Tibet
Zensierte Hoffnung
Über das Internet versuchen die Tibeter auf die Unterdrückung durch China aufmerksam zu machen. Dort aber zensiert man die Webseiten des Widerstands
Wer in China die populäre Videoplattform YouTube aufrufen will, erhält eine Fehlermeldung – die Seite ist seit Montag nicht mehr erreichbar. Grund dafür sind offenbar Bilder von den Protesten in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Neben Berichten der westlichen Nachrichtensender CNN und BBC, die in China ebenso blockiert werden, stehen auf den YouTube-Seiten auch Augenzeugenvideos der Unruhen.
Was dort zu sehen ist, kann den chinesischen Behörden nicht gefallen: Einer der Filme zeigt etwa die Versammlung von 4000 Demonstranten vor dem historischen Kloster Labrang . Die Demonstranten wissen selbst, dass ihnen solche Videos gefährlich werden können. Man sieht die Masse nur von hinten – fängt die Kamera doch ein Gesicht ein, wird es im YouTube-Film von einem schwarzen Balken abgedeckt. So soll den chinesischen Behörden erschwert werden, die Demonstranten zu identifizieren.
Die Tibeter nutzen nicht nur YouTube, um auf ihre Proteste aufmerksam zu machen. So finden sich auf der tibetischen Seite Phayul.com nicht nur Videos aus Lhasa, gezeigt werden hier auch die den tibetischen Unruhen folgenden Proteste auf der ganzen Welt. Zu sehen ist zum Beispiel der Versuch, das chinesische Konsulat in München zu erstürmen.
Die öffentliche Meinungsmache der chinesischen Regierung gegen die unbequemen Tibeter findet seine Fortsetzung im Internet. So berichtet die Organisation "Reporter ohne Grenzen", dass auf chinesischen Videoseiten durchaus Filme von den Vorfällen in Lhasa zu finden sind. Doch anders als die Proteste in Lhasa sind sie nicht anti-chinesisch, sondern anti-tibetisch: Gezeigt werden ausschließlich Angriffe auf chinesische Geschäfte, oft begleitet von Kommentaren gegen die "separatistischen Tibeter". Solche Videos lässt die Zensur unangetastet.
- Datum 1.4.2008 - 05:02 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Nun ist ja die Zensur und das Kappen von Internetzugängen in China nichts neues. Es wurde wohl auch von niemandem ernsthaft gehofft, daß es dieses mal anders ein würde.Wie hier versucht wird, zu manipulieren erlebt man selbst hier bei den plötzlich in Scharen registrierten Neu-Usern mit teils seltsam wirkenden Kommentaren.Offensichtlich wird jeder Kanal genutzt, um irgendwie China vor den Spielen doch noch als sauberes Bild zu verkaufen.
.Human rights problem. It's also the chief basis of resolving the Tibet problem.Without it, nothing will really change..
Gestern hat der Spiegel diesen Blödsinn in die Welt geschickt: Tibet-Krise - China blockiert YouTube und heute schreibt die Zeit diesen Unfung offenbar ungeprüft ab. Ja, es ist richtig, Youtube ist in China geblockt! Aber das bereits seit Ende 2007! Darüber hatte der Spiegel in der Rubrik "Netzwelt" letztes Jahr bereits berichtet. Aber die schämen sich sowieso für nichts.Ich war übrigens im Februar 3 Wochen in China, und was meinen Sie? Eben, kein Youtube! Youtube ist schon eine ganze Weile gesperrt und nicht erst seit Montag wegen Tibet. Immer nochmal eines draufsetzen, schämt Euch!Das ist zwar bitter, dass China Youtube sperrt, aber es ist auch bitter mitanzusehen auf welchem Niveau heute deutsche Journalisten arbeiten. Gerade von der Zeit habe ich aber eine sehr hohe Meinung! Also schreibt gefälligst nicht den Blödsinn ab, den die beim Spiegel verzapfen. Der Spiegel ist mittlerweile verkommen zur Bildzeitung für Leute die mehr als 2-3 zusammenhängende Sätze lesen können. Deshalb sollte die Zeit da nicht blind hinterherlaufen.
Wieso gibt es keine Äußerungen seitens der Kirchen zu dem Vorgehen der Chinesen in Tibet. Sie Verkünden diese Woche die Ermordung und die Auferstehung ihres Religionsgründers Jesus Christus. Heute kann die Kirche live Verfolgen wie Religionsanhänger gefolter und getötet werden, nun es sind keine Christen es sind Buddhisten, wenn sie die Kirchen so oft betonen alle Weltreligionen sind miteinander in guter Kommunikation und der Respekt vor einander ist eines der wichtigsten Grundsätze,dann steht dazu und Protestiert gegen die Zerstörung einer friedlichen Religionsgemeinschaft in Tibet. Geht entlich an die Öffentlichkeit und bringt das Gewicht das ihr in der Welt habt ein.
Oder wo ist nochmal der Unterschied, wenn unliebsame Meinungen in der freiesten aller Wochenzeitungen im freiesten aller Staaten zensiert werden...?
Telefonnetze abschaltet, ausländische Reporter nicht zulässt, der hat was zu verbergen.
Die VRChina ist ein von einer pseudokommunistischen Funktionärsclique geleitetes Land, das Tibet besetzt hält, kolonialisiert, mit Han-Chinesen besiedelt und überfremdet und massiv unterdrückt. Das ist einfach die Realität.
"Business as usual" bei verschiedenem chinesischen, recht unkoordinierten staatlichen Handeln gegenüber verschiedenster Arten von unliebsamen Veröffentlichungen.Nun werden in unserer freien Presse punktuell Ereignisse herausgeschrieben, die verstreut einen Teil eines ganzen Kontinents betreffen.Es werden auch "Business as usual" ohne grosse Kenntnisse munter absichtlich Falschinformationen über China in die Welt gesetzt, legitimiert durch die einfach Erkenntnis, was mir nicht gefällt will ich auch nicht...Falschinformationen, geprägt durch überhebliche Arroganz, Wunschdenken und tief verinnerlichten Glauben an die eigene Unfehlbarkeit des Schreibenden.
nun muss etwas geschrieben werden...Chef: "in 5 Minuten ist der neue China Artikel fertich"Schreiber: "Ja Cheffe" ich fliege schon...fätichund es wird also irgendwas geschieben. Also wird sich irgendeine deutsche Halbwahrheit aus den Fingern gesaugt, die das begeisterte Publikum auch willig liest und erfreut.
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