Integration Was diese Kids in sich tragen
Der deutsch-türkische Popstar Muhabbet sang mit Außenminister Steinmeier. Jetzt lud er Jugendliche aus Problemvierteln in die Berliner Philharmonie, um ihnen friedliche Kommunikation beizubringen. Ein Interview
Muhabbet, eigentlich Murat Ersen, wurde 1984 in Köln geboren. Er wuchs im Problemviertel Bocklemünd auf, wo er mit elf Jahren zum ersten Mal in einer Band spielte. 2003 wurden seine Lieder binnen weniger Monate mehr als eine Viertelmillion Mal aus dem Internet heruntergeladen. 2006 erschien sein erstes Album "R'n'Besk", ein Jahr später folgte "In Deinen Straßen". Im vergangenen Jahr nahm Muhabbet zusammen mit dem deutschen und dem französischen Außenminister das Integrationslied "Deutschland" auf. Die ARD-Journalistin Esther Schapira warf ihm vor, den Mord an dem islamkritischen Filmemacher Theo van Gogh gebilligt zu haben.In diesem Frühjahr veröffentlicht er ein neues Album mit der türkischen Fußball-EM-Hymne.
ZEIT online:
Sie machen R'n'Besk, eine Mischung aus Rhythm'n'Blues und orientalischer Musik. Hören Sie auch Klassik?
Muhabbet:
Ja, immer häufiger. Seit ich professioneller Musiker bin, suche ich ständig nach neuen Ideen. Klassische Musik gibt mir viele Anregungen, eigentlich ist darin alles enthalten.
ZEIT online:
Unter Ihrer Anleitung haben 30 Kinder und Jugendliche eigene Lieder geschrieben und vor Publikum in der Berliner Philharmonie aufgeführt. Was war das Besondere an dem Projekt?
Muhabbet:
Die Zusammenarbeit mit den Kids war noch intensiver als bei anderen Jugendprojekten, die ich unterstütze. Sie sind im Alter zwischen neun und 24 Jahren und haben alle viel Talent. In Workshops haben wir gemeinsam komponiert, Lieder im Studio aufgenommen und schließlich den großen Auftritt vorbereitet.
ZEIT online:
Nach welchen Kriterien haben Sie die Teilnehmer ausgewählt?
Muhabbet:
Aus organisatorischen Gründen konnten wir leider nur Bewerber aus Berlin nehmen. Einsendungen kamen aber aus ganz Deutschland, aus den Niederlanden und sogar aus der Türkei. Eine gewisse Musikalität musste erkennbar sein. Diejenigen, die wir ausgesucht haben, sind bereits mit Bands aufgetreten und haben eigene Aufnahmen über das Internet verbreitet. In den Workshops haben wir die Gruppen aber voneinander getrennt. "Ihr müsst euch selbst finden und auch mit anderen Leuten Musik machen können", habe ich ihnen gesagt.
ZEIT online:
Wie liefen die Workshops ab?
Muhabbet:
Ich habe für jede Gruppe unterschiedliche Musik mitgebracht. Die Texte haben die Teilnehmer ganz allein geschrieben, sie sind sehr persönlich. Es geht um ihre Gefühle, um Freude, Liebe und Trauer. Eingemischt habe ich mich nur, wenn jemand einen Ton überhaupt nicht getroffen hat oder der Groove nicht stimmte. Ansonsten hatten sie alle völlig freie Hand. Ich wollte ja sehen, was diese Kids in sich tragen.
ZEIT online:
Wie lässt sich R'n'Besk charakterisieren, was sind seine Wurzeln?
- Datum 31.12.2008 - 12:32 Uhr
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- Quelle ZEIT online 7.3.2008
- Kommentare 20
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....bewundernswert, als auch für die angestrebte Zielgruppe des neuen Integrationsstars von gutem Beispiel. Dass er dabei fern von jeder selbstkritischen Reflektion seiner vollkommen anderen jüngeren (!) Vergangenheit bleibt.......
http://www.superlyrics.de/314528/songtext/a/a.html
http://www.superlyrics.de/314570/songtext/a/a.html
........., ist ausgesprochen bedauerlich. Und dass ihm dabei nichtmal die sonst so kritischen Journalisten wenigstens als gern wohlmeinende aber auf alle Fälle ihrem theoretischen Berufsethos entsprechend verantwortungsbewusste Fragesteller nachhelfen....war nicht anders zu erwarten.
Was bleibt ist ein übler Nachgeschmack von politisch motiviertem Zweckjournalismus -gut ist was den "Spießer" trifft- auf der Seite der Fragesteller und ein Gschmäckle von erfolgskorrumpierter, in harter Münze entlohnter Zweckintegriertheit auf der Seite Muhabbets.
Traurig, eigentlich.
Legpatnost
.
Was der gute Muhabbet sonst noch für musische Ergüsse von sich gibt, wenn der Außenminister und die Gefälligkeitsjournalisten gerade wieder wegschauen, will ich dem interessierten Leser nicht vorenthalten:
"Songtext: Im Westen
Interpret: Muhabbet & $iki Pa!Wo ich herkomm? Ich komm aus der Küche der Hölle!
Den meisten von euch Fotzen ist der Ort bekannt als Kölle.Diese Stadt ist voller Schwuchteln und Schlampen,
oberflächlicher Ottos und richtig linken Ratten.Denn ich weiss der Hund der bellt ist der Hund der niemals beisst
Ich bin der der schweigt und dir das Messer zeigtNachdem ich zugestochen habe, warne dich: geh nich zu weit!
Kill dich denn für Fotzengelaber hab ich keine ZeitDenn das ist dein Buisness, weil du’ne Bitch bist
Kriegtest dick nach dick bis du in Wixse ersticktestHier gibt es Bitches, Snitches(Verräter) hinterhältige Spasties
Und uns, absolut gewaltgeile Asis.Im Westen, bängen die Raps am besten
Im Westen, da fliegen die Fotzen in Fetzen
Songtext: Der Wolfzug
Interpret: Muhabbet & $iki Pa!Schließe die Fenster, zieh die Gardinen
Lauf oder willst du als Kanakenfutter dienenEine Holzkiste hab ich für dich reseviert
Die Strassen gehörn mir Gott hat mich AvanciertFürchtet euch um euer Hab euer Gut
Es endet für euch TeuerFürchtet euch um euer Hab euer Gut
Werdet brennen im FeuerDas Ende naht, rennst nackt über die Weide
Fühlst den Tod an deinem Nacken du bist ein HeidePakt der Wölfe zieht mit dem Wolfzug
Blutiger Horizont, der Tod friedlich ruhtEinen Toast auf meine gefallenen Brüder
PA! räumt auf, fallen werden diese Lügner
Songtext: Das Turm
Interpret: Muhabbet & $iki Pa!Deine Zeit wird kommen, du musst nur abwarten
nur die harten kommen ins Garten, es zählen taten
Wir ziehn durchs Land, erobern Ziele
Unser Magen Leer, der Hals trocken, wir sind nicht mehr so viele
Wir schreiben Geschichte, mit jeder niederlage vom Feind
der Fürst ist da, der brueda Rudel ist vereint
Das Elend hat ein ende, ich sehe klares Licht
die Feinde spüren Angst, der Frieden Bricht
Unser Land gedeiht, deren Neid schreit
ich rieche einen Feind - habe diesen Krieg Leid
frag mich wieso diese Menschen uns Menschen hassen
die Leiche meine Brüder, man findet sie in tiefen gassen
Diesen Typen - von Menschen - die mich - garnicht leiden
werd - jetz hier weilen – abwarten - & meiden
Aus allen ecken der Republik kommen meine Woelfe
vereinen uns zu einer Macht, stürme euere Hoefe.Es liegt. Hass in der Luft
deine Angst. zeigt dir die Flucht
überraschend stuermen wir dich
man hört wie er nach Hilfe Ruft …"
[Quelle: Politically Incorrect]
Bei so viel Integrationswillen wird einem doch direkt richtig warm ums Herz.
...dass hier anscheinend keiner den Spiegel ertragen kann, der ihm vorgehalten wird.Muhabbet spricht das aus, was viele denken, weil IHR sie dazu gebracht habt.Ihr seid schuld, weil Ihr sie nicht willkommen geheißen habt und keine RESPEKT habt.Aber klar, da ist dann wieder "fehlender Integrationswille".Ich muss mich als guter Deutscher echt für Euch schämen, weil Ihr es immer noch nicht begriffen habt.Es ist dasselbe Prinzip wie bei den Nachbarn, deren Bäume in den Garten des anderen wachsen. Da wird getratscht und verleumdet und beide Seiten werden immer aggressiver und was hat es Euch gebracht? Nichts. Ihr hättet mal stattdessen geile Grillparties feiern können [...].Lernt DEMUT UND RESPEKT, Ihr ************ (nur weil ich sonst zensiert werde. Schade eigentlich. Aber Ihr wisst schon was gemeint ist. Ihr wisst, was Ihr seid).[Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich./ Die Redaktion; ew]
aber sicher doch besonders aus den Texten des Poeten Muhabet kann man sie lernen.Und die Sache mit dem Spiegel da hab ich eine Frage: wie sieht es bei den Migranten zu Hause aus? haben die keinen Spiegel ????
Fuer den Erguss des Kommentar #3 ....wissen Sie was Sie sind???!!!
- der Ssong "Im Westen" stammt nicht von Muhabbet- die Journalisten haben sich erst kräftig blamiert, als sie auf falsche Texte und Behauptungen reinfielen und kommen jetzt langsam zurück auf den Boden der Realität.- Muhabbet hat mit diesem ganzen Unfug, den sich offensichtlich leicht frustrierte Schattengestalten immer wieder aus der Tasche leiern, nichts zu tun.- das weiß auch die Journalistin, die dieen Artikel schrieb, weil sie im Genesatz zu euch Hatern, recherchierte und etwas wusste,
...das hab ich mir schon gedacht.Keine Ahnung von der Lebenswelt von "Migrantenkindern", aber gleich wieder den Mund aufmachen.Was sollen die Migrantenkinder zu Hause spiegeln? Da sind Eltern, die sich bemühen, ihre Identität in einem fremden Land aufrecht zu erhalten und für das, was sie hier leisten, Respekt zu ernten.Sie versuchen, ihre Kinder zu schützen. Das tun gute Eltern. Die Ausgrenzung aber wurde schon seit langer Zeit betrieben. Was Ihr (und auch Muhabbet) kritisiert, habt Ihr selbst gesät, jahrzehntelang.Statt dass Ihr die einfache und traditionelle Welt vieler Einwanderer einfach mal kennengelernt hättet, indem Ihr bei den neuen Nachbarn klingelt und sie zum Essen einladet, was diese natürlich auch umgehend erwidert hätten, habt Ihr getuschelt, Euch lustig gemacht und natürlich hattet Ihr ANGST.Statt Euch näher zu kommen und ihnen zu zeigen, wie man hier so lebt und Euch anzusehen, wie Eure Nachbarn leben, habt Ihr aneinander vorbeigelebt.Wie es laufen kann, kann man zum Beispiel in Altona sehen. Da gibt es dann auch Akin statt Aggro.Beschwert Euch nicht darüber, dass Kinder nur in gewaltsamem Protest einen Ausweg sehen. Es ist nämlich sehr oft die einzige Möglichkeit sich überhaupt auszudrücken. Auch Gewalt ist eine Form von Kritik. Nicht auf das zu hören, was dahintersteckt, ist nun eben keine Lösung.Seid froh, wenn die Kreativität statt in krimineller jetzt in musikalischer Richtung verläuft. Wenn so viele erfolgreiche Musiker ihre Vergangenheit bewältigt haben und anderen dann ein Vorbild sein können, ist es doch mehr als erbärmlich, ihnen Vorwürfe zu machen.Seien Sie froh, dass hier Entwicklung stattfindet.Sehen Sie sich mal die berühmte Rütli-Schule an. Auch hier gibt es Entwicklung.Eure Charaktere, solche, die "ja aber" schreien, sind es, die alles beim Alten lassen.Wer's nicht gesehen hat: http://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM
IHR IHR IHR... Packt euch bitte an der eignene Nase. Deutschland ist ein offenes und freundliches Land. Jeder hat hier Chancen etwas zu werden. Es wird auch nicht viel von Immigranten verlangt und viele Schaffen den Sprung - wenn nicht in der ersten Generation, dann spätestens in der zweiten (und das ist kein Problem von Deutschland sondern oft der lauf der Dinge von Migration). Nur leider schaffen es manche Kreise nicht - sie lamentieren und lamentieren was IHR - also die anderen - noch alles tun müssen damit es endlich klappt. Irgendwann ist die Geduldt der IHRs jedoch zu Ende und der Zug ist abgefahren. Leider noch nicht bei allen IHRs weshalb noch weiter unnötig Geld in Integrationsprojekte vergraben wird anstatt diesen Kulturreichtum wieder postwendend in das Kulturherkunftsland zurückzuschicken - sorry inkompatibel.Und die Phil. in Berlin war mal groß! --
seufz
Witzig, wie hier gleich gedacht wird, ich hätte Migrationshintergrund und würde auf "die Deutschen" schimpfen. Hey, ich musste mich nicht "integrieren".KaterKarloPaulo, mir ist schleierhaft, wie Ihre Bemerkung eine so hohe Bewertung erzielen konnte. Immerhin fordern Sie ja letztlich die Abschiebung von "nicht Integrationswilligen".Da hat mal wieder keiner aufgepasst.Was meinen Sie mit "die Phil. in Berlin war mal groß"?Unter Furtwängler oder wie?Na dann ist ja alles klar, KaterKarloPaulo88.
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