Finanzmarkt Heftige Börsenschmerzen
Die Krise der Finanzmärkte eskaliert weiter: Nun muss die US-Zentralbank schon eine einzelne Bank retten. Gleichzeitig senkt sie wieder die Zinsen. Wie schlimm kann es noch werden?
Das Unangenehmste, was einem mit seinen Zähnen passieren kann, ist eine Wurzelentzündung. Am Anfang tut es nur ein bisschen weh, also geht man nicht zum Zahnarzt. Häufig lassen die Beschwerden dann sogar nach. Aber irgendwann kommt der Schmerz zurück, und dann mit voller Wucht. Wenn man dann endlich zum Zahnarzt geht, passiert erst einmal wenig: Es gibt nur ein entzündungshemmendes Mittel und die hübsche Auskunft: Damit überstehen Sie die nächsten Tage, erst muss die Entzündung zurückgehen. Hoffen wir mal, dass wir den Zahn noch retten können.
Was das mit dem Finanzsystem zu tun hat? Da hat sich auch die Wurzel entzündet. Die ersten Schmerzen kamen im Sommer mit der Hypothekenkrise. Dann gerieten Geldmarktfonds in Schwierigkeiten. Doch die Not legte sich wieder. Bis vergangene Woche. Jetzt ist die Krise abermals mit voller Wucht hervorgebrochen.
Doktor Ben Bernanke (der Chef der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve) verabreicht seither schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel in Form eines neuen Liquiditätsprogramms, das er zusammen mit den "Ärzten" der anderen großen Notenbanken verkündete. Die Banken können nun risikobehaftete Papiere, die sie wegen der Marktturbulenzen nicht oder nur mit großen Abschlägen auf den Märkten verkaufen können, an die Fed weitergeben. Sie erhalten im Gegenzug Staatsanleihen, die sie wiederum als Sicherheiten nutzen können, um sich anderenorts Geld zu leihen. Zugleich reduzierte die Fed am Montag den Diskontzinssatz um 25 Basispunkte auf 3,25 Prozent.
Dieses Programm wurde am vergangenen Dienstag bekannt gegeben, wirkt aber erst von Ende März an. So lange wollten die Zentralbanken aber nicht mit der Bekanntgabe warten. Ihre Hoffnung: Vielleicht würde die frühe Veröffentlichung der Pläne ja bewirken, dass die Turbulenzen zwischenzeitlich nachlassen. Dann hätte man sich an die Behandlung der Ursache heranwagen können.
Doch offensichtlich ist die Entzündung viel weiter fortgeschritten. Schon nach zwei Tagen stand der Patient wieder vor der Praxistür. Am Freitag gab die Fed bekannt, dass sie Bear Stearns, immerhin die fünftgrößte Bank der USA, gemeinsam mit dem Geldhaus JP Morgan massiv unter die Arme greifen muss. Deren Liquiditätssituation habe sich innerhalb von 24 Stunden so stark verschlechtert, dass ein unverzügliches Handeln notwendig gewesen sei.
- Datum 17.03.2008 - 02:06 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Ganz Berlin huellt sich in Schweigen. Die ganzen sogenannten Politikgroessen sind verstummt. Oder habe ich da einen falschen Eindruck?
Die letzten Regierungschefs mit oekonomischen Sachverstand hiessen Ludwig Erhard und Helmut Schmidt. Seither war nichts mehr.
Wo bleibt Frau Merkels Statement?
Hahaha...Höllische Grüße!
Es ist erst ein paar Tage her,da warnte die Elite der Wirtschaftsexperten in einem Brandbrief an Berlin vor den fatalen Folgen eines Mindestlohnes für die deutsche Wirtschaft mit dem Tenor,daß bei einer Einführung katastrophale Folge zu befürchten seien. ( fasst schon eine Erprssung, wenn Ihr nicht macht was wir wollen, dann ...... )Wo sind eigentlich jetzt diese Leute ? Sie müßten doch genau wissen wie man die Krise, natürlich ohne jedliches Eingreifen des Staates, problemlos lösen kann.gruss georg
Der Dow ist im Moment wieder im Plus.
Der Dax, eigentlich ein marderähnliches Raubtier, scheint mir eher ein Hasenfuß zu sein und liegt noch mit 2.7 % minus schlaff im Bau.
In den USA will man angesichts der Morgen zu erwartenden drastischen Zinssenkung der Leitzinsen durch die FED wohl nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden.
Wer rettet uns vor der internationalen Finanzkrise?
Gerade lief die Nachricht über den Ticker: Helge Schneider löst Bernanke zum 1. Mail als Chef der amerikanischen Zentralbank ab.
Das Foto zeigt weder die Federal Reserve Bank, die der Artikel auch noch unrichtig US-Notenbank tituliert (und die sich übrigens in Washington befindet), noch die Wall Street (wie die Unterschrift besagt), sondern vielmehr die Seitenfassade der New Yorker Börse in der Broad Street.
Die Wall Street ist eine enge Gasse gleich um die Ecke hinter der einstigen Stadtmauer -- daher der Name.
[Entfernt wegen mehrfachem Posten./ Die Redaktion; ew]
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