Gehälter Kein fairer Lohn
Je nach Beruf verdienen Frauen zwischen 84 und 825 Euro im Monat weniger als Männer. Am größten ist der Unterschied in der Altersgruppe ab Mitte 50.
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen liegt rund 23 Prozent unter dem der Männer. Doch es gibt altersabhängige Unterschiede: Je älter die Beschäftigten, umso größer fällt der Einkommensrückstand der Frauen aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine auf insgesamt 63.000 Fragebögen basierende Online-Umfrage der Internetseite
frauenlohnspiegel.de
. Sie wird vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung betreut und bietet einen Lohn- und Gehalts-Check zu über 180 Berufen. Zwar sind die Ergebnisse der Umfrage nicht repräsentativ, doch sie werfen ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass
Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld bekommen als Männer
.
Aus den Daten ergibt sich, dass Frauen im Alter bis zu 24 Jahren rund 7,8 Prozent weniger verdienen als ihre gleichaltrigen männlichen Kollegen. Bei der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren wächst die Differenz bereits auf 17,5 Prozent. Frauen zwischen 35 und 55 Jahren liegen rund 22 Prozent hinter den Männern zurück. Am deutlichsten zeigt sich der Abstand zwischen Frauen und Männern ab 55. Dort beträgt der Gehaltsunterschied 26,7 Prozent.
"Die Zahlen zeigen: Die Frauen holen auf, aber von einem Einkommensgleichstand kann auch bei den jüngeren Frauen noch nicht die Rede sein", sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung. Dafür gebe es mehrere Gründe: Junge Frauen verfügten im Schnitt über ein deutlich höheres Qualifikationsniveau. Nachteile durch erziehungsbedingte Berufsunterbrechung fielen (noch) nicht ins Gewicht. Bei älteren Frauen wirkten sich hingegen Karrierenachteile gegenüber ihren männlichen Kollegen stärker aus. Im Osten ist der Einkommensunterschied den WSI-Daten zufolge übrigens geringer als im Westen.
- Datum 05.03.2008 - 13:05 Uhr
- Quelle ZEIT online
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... wird es wohl dauern bis die ersten hier schreiben: Stimmt gar nicht?Die Fakten sind bekannt und haben sich seit 50 Jahren nur wenig verändert - obwohl sich kaum einer mehr traut zu behaupten, Frauen seien zu irgendwas intellektuell nicht in der Lage oder hätten schlicht kein Recht auf "Hosen" (wahlweise "Wahlrecht", "Anerkennung ihrer Leistung", etc.).Ich bin wirklich sehr gespannt auf die Diskussion hier, denn vorangegangene erinnerten häufig heftig an Mittelalter...
Manchmal ist die ZEIT wirklich gut. Und manchmal wirklich schwach. So hier. Es werden unkritisch irgendwelche Zahlen verbreitet und ein völlig falscher Eindruck erweckt. Wenn man genau hinsieht, stellt man fest: Innerhalb derselben Berufsgruppen gibt es bei jüngeren Frauen (unter 40 Jahren) zwischen kinderlosen Frauen und Männern kaum noch Unterschiede. Bei älteren Semestern sieht es noch etwas anders aus- das sind aber Relikte aus der Vergangenheit. Der statistische Einkommensrückstand "der" Frauen hat in Wirklichkeit - und das ist vielfach belegt! - vier Gründe: a) Die schlechtere Ausbildung und früher bestehende echte Benachteiligung wirkt sich bei älteren Frauen weiterhin im Erwerbseinkommen aus und verfälscht die Statistik. Bei unter 40jährigen ist der Einkommensabstand schon weit geringer. b) Frauen wählen meist andere Berufe, und zwar solche, die generell schlechter bezahlt sind - häufig im sozialen Bereich. Diese schlechtere Bezahlung auf frauenfeindliche Böswilligkeit zurückzuführen ist weit verbreitet, aber albern. Die Leute (häufig: die öffentliche Hand) sind halt leider nicht bereit, mehr für die neue Frisur zu zahlen; nicht in der Lage, mehr für den Pflegeplatz aufzubringen. Für einen BMW hingegen, und damit auch für den Ingenieur, der diesen entworfen hat, öffnen sie ihre Geldbeutel. c) Frauen entwickeln weniger Ehrgeiz. Doch, meine Damen, so ist das. Frauen schieben weniger Überstunden, zumal unbezahlte; sie bewerben sich weniger häufig um Auswärtseinsätze etc. Sie wechseln weniger schnell die Stelle, um sich beruflich zu verbessern. Und sie fragen den Chef weniger häufig nach einer Gehaltserhöhung.Aber das alles sind Peanuts hinter dem entscheidenden Unterschied: d) Frauen betreuen Kinder. Im Vergleich mit Männern, die (ursprünglich) dieselbe Arbeit erledigt haben, ist es die Kinderbetreuung, die Frauen in der Karriere dauerhaft zurückwirft. Zunächst die Elternzeit, danach die Tatsache, daß Kinder auch eine vollzeit berufstätige Mutter in vielfacher Weise beschränken. Mama kann halt nicht mal eben übers Wochenende auf die Messe fahren. Nicht mal eben ein paar Überstunden dran hängen. Was ist, wenn der Sprößling krank ist? Wenn er mal nicht problemlos "funktioniert", sondern vielleicht Schulprobleme hat - und der Schulpsychologe der Mutter dringend nahelegt, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern?Nicht "Frauen" werden heute benachteiligt, sondern ausschließlich ELTERN. Speziell natürlich MÜTTER. Und das nicht etwa dadurch, daß ihre berufliche Karriere durch Kinder beschränkt ist - das ist ihre Entscheidung gewesen. Sondern dadurch, daß die Leistung, die sie statt dessen erbringen, von der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt wird - insb. finanziell. Während umgekehrt das von ihnen gebildete Humankapital, in Form der Steuern und Abgaben von morgen, vollständig sozialisiert wird. Das ganze gender-mainstreaming-Geschwätz lenkt nur von dieser Wahrheit ab. Ich fordere den sofortigen Ersatz aller Frauenbeauftragten durch Elternbeauftragte.
Zitat: "Während umgekehrt das von ihnen gebildete Humankapital, in Form der
Steuern und Abgaben von morgen, vollständig sozialisiert wird."Was Sie alles so wissen. Sie sind ja ein echter Nostradamus, was Ihre hellseherischen Fähigkeiten angeht. Ich halte mich da lieber an die Gegenwart und stelle fest, daß Bildungkosten vollständig sozialisiert sind. Und ob diejenigen alle die zukünftigen Kosten schultern oder sich lieber vom Acker machen, wer weiß das schon, aus Hellsehern wie Ihnen, und natürlich Nostradamus.Das schöne ist bei Ihnen, daß sie sich wirklich Ihre eigene Welt geschaffen haben und in ihr leben und an das alles glauben, was Sie für wahr halten. Sie Glücklicher. Wie nennt man so was eigentlich?
dass es zwei Welten gibt.Die Fantasiewelt der feministischen Fanatikerinnen und KindermörderInnen (hier repräsentiert durch redfox_27) auf der einen - und die wirkliche Welt auf der anderen Seite.In der Fantasiewelt der feministischen Fanatikerinnen bekommen Frauen (je nach Studie) für gleiche Leistung 200...300% weniger Gehalt. In dieser Fantasiewelt werden Frauen jeden Tag von Ihrem Mann, dem sie so vertraut haben, ermordet, geschlagen und vergewaltigt. Außerdem werden die zu alltäglich (je nach Studie) zu 25...30 Stunden unentgeltlichen Frondiensten als Putz-, Sex- und Haussklavin gezwungen. Dazu der Zwang zur Zwangsprostitution. Außerdem führt das Patriarchat einen Vernichtungskrieg gegen Frauen – seit 13 Mrd. Jahren.Widerspruch zwecklos. Erstens ist alles zigtausenfach „wissenschaftlich“ bewiesen. Und zweitens heften die KindermöderInnen jedem Andersdenkenden die üblichen Verleumdungen ans Hemd (frauenfeindlich, mittelalterlich, steinzeitlich, reaktionär – redfox_27 wird diese Liste zweifellos durch weitere Verleumdungen vervollständigen).---In der wirklichen Welt liegen die Dinge ein wenig anders. Da bekommen Frauen effektiv für gleiche Arbeit mehr als Männer. Der Nominallohn ist der gleiche. Da aber Frauen häufiger als Männer krank feiern und außerdem drei mal so lange von der Rente leben, ist der tatsächliche Lohn bedeutend höher. Im Übrigen steht (wie jedes Mal bei diesem Thema) die Frage im Raum, warum eine Unternehmerin einem Mann für gleiche Arbeit mehr als einer Frau zahlen – und so ihren Gewinn schmälern sollte. Eine Frage, auf die die KindermörderInnen selbstverständlich nie eingehen.[Bitte unterlassen Sie die Titulierung Kindermörderinnen die für einen Großteil der Leserinnen hier mehr als verwirrend und unangemessen ist/ Redaktion; svb]Redfox, übernehmen Sie!
Zitat Artikel:
„Zwar sind die Ergebnisse der Umfrage nicht repräsentativ, doch sie werfen ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld bekommen als Männer.“
So, so. Ergebnisse, die nicht repräsentativ sind, werfen dennoch ein Schlaglicht auf die Unterbezahlung der Frauen.
Nun, lassen wir dies einmal außer Betracht, und wenden uns der Vergleichsbasis zu, auf der diese Umfrage erstellt wurde:
Frauenlohnspiegel.de
Jeder, der sich durch diesen Fragespiegel „geklickt“ hat, muss sich ernsthaft fragen, wie kann man zu einem solchen Ergebnis kommen?
Was ist überhaupt das Ergebnis der Unterschiede?
Was ist den nun "weniger bekommen", wie im Artikel benannt?
Ist es der Bruttolohn oder ist es der Nettolohn?
Benannt werden musste im Fragespiegel zwar beides, sowohl der Artikel als auch die benannte Webseite lassen die Beantwortung dieser Frage offen.
Wurden/konnten überhaupt entscheidende steuerliche Aspekte berücksichtigt werden, wie Ehegattensplitting, Kinderfreibeträge o.a.?
Kann zum Beispiel das Arbeitsentgelt der (verheirateten) Frau nicht deswegen schon geringer ausfallen, weil ihr Besserverdienender Mann, der in einer anderen Branche arbeitet, weitestgehend familiäre Steuervorteile auskostet, weil ansonsten sein Steuersatz zu viele Abzüge bringen würde?
Der Fragespiegel lässt auch Berufspausen offen bzw. unbeantwortet, z. Bsp. Kindererziehung etc., die sich selbstverständlich nachteilig auf das Gehalt der Frau zum Fragezeitpunkt ausgewirkt haben konnten (nach einer Erziehungspause von bspw. 10 Jahren wird man nun mal nicht das Gehalt eines männlichen Pendants erreicht, der durchweg beschäftigt war).
Auch lassen sich Feinheiten eines bspw. Leistungsabhängigen Gehaltes anhand dieses Fragespiegels keinesfalls eindeutig differenzieren, dies sind aber längst gängige Entlohnungsmethoden.
Regionale Klassifizierungen fließen zwar in den Vergleich ein, werden aber schon zu einem negativ beeinflussenden Faktor, wenn diesen Spiegel mehr Frauen aus einem Flächenland beantwortet haben, wie bspw. Männer aus München oder Düsseldorf. Wie viele Grossunternehmen flossen in die Betrachtung ein, wie viele KMU, und wie viele hatten davon bspw. einen Tarifvertrag?
Entscheidende Entlohnungsfragen konnten sowohl hinsichtlich ihrer prozentualen als auch absoluten Werte mit der Eingrenzung „Weiß ich nicht genau“ beantwortet werden.
Man könnte dies weiter fortsetzen, was aber den Rahmen sprengen würde.
Offen gestanden, und schon aus den hier nur angerissenen Problemen habe ich erhebliche Zweifel an der Aussagekraft sowohl des Artikels als auch des Vergleichs.
Denn es fehlt die Ausgangs-, die Bewertungsbasis.
Eins weiß ich aber. Vorurteile sind gut. Wofür auch immer.
Stimme Ihrem Beitrag mehr als zu, vor allem weil er (unter anderem) das beschreibt, was heute eines der Kernprobleme in unserer Gesellschaft ist:
Nicht "Frauen" werden heute benachteiligt, sondern ausschließlich ELTERN. Speziell natürlich MÜTTER. Und das nicht etwa dadurch, daß ihre berufliche Karriere durch Kinder beschränkt ist - das ist ihre Entscheidung gewesen. Sondern dadurch, daß die Leistung, die sie stattdessen erbringen, von der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt wird - insb. finanziell."
Deutschland ist EU-Meister im Frauenausbeuten. Nirgendwo unter vergleichbaren Ländern ist der geschlechterspezifische
Lohnunterschied so groß wie in Deutschland, siehe (hier).Das
hängt auch mit dem nichtvorhandenen Mindestlohn zusammen. Normalerweise
wäre der Europameistertitel bei den Briten. Doch
hier gibt es Mindestlohn. Der wird gerade um 3,8 % auf £5,52 oder Euro
7,37 (durchschnittlicher Umrechnungskurs dieses Jahres) angehoben. Die
Regierung erklärt dabei stolz, daß der
Mindestlohn seit seiner Einführung im Jahr 1999 schon um 60 % angehoben
worden sei und - vor allem - daß unter der 1 Million Begünstigten zwei
Drittel Frauen seien.Deutschland
hat
keine Mindestlohn und diskriminiert umso freier seine Frauen. Eine
feine Gesellschaft ist das. Arme Länder, wie Portugal und Griechenland,
führen uns vor, wie man seine Frauen an den
Lohntüten behandelt. Man sollte sich für Deutschland schämen.Gefunden hier: http://www.jjahnke.net/in...
Ich habe mit meinem letzten Posting die Sache ein wenig forciert. Aber das bedeutet nur, dass die Extremisten eher aus den Löcher gekrochen kommen. Nun haben wir die richtige Einschätzung für die Lage der Frauen in Deutschland (dafür Dank an Bern_Finger)- pathologischen männlichen Fundamentalismus- Hexenverbrennungen, - Vernichtungskrieg,- Holocaust- millionfachen HungertodJawoll, so isses!
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