Naumann verheerend gewesen, weil es sein Altersproblem schlagartig nach vorne gerückt hätte. Aber es war gar kein Blackout, wie vielerorts behauptet, sondern ein ganz gewöhnlicher Verhaspler. Und den nimmt ihm kein einziger potenzieller Wähler übel. Ich habe in meinem Blog www.time4talks.com dargelegt, dass solche Kleinpannen näher zur Person führen und diese nicht etwa diskreditieren. Schade, dass solche Verhaspler nicht zu Beginn des Gesprächs stattfanden - es hätte dem schlecht moderiert einiges von seiner unnötigen Steife genommen.
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