Geldanlage Nur keine PanikSeite 4/4
Im Durchschnitt, rechnet Ökonom Weber, machten die Deutschen in der Vergangenheit auf diese Weise pro Jahr eine Rendite von rund acht Prozent. Alles andere sind seiner Meinung nach Schwankungen, die man aussitzen sollte, und die – glaubt man dem Professor – sogar notwenig sind.
Weber sagt: "Es kann nicht immer nur bergauf gehen."
Selbst wenn diese Krise gewaltiger ist, als alle anderen vor ihr, wird sie vorübergehen – und die Kurse werden wieder anziehen. Wer sich dessen bewusst ist, kann sich also entspannen, statt hektisch sein Portfolio zu verändern.
5. Wenn das Geld wirklich gebraucht wird, ist die Krise womöglich schon vorbei
"Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren“, schrieb der ungarische Börsenguru André Kostolany in seinem Buch
Die Kunst, über Geld nachzudenken
. Ergo: Wirklich spekulieren - also auf kurzfristige Gewinne setzen - sollte ohnehin nur der, der Geld zu viel hat. Solche Anleger bezahlen die Wette auf hohe Renditen mit einem ebenso hohen Risiko - müssen also mit Abstürzen rechnen.
Die meisten Menschen legen nach Ansicht von Weber allerdings Geld an, weil sie für etwas sparen, etwa für die Altersvorsorge, die Bildung der eigenen Kinder oder ein Haus. Wer aber sein Investment langfristig plant, kann warten, seine Strategie ist unabhängig von kurzfristigen Schwankungen der Kurse. Denn auf den Ertrag kommt es erst in einigen Jahren an - wenn die Krise hoffentlich längst vorbei sein dürfte.
- Datum 20.03.2008 - 02:31 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Immerhin ist der Artikel differenzierter als mancher vorhergehende Börsenartikel in der ZEIT.Eine Korrektur muss trotzdem angebracht werden, da in der Börsensprache haufenweise Bullshit produziert wird. Eine "Spekulation" ist nicht nur eine besonders kurzfristige Anlage, sondern JEDE Anlage die ihren Gewinn in erster Linie aus der Wertsteigerung über einen Zeitraum bezieht, egal wie lang dieser ist. Das ergibt sich schon aus der Definition:"Ziel einer jeden wirtschaftlichen Spekulation ist es, einen finanziellen Vorteil durch die künftige Realisierung einer erwarteten Markteinschätzung zu erzielen. Das finanzielle Ergebnis einer jeden Spekulation besteht dabei stets in der Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis eines Marktgegenstandes, bereinigt um Kosten des Handels"QuelleEs ist daher falsch mit Euphemismen wie "Investition" zu arbeiten, die der langfristigen Spekulation lediglich einen seriöseren und irgendwie nützlichen Anstrich geben soll.Im Übrigen kenne ich mehrere Leute, die langfristig mit Fonds spekuliert haben und Dank eines hohen Einstiegspreises seit Jahren im Minus sind. Auch kann niemand ausschliessen, dass der DAX nicht wieder unter 4000 Punkte fällt, dies ist sogar wahrscheinlich, falls sich die gegenwärtige wirtschaftliche Lage weiter verschärft und andauert. Also liebe Börsenfrischlinge (so welche unter uns weilen) auf KEINEN FALL jetzt kaufen. Wartet ab bis der Kurs einen Boden gebildet hat und zwar mehrere Monate lang und die Krise abgeklungen ist, dann LANGSAM einsteigen. Das kann gut noch 1-2 Jahre dauern, bis dahin ist euer Geld auf einem Zinskonto besser aufgehoben!
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