Pakistan Blutige WahlenSeite 2/2
Zum wichtigsten Mann in Pakistans Politik dürfte daher ab morgen der Witwer der ermordeten PPP-Chefin Ali Asif Zardari werden. Die PPP schwimmt seit dem Tod Bhuttos auf einer Sympathiewelle, die ihr laut Meinungsumfragen 50 Prozent der Wählerstimmen einbringen könnte. Dabei kämpft die Partei eigentlich mit einer akuten Führungskrise. Nach dem Tode Bhuttos wurde in dynastischer Tradition ihr erst 19-jähriger Sohn Bilawal zum Parteivorsitzenden ernannt. Doch da der Student erst seine Ausbildung in Großbritannien abschließen muss, übernahm sein Vater zur Überraschung der meisten Pakistaner die Führung.
Zardari, der insgesamt acht Jahre wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis saß und sich in der Zeit, als seine Frau Premierministerin war, den Spitznamen "Mr. Zehn Prozent" erwarb, galt bisher stets als Belastung für die Partei und für Bhutto, da er in der Bevölkerung äußerst unbeliebt ist. Als Zardari 1990 das erste Mal verhaftet wurde, wurde ihm vorgeworfen, einen Geschäftsmann mit einer ferngesteuerten Bombe am Bein in eine Bank geschickt zu haben, um Geld von seinem Konto als Lösegeld abzuheben.
Nicht nur deshalb mischte sich Zardari zu Lebzeiten seiner Frau kaum in die Politik ein. "Als er Benazir heiratete, wusste er, dass in Zukunft immer sie im Mittelpunkt stehen würde und nicht er. Und er akzeptierte das", sagt ein Freund des 51-Jährigen. Doch offenbar sieht der Mann aus Karachi nun seine Zeit gekommen. Wie er sich in den nächsten Tagen verhält, ist die große Frage.
Im Gegensatz zu Nawaz Sharif hatte sich Benazir Bhutto im Vorfeld der Wahlen nie so eindeutig für die Wiedereinsetzung des von Musharraf abgesetzten Obersten Richters Iftikhar Chaudhury starkgemacht. Am Sonntag betonte Zardari, er wolle die Wahlen nicht für seine persönliche Rache nutzen. "Wir müssen alle für die nationale Versöhnung zusammenarbeiten", sagte er. Falls er damit eine Versöhnung mit Musharraf meint, könnte Nawaz Sharif ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Der kündigte gestern an, seine Partei werde die Wahlen wenn diese massiv gefälscht würden noch nachträglich boykottieren.
- Datum 18.02.2008 - 12:24 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Der einst so stabile Stat das die Staatengemeinschaft ( USA ) ihn nuklearwaffen gegeben hat wiel ja nichts pasieren könnte. Wollen wir alle hoffen das sich das land beruhigt und sich die Leute an ihre Verantwortung die sie mit den Waffen übernommen haben erinnern.
In manchen Laendern aendert sich nie was egal wer an die Macht kommt,die Verliehrer versuchen immer die Wahlergebnisse zu ihren Gunsten zu veraendern,meistens mit Gewalt.Das ist nicht nur dieses Mal so.Man muss nur bedenken wie viele pakistanische Politiker schon ermordet wurden.Das hat nicht mit Musharef angefangen,das hat Tradition.
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