Deutschland/Israel "So eine Freundschaft brauche ich nicht"Seite 5/5

ZEIT Online: Sie sind also optimistisch?

Beilin: Ein Optimist ist ein Idiot, der glaubt, alles was passiert, wird automatisch gut sein. Ich bin ein pessimistischer Mensch, denn ich denke dass wir kurz vor einem Disaster stehen. Mein Optimisms beschränkt sich darauf, dass ich glaube, dass es möglich ist, etwas gegen dieses Disaster zu tun.

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ZEIT Online: Dennoch sind die optimistisch, dass Frieden möglich ist?

Beilin: Diejenigen die glauben, Frieden ware unmöglich sind tatsächlich jene, die glauben, dass Israel zum Scheitern verurteilt ist, dass die Juden ihren eigenen Staat zugrunden richten und dass sie niemals das Recht haben werden, in Frieden zu leben. Das ist so etwas wie eine selbstverschuldete Strafe. Israel ist derzeit der gefährlichste Ort für Juden. Warum sollten wir uns so etwas Verrücktem unterwerfen? Kann man seinen Kindern und Enkelkindern wirklich sagen, dass sie in Israel bleiben und die Terroristen bekämpfen müssen – sie aber niemals in Frieden leben werden? Sollen wir denn für immer Opfer sein? Das ist unvorstellbar für mich. Ich möchte nicht, dass meine Kinder oder Enkel Israel verlassen. Und daher ist es meine und die Pflicht meiner Generation alles zu tun, um in Frieden und Sicherheit zu leben.

Die Fragen stellte Wiebke Eden-Fleig

 
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