Tibet Bis zu Ende kämpfenSeite 2/2
Dennoch sind die Möglichkeiten der Exiltibeter begrenzt. „Es gibt kaum Kommunikationsmöglichkeiten nach Tibet, die Telefone, das Internet, alles ist abgeschaltet“, sagt Kunchok Yangpel. „Es ist deshalb lächerlich, wenn die chinesische Regierung behauptet, die Proteste in Tibet seien vom Dalai Lama gesteuert. Diese Bewegung hat kein Zentrum und keinen Führer, die Leute sind auf sich allein gestellt.“ Das sieht auch Tarini Mahta so: „In gewisser Weise müssen die Tibeter ihren Kampf allein kämpfen, es gibt praktisch einen völligen Informations-Blackout.“
Die Unterstützergruppen versuchen deshalb von Indien aus, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Druck auf die politischen Akteure im Ausland auszuüben. Am gestrigen Montag demonstrierten Hunderte von Tibetern vor dem Büro der Vereinten Nationen (UN) in Delhi. Auch indische Gruppierungen haben sich dem Protest angeschlossen, wie die „Friends of Tibet“, das „All Indian Parliamentary Forum for Tibet“ und die „Core Group for Tibetan Cause“. Sie verurteilten auf einer Pressekonferenz die indische Beschwichtigungspolitik gegenüber China. „Die größte Gefahr ist jetzt, dass die indische Regierung dem Druck Beijings nachgibt und die Grenze zumacht. Das könnte zu einer Tragödie werden. Wenn die chinesische Regierung weiter so brutal gegen Demonstranten vorgeht, werden viele Tibeter nach Indien fliehen“, warnt Tarini Mahta.
40 indische Parlamentsabgeordnete haben ihre Solidarität mit den Tibetern zum Ausdruck gebracht und Premierminister Manmohan Singh in einem Brief aufgefordert, die Probleme „im Dialog mit dem Dalai Lama“ zu lösen. Das geistige und religiöse Oberhaupt der Tibeter lebt seit seiner Flucht aus Lhasa 1959 im nordindischen Exil in Dharamsala. „Seit 50 Jahren ist Indien Heimat für tibetische Flüchtlinge. Die Regierung muss einschreiten und die chinesischen Repressionen stoppen“, forderte Kiren Rijiju, Abgeordneter im indischen Unterhaus, der Lok Sabha.
Wenn diese Bemühungen erfolglos bleiben sollten, muss Beijing sich auf unruhige Olympische Spiele einstellen. „Dies ist unser Kampf, und wir müssen ihn kämpfen dürfen“, sagt Rin Chin Norzong von der „Tibetan Women’s Organisation“ – eine der Demonstrantinnen am Jantar Mantar, die täglich zur Mahnwache mit Kerzen kommt. „China hat uns so lange unterdrückt, und nur eine Revolution kann sie stoppen. Wir sind bereit, bis zum Ende zu kämpfen!“
- Datum 01.04.2008 - 05:38 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 6
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





'Seit die chinesische Regierung vergangene Woche brutal gegen Demonstranten in der tibetischen Hauptstadt Lhasa vorging' steht oben ohne Anführungszeichen.-Wie inzwischen immer klarer wird, ist diese Behauptung ein Propagandamärchen. http://kommentare.zeit.de/user/martin142/beitrag/2008/03/18/supergau-der-deutschen-medien#comment-117834-In Wirklichkeit war es umgekehrt. Die Chinesen versuchten es erstmals besser zu machen, haben nicht auf Demonstranten geschossen. Die Demonstranten aber haben sich in einen Gewaltexzess hineingesteigert, bei dem Menschen starben.http://www.stern.de/polit...-Lang aufgestaute, berechtigte Wut macht sich Luft in grenzenlosem Hass. Es wächst eine Protestgeneration heran, die auszuarten scheint in extremistische Gewalt, und mit ihren Aktionen jede Chance auf Verbesserung für Tibet zu zerstören droht.-Der Dalai Lama hat das sehr richtig erkannt und versucht mit aller Kraft gegenzusteuern: http://www.zeit.de/online...-Ich hoffe, dass ihm das gelingt. Behalten alle Seiten Augenmaß, dann hat Tibet angesichts von Olympia vielleicht gute Chancen auf Verbesserung.-Martin Berger
.http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7302654.stm.1. Dalai Lama said:."Violence is against human nature,""We should not develop anti-Chinese feelings. We must live together side by side.""If you want to start investigating from here you are most welcome. Check our various offices.".I totally agree..2. Mr Wen Jiabo said the Dalai Lama's claim of "cultural genocide" in Tibet was "nothing but lies"..I also agree. Dalai Lama isn't always right..3. The Dalai Lama has called for an end to violent protests in Tibet,
denying claims by China that he was responsible for the unrest..I believe he is innocent of the unrest..
@2 danke Guinnungagap - ich versuche mal zu übersetzen:-1. Der Dalai Lama sagt:"Gewalt widerspricht der Natur des Menschen", "Wir sollten keine Anti-Chinesischen Gefühle entwickeln, denn wir müssen Seite an Seite zusammen leben."An China: "Wenn Sie sich vergewissern wollen, ob meine Absichten friedlich sind, dann sind Sie herzlich eingeladen in meinen Büros eine Untersuchung durchzuführen, ob es irgendwelche Belege für unfriedliche Aktivitäten gibt."...3.Der Dalai Lama hat seine Landsleute aufgerufen, gewalttätige Proteste in Tibet zu beenden,und weist darauf hin, dass er solche Proteste nie befürwortet hat und (mangels Einflussmöglichkeit) auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann.------Beim Punkt 'Cultural Genozide' = 'Kultureller Völkermord' geht es offenbar darum, dass die Tibeter sich teilweise einer derart starken Überfremdung ausgesetzt sehen, dass sie sich teilweise als Fremde im eigenen Land fühlen. Hierbei geht es natürlich nicht um 'Mord' im Wortsinn, sondern um das 'wieviel' des Fremdeinflusses. Da viele Chinesen nur durch 4x höheres Gehalt dazu bewegt werden können, in dem Hochland Tibet zu arbeiten, sollten aber bei Autonomieverhandlungen Kompromisse in dieser Frage möglich sein.
Gewalt erzeugt eigentlich Gegengewalt, aber wie man im Falle der Palaestinenser sieht bekommen Sebstmordattentaeter mehr Unterstuetzung als friedliche Demonstranten. Anmerkungen zu 2@ : Wenn das so waere wieso werden dann alle auslaendischen Journalisten ausgewiesen und eine Zensur der Nachrichten verhaengt. Dies bestaetigen selbst die chinesischen Nachrichten. Nur wer was zu verbergen hat handelt im Geheimen und Verdeckten. Es ist gut das ihr nun handelt Tibeter und auch wenn die Welt versucht wegzuschauen, einige tuen es nicht und auf die kommt es an. In diesem Jahrhundert wird China fallen, ob mit Blut in der Welt oder ohne. Die Anhaenger der linientreuen Kommunisten werden fuer ihren Verat an den Menschen teuer bezahlen. Auch wenn viele Atheisten sind und nicht an etwas danach glauben heisst das noch lange nicht dass sie Recht haben. Die Opfer warten immer auf ihre Moerder und sterben muesst ihr alle irgendwann. Wir warten auf euch.
@Taiwanese (oder besser Du falscher Taiwanese?)irgendwie klingst Du so, als würdest Du Mord und Terror gutheissen?Etwas präzisierter: Findest Du Terroranschläge gegen Zivilisten gut? ...zumindest sinnvoll und begründet...Rufst Du dazu auf, dass Chinesen (tibetische Minderheit) andere Chinesen mit Terroranschlägen ermorden?
Gewaltlosigkeit erreicht immer etwas, vielleicht ist es so leicht nicht erkennbar. Bist du Buddhist? Dann weißt du doch, dass Gewalt schlimmes Karma erzeugt, auch in diesem Leben. Also verschlechtern sich die Verhältnisse dadurch rapide. Außerdem legt man dem Gegner dadurch jedes Argument in die Hand. Wirf einen Stein, und dein Feind fängt zu lächeln an.@Martin142:Da du ja 142 Hände besitzt, um zu tippen, bist du vielleicht eine Inkarnation des Tausendarmigen Chenrezig, eine Form von Kuanyin?Guckst Du hier:http://www.tibet-hamburg....Alles Fakten, die vor ca. 20 Jahren von AI gesammelt wurden. Und in der Zwischenzeit hat sich kaum etwas verändert!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren