US-Vorwahlen Clinton ist wieder da

Das Präsidentschaftsrennen der Demokraten bleibt offen: Hillary Clinton gewinnt die wichtigen Vorwahlen in Ohio und Texas. Als Kandidat der Republikaner steht John McCain fest

Bei den insgesamt vier Abstimmungen, welche eine Vorentscheidungen bringen sollten, konnte Clinton offenbar den Siegeszug ihres Konkurrenten Barack Obama stoppen. Sie gewann in dem wichtigen Industriestaat Ohio und auch im Schlüsselstaat Texas.

Die aktuellen Ergebnisse der Vorwahlen: Klicken Sie auf die Grafik

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«Wohin Ohio geht, geht die Nation», sagte Clinton nach ihrem Comeback triumphierend vor jubelnden Anhängern. Der «historische Kampf» um die demokratische Nominierung fange jetzt erst richtig an. Obama, der nach wie vor die meisten Delegierten für den Nominierungsparteitag hinter sich hat, gab sich gleichfalls siegessicher: «Wir werden die Nominierung gewinnen.» Kommentatoren im US-Fernsehen gaben sich überzeugt: Das Duell der Demokraten geht weiter.

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Clinton lag in Ohio mit 54 Prozent der Stimmen vorn, Obama kam lediglich auf 44 Prozent. In dem ebenfalls bevölkerungsreichen Texas führte Clinton nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Wahlbezirke mit 51 Prozent zu 47 Prozent. Allerdings gab es in Texas nach den Vorwahlen am Abend nochmals parteiinterne Abstimmungen (Caucus), bei denen Obama führt.

Die Abstimmung in Rhode Island gewann Clinton mit 58 Prozent. Obama blieb lediglich in dem kleineren Staat Vermont mit 60 Prozent siegreich.

Nachdem der schwarze Senator die letzten elf Vorwahlen zuvor gewonnen hatte, ist nun der Ausgang des Zweikampfs um die demokratische Nominierung wieder völlig offen. Führende Politiker der Demokraten hatten bereits zuvor Sorge geäußert, dass eine Fortsetzung des Duells Obama/Clinton die Partei vor eine Zerreißprobe stellen könnte.

Leser-Kommentare
  1. Zwei Punkte, die diesem Artikel meiner Ansicht nach fehlen:1. Selbst wenn Clinton alle ausstehenden Staaten mit 55 zu 45 Prozent gewinnt, liegt Obama nach "pledged delegates" noch in Führung (vgl. http://www.slate.com/features/delegatecounter/). Ein "offenes Rennen" ist was anderes. Beide haben allerdings so gut wie keine Chance mehr, auf die nötigen 2.025 zu kommen, da müssen dann schon die "superdelegates" ran.2. Nicht alle Leser werden mit der Statistik vertraut sein, dass alle Präsidenten der letzten 100 Jahre die Vorwahlen Ihrer Partei in Ohio gewannen und sich Clintons Kommentar darauf bezog.

  2. McCain gewann haushoch sowohl in Ohio als auch in Texas, und wurde damit endgültig zum Kandidaten seiner Partei erwählt.  Der von Ihnen zitierten Statistik zufolge wird er also im November der Gewinner sein, während die zwei Bewerber der Demokraten bislang immer noch um die Kandidatur ihrer Partei ringen.

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