Gleichberechtigung

Warum wir einen neuen Feminismus brauchen

Frauen und Männer sind nicht gleichberechtigt. Deshalb ist wieder mehr Feminismus notwendig - eine Haltung, bei der sogar Männer mitmachen können. Ein Appell-Galerie : "Ja, denn aus dem offenen Abwerten der Frau als schwaches Geschlecht ist ein leiserer struktureller Sexismus geworden. Die Rolle der Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten eindeutig verbessert, was nicht heißt, dass alle Probleme verschwunden sind. Die Frau von heute, sie wird nicht mehr unterdrückt, sie wird überfordert. Es wird ihr unmöglich gemacht, in einer Rolle ihren Frieden zu finden, sie kann aber auch nicht allen Rollen zugleich entsprechen. Im Gegenzug hat man paradoxerweise die Last der Verantwortung vom Mann genommen, der Alleinernährer der Familie sein zu müssen, weshalb man zynisch sagen könnte: Die Emanzipation der Frau bedeutet in gewisser Weise die Befreiung des Mannes. Und Überforderung ist die neue Form der Unterdrückung."

Leser-Kommentare

    • 08.03.2008 um 10:57 Uhr
    • TDU

    Egal was sich entwickelt, die Situation des Mannes wird immer schön geredet. Wozu ist er denn befreit, der ganz normale Mann ohne akademischen Abschluss. Zu ein Euro Jobs, und wenn er Kinder hat und Familie, hat er je nach Gattin auch noch dem Zeitgeist zu entsprechen. Körperliche gut bezahlte Arbeiten sind weggefallen, die einfachen bis mittleren Bürostellen sind längst von Frauen besetzt. Mehr Mädchen als Jungs machen Abitur. Jungs werden schon in der Grundschule auf brave Anpassung fixiert, natürlich von Frauen.
    Klar, in der Gegend rumvögeln und die Frauen mit seinem Nachwucks alleine lassen, die "Freiheit" hat er, die hat er aber schon immer gehabt.
    Jedem Mann ab 17, der hier keine Lehrstelle bekommt, kann ich nur raten, geh ins Ausland, am besten in Entwicklungsländer, da kann man dich gebrauchen und die Chance auf eine der deutschen Desperate Abziehbildern zu treffen ist vergleichsweise gering.
    Im übrigen ist egal, welchen Geschlechts der ist, der trotz Gewinnen jede Menge Leute entlassen muss, oder ist Frau der Auffassung, Frauen in Führungspositionen ergeben automatisch eine soziale Marktwirtschaft.

    • 08.03.2008 um 10:59 Uhr
    • TDU

    Nachwuchs, Abziehbilder ohne "n"

  1. ich kann diesen schwachsinn schon nicht mehr hören.
    von männern wird genauso erwartet, dass sie super väter sind, erfolgreich im job ist sowieso voraussetzung und super lover sollen wir auch sein. wo ist da der unterschied? das einzige manko dass ich seh ist die ungerechte bezahlung im berufsleben. das gehört angepasst, ansonst sind wir doch alle nur opfer unser selbst und unseren falschen vorstellungen von leben und beziehungen. es lebe der wohlstand und ein hurra an den kapitalismus! *ironie*

    • 08.03.2008 um 11:24 Uhr
    • simono

    ...hat es abermals geschafft mich zu amüsieren. Besonders fröhlichstimmend empfand ich den Beitrag von Frau Bunz. Es wird argumentiert, dass die Frau von der Gesellschaft (oder von sich selbst) überfordert wird, "Sie soll eine gute Mutter sein, erfolgreich im Beruf sowie natürlich eine attraktive Ehefrau und Geliebte". Auch wir Männern bemühen uns ein guter Vater, erfolgreich im Beruf, sowie natürlich ein attraktiver Ehemann und Geliebter zu sein. Dieser Beitrag zeigt wiedereinmal sehr deutlich, warum wir Männer im Volksmund zurecht das "starke Geschlecht" getauft wurden. Wir machen (verzeiht das schreckliche Verb) es einfach und jammern nicht leidend herum.
    Bleibt stark Männer!!!

  2. ich entschuldige mich bei bunz persönlich im namen aller meiner männlichen mitverschwörer, dass wir so ein falsches spiel mit ihr trieben. sie dürfen jetzt natürlich wählen was sie sein wollen.mfg beinemann

  3. "Er hat sich abgekoppelt von der Erfahrungswelt im Lande. In vielen sozialen Bereichen sind weibliche Belange so intensiv berücksichtigt, dass die Gleich- längst zur Besserstellung wurde. Zum Beispiel im Straf- und Familienrecht, in Erziehung, Schulwesen, Bildung, in Medizin und Gesundheit. Jede Empirie spricht hier ihre überdeutliche Sprache.Aber der institutionalisierte Feminismus ist so egoman und narzisstisch, dass er diese Wahrheit nur als pure Bedrohung empfindet."Paul-Herman GrunerDie Frage, ob wir einen neuen Feminismus brauchen, ist wohl pure Ironie und kann also nur mit "Ja" beantwortet werden. ;)http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/749836/

  4. Seh ich auch so: Anpassung der Gehälter ist OK, leider wurde das Antidiskriminierungsgesetz abgelehnt. Quoten sind nun wirklich nicht nötig, eher eine gesetzliche Pflicht, Frauen wie Männern entsprechende Auszeiten für Kinder zu gewähren, mit Garantie der Wiederaufnahme im Betrieb, und eine Förderung von Teilzeit, sowie mehr Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.Dann kann Beruf und Familie verbunden werden, Frauen können sich wie ihre männlichen Kollegen im Wettbewerb bewähren, wenn sie das wollen. Quoten und Sonderregelungen führen dagegen oft zu lachhaften Effekt, z.B.: In Österreich ist es beiNeubesetzungen für Professuren vorgekommen, daß man eine Frau, die man eigentlich gerne auf die "Shortlist" gesetzt hätte,nicht draufsetzen konnte, weil es eine Regelung gibt, daß sie dann wegen der Frauenförderung auf den ersten Platz gesetzt werden müßte. Man hätte also mit ihr vor den anderen Kollegen verhandeln müssen (waren verhandelbare Stellen), aber man hätte das lieber zuerst mit einem anderen Mitbewerber getan, den man für noch fähiger hielt. Also hat man sie gleich ganz weggelassen. Nur so eine Absurdität von Bevorzugungsregelungen. Wirklichen Wettbewerb fördern die nämlich oft nicht.

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    Es gibt keine Gehaltsdiskriminierung!
    nirgends werden in Deutschland Frauen geringer bezahlt nur weil sie Frauen sind.

    Das Frauenministerium spricht von einer Gehaltsdifferenz von 13 % zwischen ALLEN Männern und ALLEN Frauen.
    Gleichzeitig sagt sie in ihrer eigenen regelmäßigen Untersuchungen, dass die Männer DURCHSCHNITTLICH 1 Stunde PRO TAG länger arbeiten als die Frauen. Dies macht auf die 38 h/w gerechnet eine männliche Mehrarbeit von, jetzt haltet euch fest, 13% aus!
    Schau an. Also alles reine Diskriminierung... *Ironie

    • 09.03.2008 um 0:21 Uhr
    • Morido
    8. Tja...

    In dem Land, in dem ich im Moment arbeite, sind die Frauen abgesehen von ihrer physischen Ausstrahlung (Stichwort piropos) auch noch so selbstbewusst, dass sie es nicht wie hier noetig haben, EINZELSCHICKSAALE (ob prominent oder nicht) geschlechtsspezifisch zu verallgemeinern und sie ins maennliche Kollektiv zu schiessen. Ihre Mehrheit empfindet zudem den 8. Maerz an sich als Diskriminierung, da sie nicht als eine gesellschaftliche Randgruppe dargestellt werden wollen, um die sich der Staat kuemmern muss.

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