Pop

Es ist dunkel, lächeln wir also

Lippenstift, Kajal und ganz viel Haarspray: The Cure sind auf Deutschlandtour. Ein Bericht vom Auftaktkonzert in Hamburg

Es fühlt sich an wie früher, als Mama und Papa um 23 Uhr den Hobbykeller betraten, das Licht anschalteten, die Musik abdrehten und die Freunde nach Hause schickten. Die Party hatte früh begonnen und war viel zu schnell vorbei.

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Als das Saallicht dem Konzert von The Cure um 23 Uhr 20 ein Ende macht, will kaum jemand gehen. Dreieinhalb Stunden hat die Band in der Hamburger Color-Line-Arena gespielt, fast vierzig Stücke. Den meisten Zuschauern ist das nicht genug. Die Tage zuvor in Oslo, Stockholm und Kopenhagen hätten sie länger gespielt, erzählt ein Engländer, der die ganze Europa-Tour begleitet. Heute hätten sie eigentlich nur bis elf spielen sollen, " they have to catch a plane to Berlin ".

Viereinhalb Stunden zuvor eröffnet die englische Gruppe 65 Days Of Static das Konzert mit ihrem rumpeligem Instrumentalrock. Schwelgerisch und melodiös klingt das, passt aber überhaupt nicht zu The Cure. In der Umbaupause schallen Walgesänge durch die Halle. Nach vierzig langen Minuten gehen sie über in ein synthetisches Wabern, die ersten Töne des Plainsong .

Das Licht geht aus, und drei Musiker schlurfen auf die Bühne. Vorne rechts findet der Bassist Simon Gallup seinen Posten, links der Gitarrist Porl Thompson, und hinter einer Batterie aus Trommeln und Becken verschanzt sich Jason Cooper. Ein paar Schritte hinter den anderen tritt der Sänger Robert Smith aus dem Dunkel.

Die Vier hören sich die sanften Töne vom Band noch ein bisschen an und fallen schließlich in eine instrumentale Begrüßung ein. Minutenlang schicken sie die behäbige und hymnische Melodie des Plainsong in jeden Winkel der Arena. "' I think it's dark and it looks like rain' you said, 'and the wind is blowing like it's the end of the world' you said, 'and it's so cold it's like the cold if you were dead', and then you smiled for a second ", singt Smith. So sind The Cure: Am Ende der Welt, es ist dunkel, es ist kalt, wahrscheinlich wird es gleich regnen, lächeln wir also.

Robert Smith lächelt viel. Er rollt mit den Augen und grient erwartungsfroh ins Publikum. Er redet wenig, zwischen den Stücken näselt er allenfalls ein " nn kju " ins Mikrofon. Die Musiker stehen in einem Halbrund aus hundert bunten Scheinwerfern, von der Decke hängen Lichterketten. Im Hintergrund werden schräge Videos und Bilder auf vier lange Tücher projiziert.

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Leser-Kommentare

  1. *lol* das ist kein Livebericht, sondern pseydo-intellektuelles Gefasel. So etwas dampfe ich dir auf eine Seite ein. Schreib einen Roman und höre auf irgendwie jugendlich zu sein. Denn das ist eine Band wie THE CURE ganz bestimmt nicht mehr; wie schon richtig bemerkt in den umständlichen Beschreibungen zu den Bandmitgliedern - THE CURE ist eine Tingeltangel-Show die abgenutzt ist und einfach niemand mehr braucht.Wie war der Sound, wie war die Lichtshow etc. ?

  2. aber sie berichten aus einer herabschauenden Perspective auf eine identitätsstiftendende Subkultur, auf eine Ikone der Musik/ Kulturgeschichte.Nun für Deutsche nichts besonderes nur normal eben, vermutlich gings ums emporkommen oder um die Bezahlung ?  Warum schreiben Sie nicht "unter" etwas was Ihnen gefällt, "über" können Sie ja nicht verstehen, abwerten um selbst aufgewertet zu erscheinen, die Welt lacht, über dieses hierzulande fehlende Selbstverständnis.peinlich 

  3. "i don`t need your Us or Them"

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  • Von Jan Kühnemund
  • Datum 17.2.2008 - 02:25 Uhr
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