Nahost Keine Sieger
Israel hat seine Militäroperation im Gazastreifen beendet, bei der seit Mittwoch mehr als 100 Palästinenser getötet worden sind. Sowohl Hamas als auch Israel sprechen von einem "Sieg"
Im asymmetrischen Krieg zwischen Israel und Hamas fällt es schwer, einen Sieger auszumachen. Nachdem die israelische Armee ihre Truppen am Montagmorgen wieder aus dem Gazastreifen abzog, wo sie tagelang den Abwerfern von Kassam-Raketen nachgejagt war, beeilte sich die Hamas, "Sieg" zu rufen. Ungeachtet der 100 Palästinenser, die bei den Kämpfen ums Lebens gekommen sind. Zu den Toten gehörten auch fünf Mitglieder des militärischen Flügels der Hamas, die nach israelischen Militärangaben gerade erst aus Syrien und Iran zurückgekehrt waren. Das könnte zumindest die Vehemenz erklären, mit der die Islamisten den Tod ihrer Mitglieder beantwortet hatten: Katjuschas vom Typ Grad - eine viel stärkere Waffe als die Kassam - fielen auf die israelische Küstenstadt Aschkelon, die immerhin schon 16 Kilometer vom Gazastreifen entfernt ist.
Auch der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert versucht, sich als Sieger zu verkaufen. Die Armeeoperationen der letzten Tage seien ein klares Signal an Hamas, dass "Israel dieser Organisation nicht erlauben werde, die Spielregeln zu bestimmen, indem sie auf Aschkelon feuert", sagte er am Sonntag. Doch am Montagmorgen, nachdem die Truppen erst einmal wieder abgezogen waren, fiel bereits die nächste Rakete auf die Küstenstadt. Mitten in eine Wohnung im zweiten Stock. Und das obwohl Israel alles tun wollte, um zu verhindern, dass Aschkelon zu einem zweiten Sderot würde, wo in den vergangenen Jahren fast 8000 Kassam-Raketen niedergingen. Damit hat sich zunächst auch erst einmal die israelische Hoffnung verflüchtigt, dass Hamas nach so vielen palästinensischen Opfern unbedingt an einem Ende der gegenwärtigen Kämpfe interessiert sein müsse.
Es gibt noch eine Front in dem asymmetrischen Krieg, die aber eher hinter den Kulissen agiert: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Westjordanland, dem angesichts der blutigen Kämpfe in Gaza nichts anderes übrig blieb, als die laufenden Gespräche mit Israel über ein Friedensabkommen abzusagen. Andernfalls würde er in den Augen seiner Bevölkerung als feiger Kollaborateur dastehen. Allerdings ist sein Dilemma dadurch nur noch deutlicher geworden. Denn er gehört zu den Verlierern - egal ob Israel Hamas weiter nachjagt oder sogar versuchen würde, sich auf eine Waffenruhe zu einigen.
Bisher versuchte Israel einen schwierigen Spagat; es erklärt Gaza zu feindlichem Gebiet, solange sich die dort herrschende Hamas weigert, Israel anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören. Mit Abbas hingegen, der das Westjordanland regiert, redete man. So verhandelte Ehud Olmert also mit Abbas, als ob es Hamas nicht gäbe, und bekämpft die Hamas, als ob es Fatah nicht gäbe. Doch: Krieg in Gaza und Frieden mit Mahmud Abbas sind eine schwer vorstellbare Kombination. Andererseits wäre es für Ehud Olmert unvorstellbar, einen Rückzug aus dem Westjordanland vorzunehmen, solange die Gefahr bestünde, dass sich dann die Kassam-Raketen der Hamas von dort aus auf das Zentrum Israels richten. Deshalb will er Hamas besiegen - was ihm militärisch nicht gelingen könne, wie die wiederholten Versuche gezeigt hätten, argumentieren die Linken in Israel, während die Rechten eine noch härtere Offensive fordern.
- Datum 03.03.2008 - 04:40 Uhr
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Die ZEIT-Grafikabteilung überrascht mal positiv. Ein tolles Bild, so sehen echte Helden aus, die ihre Leute vom Terror verteidigen. Ob das Wort "disproportionate" zu diesem Bild passt?!
[diesen Beitrag haben wir nachträglich entfernt, bitte unterlassen Sie solche menschenunwürdigen, nazistischen Vergleiche/ Redaktion; svb]
...jedenfalls nicht in Gaza. Wer Hamas hilft, transportiert und versteckt, beteiligt sich wissentlich an Vorbereitungen zu Terroranschlägen.Nur Gutmenschen glauben noch, daß es in Gaza Kinder und Frauen gibt, die unschuldig und ahnungslos sind und auf offener Straße von isrealischen Soldaten einfach niedergeschossen werden.Jene Palästinsenser, die Frieden wollen, sind längst auf und davon. Geblieben sind in Gaza Terroristen und deren Handlanger, die auch vor Selbstmord nicht zurückschrecken.Und nichts anderes als reine Selbstvernichtung wird dort betrieben. Auch Hamas ist nicht naiv : Niemand glaubt, daß man ständig Raketen auf die Zivilbevölkerung eines Staates mit militärischer Übermacht schießen kann ohne einen überproportionalen Gegenschlag zu riskieren.Dabei skandieren die Gaza-Palästinenser aber allah'u'akbar und sind wirklich froh ins Moslem-Himmelreich zu kommen. Schon 6-jährige wissen genau, was sie tun, wenn sie Nägel und Bleikugeln für Bomben sammeln. Auch die Mütter sind dankbar und stolz, wenn sich Sohn oder Tochter in die Luft gesprengt haben.Wer macht denn sowas ? Doch wohl keiner, der sich über unrechtmäßige Landbesetzung aufregt oder über eingeschränkte Reisefreiheit oder Massenarbeitslosigkeit. Nein, sowas machen nur religiöse Fanatiker, die einem anderen Volk den Tod wünschen.Aber : Dummheit schützt vor Strafe nicht !
@globalwarxDa ich davon ausgehe, dass Sie die Geschichte kennen, erspare ich mir die Ausführungen dazu. Was für Irak galt, ist auch hir gültig:Ich möchte Sie mal gerne sehen wenn:- Ihre Familie und Angehörige getötet würden- Jemand in ihr Land eindringt, Ihnen das Land und Besitz wegnimmt bzw. zerstört- Die Weltgemeinschaft Ihr Land mehr oder weniger im Stich lässtwie Sie sich in solche Situation verhalten würden. Ich möchte hier nicht unbedinngt rechtfertigen sondern lediglich Sie dazu bewegen, dass Sie sich in diese Situation versetzen. Bitte verstehen Sie, dass es Völker auf diese Welt gibt, die keine alternative Besitzen und nur deshalb versuchen sie sich durch unentschuldbare Gräueltaten zu wehren.Israel hat Lobby!mfg
[diesen Beitrag haben wir entfernt, da er durchaus als antisemitisch verstanden werden kann/ Redaktion; svb]
[entfernt, bitte lassen Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
@plamenSie haben es eindeutig nicht verstanden! Primär geht es hier nicht um Juden (eben nicht um Religion). Sondern um den Staat Israel und die Politik. Wenn wir schon aber dabei sind, würde mich interessieren warum man nicht zum Judentum konvertieren kann? (ernst gemeint) Dabei interessiert mich vor allem Ihre persönliche Meinung dazu.--
Microsoft is not the answer. Microsoft is the question.
"NO" is the answer.
02m5, Sie sind hier falsch. Der HEISE-Forum ist um die Ecke.
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