Klimawandel Da lacht die SauSeite 2/2
Dabei hat nicht nur das milde Klima, sondern auch die Jagd schuld an der schweinischen Vermehrung. In den vergangenen Jahrzehnten wurde vor allem auf besonders große Tiere geschossen. Wer zur Jagd geht, möchte schließlich auch mit fetter Beute und schöner Trophäe zurückkehren. Die Jugendklasse blieb ausgespart. Wer schießt schon gerne auf einen süßen, gestreiften Frischling? Das hat die Sozialstruktur der Schweine durcheinandergebracht. Wildschweine leben im Matriarchat. Jede Rotte besteht aus Großmüttern, Müttern, Tanten, Nichten, Töchtern. Die Jungs sind nur bis zur ihrer Geschlechtsreife im Weiberrudel geduldet, danach werden sie verjagt und dürfen nur noch zur Paarung vorbeikommen. Die Weibchen-Rotte wird von einer Leitbache angeführt, dem ältesten, erfahrensten und größten Tier. Die Treue zur Leitbache geht so weit, dass die anderen Tiere sogar ihren Kinderwunsch nach der Ranghöchsten orientieren. Ist die Leitsau „rauschig“, wie das in der Jägersprache heißt, stellen auch die anderen ihre Hormone auf Empfangsbereitschaft. Wird die Chefin aber abgeknallt, sind die übrig gebliebenen so desorientiert, dass sie nicht mehr wissen, wann Paarungszeit ist, und das ganze Jahr über Nachwuchs zeugen können.
Die durch Mensch und Klima entstandene Überpopulation ist aber selbst mit der Schrotflinte nicht leicht einzudämmen. „Die Tiere sind nachtaktiv, hören und riechen extrem gut und sind nur schwer zu jagen“, sagt Heinz Peper vom Naturschutzbund Hamburg, „wird ein Schwein geschossen, meiden die übrigen diesen Ort für Wochen“.
Bleibt das Wetter auch weiterhin selbst im Winter angenehm mild, wird es also noch mehr Arbeit für die Jäger geben. Aber im Wildschweinfleisch steckt auch noch Potenzial: 2005 hatte es bloß einen Anteil von einem Prozent am Gesamtfleischverbrauch der Deutschen.
- Datum 30.07.2009 - 16:04 Uhr
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- Serie Klima
- Quelle ZEIT ONLINE, 15.2.2008 - 12:13 Uhr
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kann man das Problem bestimmt nicht lösen, denn damit könnte man ein Wildschwein ungünstigstenfalls auch gerade mal kitzeln - da braucht man schon Kugelpatronen (oder natürlich Flintenlaufgeschosse)...
Wildschwein ist lecker !
Ich habe schon mehrmals im Lokal Wildschweinbraten probiert und konnte keinen Unterschied zum normalen Schweinebraten feststellen. Das liegt wahrscheinlich aber nicht an den wilden Schweinen, sondern an unfähigen Köchen, die auch auf vorgefertigte Soßen zurückgreifen. Allen diesen Köchen sollte man die Approbation auf Lebenszeit entziehen. Ich werde mir jetzt einmal einen Braten vom Förster holen und selbst tätig werden.
Ich habe schon mehrmals im Lokal Wildschweinbraten probiert und konnte keinen Unterschied zum normalen Schweinebraten feststellen. Das liegt wahrscheinlich aber nicht an den wilden Schweinen, sondern an unfähigen Köchen, die auch auf vorgefertigte Soßen zurückgreifen. Allen diesen Köchen sollte man die Approbation auf Lebenszeit entziehen. Ich werde mir jetzt einmal einen Braten vom Förster holen und selbst tätig werden.
Stimmt!
Ein Problem ist insbesondere die Spezialisierung von Wildschweinen auf die Knollen wilder Orchideen, v.a. Knabenkräuter, die sie wittern und ausgraben. Manche Magerrasen sind regelrecht umgepflügte, mit katastrophalen Folgen für den Bestand. Bezüglich Fleisch: Durch einen hohen Pilzkonsum sind Wildschweine leider stark radioaktiv belastet. Im besonders von Tschernobyl betroffenen Bayern werden daher Wildschweinkadaver als Sondermüll entsorgt, für den Verzehr kommen sie nicht mehr in Frage. http://myblog.de/nichtide...
In den Wäldern um Bielefeld, Detmold und Paderborn gibt es täglich mehr Spuren von Wildschweinen. Zu sehen sind sie im Allgemeinen nicht, aber der Hund zeigt durch sein auffälliges Verhalten, dass wir nicht allein im Unterholz herumstreifen ...
...sind halt echte Schweine! Sie einfach aufzuessen ist die einfachste Lösung, das Fleisch kommt aus artgerechter Haltung, schmeckt bestimmt super bei dem Futter, und man schützt sogar den Wald. Und zu der Strahlung: Ist doch eh nur Propaganda. Hab letztens gelesen (weiß leider nicht mehr wo), Tschernobyl habe bei weitem nicht so dramatische Auswirkungen gehabt wie damals angenommen.
die Wildpigs!Macht sie zu unseren Wappentieren.
Liebe Frau Nina Horaczek,
ziehmlich theoretisch was Sie da schreiben oder abschreiben. Hab dafür Verständnis, denn jeder weiß heute alles über Alles.
Haben Sie vielleicht schon mal ein Wildschwein in der freien Natur gesehen ? Bin ein Landei, darum diese dumme Frage.
Wildschweinbraten ist lecker, mein Leibgericht. Sehe mich da ein wenig als Experte in Sachen Wildschweine. Gehöre selbst zu den bösen Buben, die Sauen jagen. Mit großer Leidenschaft. Hab vielleicht selbst so ca. 300 erlegt. Auch schon so manchen Kampf mit einem starken Keiler Auge in Auge ausgefochten. Mal siegt er, mal siege ich. So ist das Leben.
Über das töten können wir diskutieren. Ist wohl das, was Stadtmenschen bewegt. Der Tod selbst, vor allem mein eigener ist mein bester Freund. Führe jeden Tag mit ihm einen interessanten Dialog. Denke wir werden uns mit der Zeit immer ähnlicher werden, bis wir am Ende Ein und das Selbe sind. Man lernt viel bei der Jagd über den Tod und das Sterben. Auf diesem Weg natürlich auch viel über den Sinn des Lebens. Bei der Jagd in freier Natur hat man viel Zeit und Ruhe zum Denken.Kann man als Stadtmensch nicht nachvollziehen. Ich bin da sicher ein Urvieh aus vergangenen Zeiten. Übernachte gern unter freiem Himmel, schaue mir die Sterne an, und warte auf die Wildschweine. Bei Vollmond ein Erlebnis. Sollten Sie mal machen. Dann lernen Sie etwas über meine Freunde, die Sauen. Sind ganz klevere Tierchen. Oft richtig genial, haben tolle Tricks drauf.
Wenn ich sie richtig verstehe, haben Sie jetzt Angst vor ein paar Wildschweinen. Die Sie selbst, durch ihre Umweltverschmutzung als Stadtmensch, in Ihre Richtung treiben. Auf gut deutsch: Die Sauen wehren sich. Rücken Euch Stadtmenschen auf die Pelle.
Da können Sie mal sehen wie klever Sauen sind. Kennen ihre Feide. Als Landei habe ich nichts dagegen, und hoffe sie beißen. Werde in Zukunft gern jede leben lassen, die sich in Richtung Stadt bewegt.
Mit freundlichen Grüßen
Paul
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