Kollegen

Vom Bummeln im Büro

© Erika Hollenbach für ZEIT online

Harmloser Tagedieb oder böswilliger Saboteur - welche Faulenzer-Typen gibt es? Eine Text-Bild-Galerie über Bummler im Büro und ihre Strategien. Der Mensch, mit dem Sie Ihr Büro teilen, heißt zwar nicht Stromberg, verhält sich aber wie der nervige Papiertiger aus dem Fernsehen? Dann haben Sie einen „missliebigen Abstauber“ als Kollegen. Ihre Abteilung könnte viel effektiver arbeiten, wenn nur der Dienstälteste ein bisschen flexibler wäre? Dann hält sie wohl ein „phlegmatischer Bremser“ auf. Die Arbeitsforscher Michael Busch und Dietrich von der Oelsnitz von der TU Braunschweig haben acht Typen von Arbeitsfaulenzern klassifiziert, von harmlos und unscheinbar bis vorsätzlich und äußerst böswillig.
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 31.03.2008 um 11:38 Uhr

    Die geschilderten Typen gibt es sicher. Allerdings ist es kaum möglich eine vernünftige Abgrenzung hinzukriegen, denn das Urteil liegt im Auge des Betrachters!
    Denn den geschilderten "Faulenzern" stehen die Wichtigtuer und Workoholiks, die Schlagzahlmesser ohne Ergebnismessung mit ihrer maßlosen Selbstüberschätzung gegenüber.
    Was bleibt ist die Gefahr den scheelen Blick auf den Anderen zu richten, statt auf die Ergebnisse, vornehmlich die Eigenen. 
    Letztlich aber ist das Arbeitsverhalten sekundär wenn das Ergebnis stimmt. Der Verlust an Fähigkeit andere "Jecken" (wie der Rheinländer sagt) zu dulden ist jedenfalls weitaus dramatischer als die Ausfälle von "Faulenzern".
     
    Berthold Grabe 

    • Jengre
    • 04.04.2008 um 17:14 Uhr

    Nur zwischen den Zeilen kann man da herauslesen, was bekanntermaßen der betriebswirtschaftliche Sinn von Teamarbeit ist: Man gibt drei Mitarbeitern die Arbeit, die sonst fünf erledigt hätten, und sorgt so dafür, daß das "Team" jedes Mitglied abstraft, das nicht genug Arbeitsleistung dafür "einbringt". So spart man eine Führungskraft. Die "Arbeitsforscher" scheinen ihre Aufgabe nur darin zu sehen, diesen Versuch, maximale Arbeitsleistung aus einer Belegschaft herauszuholen, durch ein Hexenjägerhandbuch zu befördern, und der Artikel gibt das unreflektiert weiter. Dabei handelt der Faulenzer auch nur ökonomisch, indem er so wenig wie möglich wie sein Gehalt tut, um dieses relativ gesehen aufzuwerten. Teamarbeit ist die Gegenstrategie auf dem Rücken anderer Mitarbeiter. Individuelle Zielvereinbarungen sind da wenigstens ehrlich und transparent.

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