Arbeitsmarkt Quote für den Aufsichtsrat
Norwegens Frauen steigen in Aktiengesellschaften auf - per Gesetz. Doch es gibt reichlich Widerstand
Frauen an die Macht, aber mit Zwang, lautet die Devise in Norwegen. Seit 1. Januar 2008 müssen alle börsennotierten norwegischen Aktiengesellschaften 40 Prozent ihrer Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt haben. Weil es den Unternehmen in den Jahren zuvor nicht gelungen war, diese Quote freiwillig zu erreichen, hat der Staat eine solche Frauenquote erlassen. Unternehmen, die diese nicht erfüllen, können im Extremfall - wie auch bei anderen Verstößen gegen das norwegische Aktienrecht - aufgelöst werden.
Bisher ist es soweit nicht gekommen, denn selbst Hardliner wie die Ölgesellschaft DNO haben noch kurz vor Jahreswechsel Hauptversammlungen abgehalten, um schnell einige Frauen mit an Bord zu nehmen.
Ausgerechnet die konservativ geführte Regierung hatte im Jahr 2003 das Gesetz auf den Weg gebracht. Initiator war mit Ansgar Gabrielsen auch noch ein Mann. Für den ehemaligen Unternehmer und damaligen Wirtschaftsminister war die Gleichstellung per Gesetz nicht nur Selbstzweck, sondern sollte auch die Stellung der Unternehmen verbessern.
"Ich habe viele Untersuchungen gelesen und immer wieder stand da drin, dass Vielfalt in Unternehmen wichtig ist. Deshalb habe ich für das Gesetz geworben, dass die Aktiengesellschaften zu einer Frauenquote für den Aufsichtsrat verpflichtet und deshalb habe ich viel Schimpfe einstecken müssen. Wir brauchen mehr Frauen wie sie in Führungspositionen", hatte Gabrielsen zuletzt im Dezember auf einer Konferenz an das weibliche Publikum appelliert.
Damals war er zu Gast bei einer Veranstaltung der Seminarreihe "Female Future" des norwegischen Wirtschaftsverbandes NHO. Der Verband, ein erklärter Gegner des Frauenzwangs, will durch Kurse Frauen fit für den Aufsichtsrat machen. "Unser Programm ist eine Alternative zur gesetzlichen Vorschrift. Wir wollen zeigen, dass es wichtig ist die Einstellungen der Leute zu ändern, um mehr Frauen in diese Positionen zu bekommen", sagt Nina Solli, die bei NHO für Gleichstellung zuständig ist.
- Datum 25.03.2008 - 13:35 Uhr
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Wenn ich den Artikel mal zusammenfassen darf.
Der norwegische Ministerpräsiden setzt eine Frauenquote durch, weil "Vielfalt wichtig ist" und er mehr Frauen in Führungspositionnen will, um die Unternehmen zu stärken. Als ob die Unternhemn das nicht besser wüssten.
Dann stellt man fest, daß es gar nicht genug Frauen mit entsprechender Qualifikation gibt.
Die durchgeführten Qualifizierungsmassnahmen bestehen darin, sie zu lehren eine Bilanz zu lesen. Für Aufsichtsräte! Mit dem Ergebnis, daß es ein offenes Geheimnis ist daß die Quotenfrauen im wesentlichen nur Dekoration sind.
Und zum Abschluss stellt der Artikel fest, die Quote habe die Unternehmen gestärkt.
Das ist Realsatire pur.
Hmm... also laut dem Artikel war die Idee mit der Quote für den Aufsichtsrat ein ziemlicher Schuß in den Ofen. Das wird auch ganz gut belegt und dargestellt.Wie kommt es dann zu der vollkommen absurden Gesundbeter-"Schlußfolgerung", das Gesetz habe der Gleichstellung genutzt und auch für die Wirtschaft etwas gutes?Für WEN glauben die Redakteure bei der Zeit eigentlich solchen durchschaubaren Unsinn schreiben zu müssen? Für den Zeitgeist? Für die pro-feministischen LeserInnen, die man nicht mit der Realität konfrontieren darf, weil sie sonst nicht mehr so brav diese Zeitung kaufen?Die Zeit firmiert bei mir schon seit langer, langer Zeit unter "un-abonnierbar". Bald haben Sie es in die Kategorie "unlesbar" geschafft...
Selten so gelacht. Alle geben zu, daß es nicht genügend qualifiziertes weibliches Personal dafür gibt, und der Autor kommt zu dem Schluß, daß es viele qualifizierte Frauen dafür gibt. In seinem aktuellen Blog "Genderama" nennt der Autor Arne Hoffmann dies völlig zurecht "Deppenjournalismus".http://genderama.blogspot...
Eine beliebte feministische Sportart ist das "Rosinenpicking", wie dieser Artikel wieder einmal zeigt. Die norwegische Regierung richtet ihre Anstrengungen darauf, dass möglichst viele Frauen in Positionen gehievt werden, derer es wenig Anstrengung, wenig Arbeit und keiner sonstigen übergroßen Beschwerlichkeiten bedarf, bei denen jedoch viel Geld, Macht, gesellschaftlicher Einfluss, zudem einiges an Prestige und Renommee winken. Die Aufsichtsratsposten sind auf diese Anforderungen wie zugeschnitten. Und sie dienen perfekt dem, was Feministinnen unter "Gleichberechtigung" verstehen.Nehmen wir mal eine norwegische Ölfirma zur Veranschaulichung: Während die Damen ihre zarten Glieder in bequemen Sesseln platzieren, die ihrerseits in wohlklimatisierten Räumen stehen, arbeiten draußen in der Nordsee auf sturmumtosten Ölplattformen ihre Kollegen, um - oft unter Lebensgefahr und enormem körperlichem Einsatz - das Geld zu verdienen, von dem die Firma lebt. Wenn mal wieder eine dieser Plattformen explodiert oder in Brand gerät und dabei mal wieder ein paar Hundert (männliche) Arbeitskräfte ihr Leben verlieren - nun ja, es sind ja nur Männer, und für die geht es bloß um Leben und Tod. In den Aufsichtsräten geht es hingegen um viel Wichtigeres, es geht um Frauen. Und um Gleichstellung. Zynisch? Nein, nicht ich bin zynisch, sondern die Medien, die diese Gewichtung vornehmen."Mehr als 500 Frauen ... haben in den Kursen neben
ihrem Job norwegisches Aktienrecht gepaukt, Bilanzen lesen gelernt und
auch so genannte soft skills trainiert."Warum das denn?? Frauen haben doch schon von Natur aus eine turmhohe Überlegenheit in allen "soft skills" (zumindest, wenn man unserer feministischen Regenbogenpresse Glauben schenkt). Warum sie darin dann trotzdem noch weiter trainieren?"Mit dem Gesetz wird man auf den ersten Blick das erwünschte Ergebnis
erreichen. Aber das eigentliche Problem ist, dass es derzeit für viele
nicht genügend qualifizierte Frauen gibt. An der Börse sind viele
IT-Firmen gelistet. Der Anteil von Studentinnen in diesen Fächern aber
ist sehr niedrig", zitieren Sie Bente Landsnes, eine Frau, die ohne Quote an die Spitze der Börse gelangt ist. Läuft das dann darauf hinaus, dass solche IT-Firmen die Aufsichtsräte mit Pappkameradinnen und Frühstücksdirektorinnen bestücken, um nur ja auf die 40-Prozent-Quote zu kommen? Sie haben im Grunde keine andere Wahl, denn sonst verlieren sie bekanntlich die Börsenzulassung. Nur: welche Folgen hat das für das Renommee dieser Firmen, dieser Aufsichtsräte, dieser Frauen? Wie immer in solchen Fällen staatlich diktierter Beglückungszwänge und selig machender Minderheitenförderung besteht die Gefahr, dass die beschlossenen Maßnahmen eher kontraproduktiv wirken. Norwegische Aufsichtsratsmitglieder weiblichen Geschlechts dürften fortan im zweifelhaften Ruf stehen, ihren Posten einzig und allein dem richtigen Geschlecht zu verdanken, nicht Kompetenz, Leistung und Erfahrung. Dummerweise oft genug auch dann, wenn sie letztere Eigenschaften tatsächlich aufweisen. Was passiert, wenn eine solche Frau aus dem Aufsichtsrat ausscheidet und auf dem Arbeitsmarkt eine lukrative Stelle sucht? Wird sich der Makel der Quotenfrau negativ bemerkbar machen? Nun ja, dann hätte die ZEIT wenigstens mal wieder Grund, über Diskriminierungen von Frauen im Beruf zu klagen...Vielleicht ist das - und noch viel mehr - damit gemeint, wenn die zitierten Wissenschaftler davor warnen, durch das Gesetz komme es zu indirekten Kosten in Form der Zerstörung von Werten. Aber ist ja nicht schlimm, wenn ein paar Werte (materiell und ideell) drauf gehen. Wichtig ist das Resümee: Das Gesetz nutzt der Gleichstellung der Frauen. Und das ist ja bekanntlich weit mehr wert als alles, was dabei vor die Hunde geht.
Es ist unglaublich. Läuft irgend etwas unter dem Stichwort Frauenförderung, setzt jede Kritikfähigkeit einfach aus.Da werden also hunderte von Frauen in einer Art von Volkshochschulkursen für hochdotierte Aufsichtsratsposten fit gemacht, lernen u.a. Bilanzen lesen-wird ja auch Zeit, kann man da nur sagen-um eine 40 % - Quote zu erfüllen in Firmen mit z.T.gerade einmal 10 % weiblicher Beschäftigten und der Autor verkauft das als Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit.Wieviel einseitige Frauenbevorzugung darf sich die Politik denn noch erlauben, bevor in vorgeblich kritischen Redaktionen das ideologiefreie Denken wieder einsetzt?Wie motivierend muß diese Form von Seiteneinsteigertum auf männliche Beschäftigte der Firmen wirken?Wann endlich begreift die Öffentlichkeit, begreifen vor allem Männer, daß die Ideologie des Feminismus nicht die Lebensverhältnisse aller verbessert, wie einst versprochen, sondern zu einer reinen Frauenförderpolitik geführt hat, fernab jeder Vernunft und Gerechtigkeit.Die dreiste Einseitigkeit dieser Ideologie wird solange blühen, solange es wichtiger ist, dem Zeitgeist zu huldigen als Aufklärung zu betreiben. Dieser Artikel ist ein weiteres Beispiel für den Niedergang einer großen Tradition.
daß wir in deutschen Aufsichtsräten auch solche Topfpflanzen sitzen haben.Es sind unsere Bundestags-/Landtagsabgeordneten, deren Aufgabe in diesen Gremien mangels Qualifikation nicht die Aufsicht ist, sondern die als Türöffner und Frühwarnsysteme fungieren sollen.Ansonsten: Was ist bloß aus den Wikingern geworden?
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