Sarkozy/Merkel "Ernsthafte Schwierigkeiten"
Nicht nur der französische Plan für eine Mittelmeerunion, auch der Stil von Präsident Sarkozy belastet die Beziehungen zu Berlin, sagt der Außenpolitikexperte Martin Koopmann
ZEIT online: Es ist kein Geheimnis, dass die Beziehungen zwischen Nicolas Sarkozy und Angela Merkel angespannt sind. Das traditionelle "Blaesheim"-Treffen, geplant für Anfang März in Bayern, wurde auf Juni verschoben. Was war von der Veranstaltung am Rande der Cebit in Hannover am Montagabend zwischen beiden Politikern zu erwarten?
Martin Koopmann: Es ging vor allem darum zu demonstrieren, dass der Gesprächsfaden nicht völlig abgerissen ist. Die wichtigste Arbeit kommt dann hinterher.
ZEIT online: Ist es aber nicht Zeichen einer Krise, wenn Sarkozy und Merkel beweisen müssen, dass sie noch miteinander reden können?
Koopmann: Ich würde nicht von Krise sprechen. Aber in der Tat gibt es ernsthafte Schwierigkeiten zwischen Paris und Berlin, die verschiedene Gründe haben. Der erste Grund ist die Mittelmeerunion. Ein politisches Projekt, in dem beide Seiten unterschiedliche Positionen haben. Der zweite ist das Kommunikationsproblem, das überwiegend auf französischer Seite besteht – vor allem bei Sarkozy selbst. Einige Mitglieder der französischen Regierung, wie Europaminister Jouyet oder Agrarminister Barnier, sind dagegen bemüht, gute Kontakte mit den Deutschen aufrechtzuerhalten. Aber die Tatsache, dass Paris dazu neigt, Initiativen zu ergreifen und sie in den Raum zu stellen, ohne die Deutschen vorab zu konsultieren, sorgt für Unmut in Berlin. In diesem Zusammenhang nimmt die Bedeutung von ohnehin bestehenden Differenzen zwischen den beiden Ländern noch zu, sei es im Bereich Währungsunion, Binnenmarkt, liberale Wirtschaft usw.
ZEIT online: Liegt die Verstimmungen zwischen beiden Partnern nicht daran, dass niemand genau weiß, wohin die EU steuert?
Koopmann: Es gibt in der Tat Unsicherheiten, was die langfristigen Entwicklungen der EU angeht. Aber es gibt auch gewisse Grundkoordinaten, die von deutscher Seite nicht infrage gestellt werden. Zum Beispiel das Ziel einer gemeinschaftlich-orientierten Politik. Generell gilt die Überzeugung, dass wir nur noch gemeinsame – und nicht nationale – außenpolitische Interessen haben. Das ist in der Tradition von Monnet und Schuman angelegt, und das wird heute von der Bundesregierung weitergetragen – und von einem Teil des französischen Kabinetts.
- Datum 04.03.2008 - 08:25 Uhr
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werden wir da wieder einmal gehalten.Politische "Schwierigkeiten" gibt es in dieser Form nicht, es handelt sich auch nicht um "Schwierigkeiten" ziwschen zwei Staaten, sondern nur um ein aufeinanderprallen von Wirtschaftsinteressen und die Unfähigkeit der Politikmarionetten, damit umzugehen. Aber die Weltpresse bietet ja eine grosse Bühne der EItelkeiten, auf denen die Aktuere mit grossem Tamtam herumstolzieren und zeigen können, wie toll sie doch sind. Das die Zeit dieses Schmierentheater noch unterstützt, naja.
Bei der Präsidentenwahl in Frankreich im Mai 2007 sagte ich meinen französischen Freunden, dass sie die Wahl zwischen einem schlechten Programm und einem schlechten Charakter hätten. Damals glaubte ich, das schlechte Programm wäre ein grösseres Problem für Frankreich (und damit für Europa und uns alle).
Leider muss ich mich korrigieren: Sarkozy ist ein Scharlatan der schlimmsten Sorte, ein lernunfähiger Psychopath. Seine Ideen sind unreflektiert und basieren auf nichts anderem als Selbstverliebtheit.
Die Mittelmeer-Union kann nie funktionieren, da auf der anderen Seite keine glaubwürdigen Partner zur Verfügung stehen. Was Sarkozy wirklich will, sind gute Geschäfte mit Frankreichs alten Kolonien, wobei den Deutschen (und der EU) wohl nur die Rolle des Geldgebers zukommen soll.
Wenn Frau Merkel wirklich schlau ist, konfrontiert sie Sarkozy direkt und stellt ihn vor klare Alternativen. Dann ist die Luft schnell raus aus diesem aufgeblasenen Ersatz-Napoleon.
Muss man beim Studium von Zeit-Online inzwischen den Doktor für Legasthenie haben?
Wir mcaehn alle imemr mal wedeir Fleher, aebr so ewats endpmife ich als Zmunutug. Zumal dem nicht der Ausnahme ist!
Harry Cane, ich empfehle Ihnen, in der "Sache Fehlermachen", doch einfach einmal die wunderbare Kolumne von Harald Martenstein zu lesen! Vielleicht hilft es Ihnen dabei, die "formellen" Dinge etwas gelassener betrachten und sich einfach nur auf den Inhalt konzentrieren zu können.
Sarkozy ist in der Tat vollkommen unfaehig - insbesondere zum Dialog mit Politikern, die serioes sind.
Dieser Mann ist ein Berlusconi und ein schlechter Schauspieler. Leider ist er fuer fuenf Jahre gewaehlt. Ich sehe noch viele Reibereien auf Berlin zukommen - insbesondere wenn es Frankreich nicht gelingt, den Staatshaushalt auszugleichen. (Und von diesem Ziel ist das NS-Regime ziemlich weit entfernt.)
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