Steuerfahndung Millionen-Betrag für Informanten?

Waren es fünf oder doch nur vier Millionen Euro, die die Behörden dem Informanten für sein Insider-Wissen zahlten? Wieviel wusste Finanzminister Steinbrück? Die Spekulationen blühen

Für die Liechtensteiner Bankdaten, die auf hunderte Fälle von Steuerhinterziehung hinweisen sollen, haben die Behörden laut Presseberichten mehrere Millionen Euro an einen Informanten gezahlt. Wie viel Geld genau für dieses Insider-Wissen gezahlt worden war und aus welchem Etat es kam, wurde nicht bekannt.

Widersprüchliche Darstellungen gab es auch dazu, ob Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in die Transaktion eingeweiht gewesen war.

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Der Spiegel berichtet, der Informant habe rund fünf Millionen Euro bekommen. Das Geld stamme aus dem Haushaltstopf des Bundesnachrichtendienstes (BND). Die Welt am Sonntag schreibt unter Berufung auf einen ranghohen BND-Mitarbeiter, es seien knapp mehr als vier Millionen Euro aus dem Etat des Bundesfinanzministeriums gewesen. Der BND habe nur vermittelt.

Dem Magazinbericht zufolge war der Informant 2006 auf den deutschen Auslandsgeheimdienst zugegangen. Daraufhin erfolgten mehrere Treffen, an denen auch die nordrhein-westfälischen Steuerfahnder teilgenommen hätten, und die Übergabe von Stichproben, mit denen die Ermittler die Qualität des Materials begutachten konnten. Anschließend hätten die Steuerfahnder schließlich das Millionenhonorar auf einem Notarkonto deponiert.

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