Finanzkrise
Der große Riss
Noch ist die Finanzkrise nicht vorüber. Doch schon jetzt zeichnen sich Gewinner und Verlierer ab. Ein Streifzug.
Die Mitarbeiter von Bear Stearns hatten schnell begriffen, welches Spiel gespielt wird. Kaum hatte die
die Runde gemacht, klebte ein Banker einen Zwei-Dollar-Schein an die Scheiben der Eingangstür des Banktowers in Manhattan. Das war der Betrag pro Aktie, den das Institut gemessen an dem Übernahmegebot von J.P. Morgan an diesem 17. März noch wert war. Noch anderthalb Jahre zuvor hatte die Aktie bei mehr als 200 Dollar notiert. Binnen weniger Wochen war das Papier um mehr als 80 Prozent abgestürzt.
Der Zwei-Dollar-Schein ist ein Symbol für die Krise, die das Herz der Wall Street erreicht hat. Rund 200 Milliarden Dollar mussten die Institute seit dem Beginn der Turbulenzen abschreiben. Einige Banken stehen kurz vor dem Kollaps. Doch es gibt auch Profiteure. Wir stellen die Gewinner und Verlierer der Krise vor.
- Datum 28.03.2008 - 02:37 Uhr
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Diese zynische Sitte der Einteilung der Menschheit in "Gewinner" und "Verlierer" fing ungefähr zur selben Zeit an wie diese ganze bescheuerte Umorientierung der Ökonomie von der Produktion wirklicher Dinge zur Verschiebung von Kapital mittels erphantasierter, virtueller 'Finanzprodukte'. Insofern ist die hier zur Schau gestellte Sprache Symptom der Krise - und nicht etwa ein analytisches Instrument, sie adäquat zu beschreiben. Ich erinnere mich noch genau, wie es angefangen hat. Das Boulevardblatt mit den vier großen Lettern brachte irgendwann in den Achtzigern eine tägliche Rubrik "Gewinner/Verlierer". Schade, dass eine seriöse Zeitung wie die Zeit diesen Ungeist so willig aufgreift.
Ich bin nach langer beruflicher Lebensleistung und nach langer Erkrankung kein Gewinner dieser unappetitlichen Spekulantenwelt - ein Beispiel gefällig ? Soeben wurde mir auf meine Rückfrage hin mitgeteilt, daß Renten erst nachträglich - somit am Ende eines Monats - zur Auszahlung kommen. Auf meine Frage hin: Was machen dann die, die keinerlei Ersparnis haben und dennoch beim Wechsel in die Rente leben müssen ? Man könne ja ein Darlehen beim Sozialamt beantragen, das man dann zurückzahlen könne. Daß der Staat mit dieser Gesetzesänderung vor ca. 1-2 Jahren Zinsen einspart, ist die eine Seite der Medallie. Die andere Seite ist, daß man im statistischen Schnitt darauf hofft, daß Rentner doch hoffentlich bald mal ableben, so daß man sich in der Nachreichung solcher mtl. Zahlungen enorme Summen erspart. Schlichtweg, ich bitte die Redaktion um Nachsicht, eine Dreckswelt, von Schmarotzern und Spekulanten durchsetzt, ganz zum Nachteil breiter Bevölkerungsschichten, die sich ein Leben lang angestrengt haben. Im übrigen sollten alle Rentner dieser Nation die Korken knallen lassen, wenn man statt 0,46 % Rentenerhöhung 1,1 % erhält. Schlichtweg eine Gaunerwelt !
Sie haben mir aus der Seele gesprochen ! Ca. 90 % des täglich um die Welt vagabundierenden Kapitals, sagt man, sei nicht mehr produktions-, bzw. dienstleistungs-bezogen, also reines Spekulantengeld. Es wird Zeit, daß man diese internationalen Spielcasinos kräftig mal durchrüttelt, mit welchen Mitteln und Maßnahmen, ist mir langsam egal... Es soll nur wirken, ganz zum Nachteil dieser internationalen Finanz-Schmarotzer mit purem parasitärem Verhalten.
Wilhelm Busch: „Gute Unterhaltung besteht nicht darin, daß man etwas Gescheites sagt, sondern daß man etwas Dummes anhören kann.“ Dummes anhören heißt in unserem Falle, immer wieder die "Kräfte des Marktes" zu beschwören, die Sinnhaftigkeit der international spekulierenden Finanzwirtschaft (wie sich diese derzeit darstellt) mit ständigen wechselnden "Finanz-Produkten" (man achte auf das zweite Wort in dieser Zusammensetzung) erklärt zu bekommen, um dann auch noch von den "Verlierern" und "Gewinnern" dieses unappetitlichen Gezockes zu sprechen. Die Zeit sollte sich in dieser platten Erkenntnis zu schade sein. Wer die Gewinner und die Verlierer sind, stand schon immer fest und wird immer feststehen. Es sind die sog. (selbsternannten) Leistungsträger dieser unappetitlichen Raubtier-Kapitalismus-Welt. Mich würde es nicht wundern (es wundert mich, daß dies nicht häufiger geschieht), wenn ein Familienvater mit 3 Mini-Jobs (um mal Überleben und um "das vom Mund Abgesparte nach Liechtenstein verbringen zu können") da mal die Nerven verliert, um ein weiteres Sprichwort (nicht Busch bekanntlich, sondern Brecht) zu bestätigen: "Was ist schon ein Banküberfall im Vergleich zur Gründung einer Bank"....
(Ob man das aus der Perspektive eines gewöhnlichen Arbeitnehmers
außerordentlich unappetitliche Thema so feuilletonistisch abhandeln
sollte?)
Hätten Sie lieber mal den volkswirtschaftlichen Gesamtverlust in
Deutschland seriös schätzen lassen. Und hätten dann aufgelistet, um
wieviel man die Renten hätte dafür erhöhen können. Oder hätten kalkuliert, um
wieviel man die Klassenstärken deutschlandweit hätte senken können.
Oder hätten ausrechnen lassen, ob man den Transrapid von Rom nach
Hamburg oder gleich nach Stockholm hätte bauen können.
Gerade mal in Satiresendungen lassen souveräne Moderatoren (Christoph
Süß z.B.) Fachleute zu Worte kommen, die rundheraus sagen, dass
wir den Irak-Krieg bezahlen. Punkt! Und aus die Maus! Der Ölpreis ist so hoch, weil so viel spekuliert wird? Lächerlich!
Deshalb ist auch nicht wie behauptet der 2 Dollar-Schein das Symbol der
Krise sondern die Rückseite des 1 Dollar-Scheins. Da stehen sie nämlich
die Symbole von G. Walker Bushs Mentorenclique. Grün auf Weiß.
Zur Finanzierung des 1.Weltkrieges taugten noch handfeste
Kriegsanleihen, deren Werbeplakate man übrigens mit marodierenden,
brandschatzenden und vergewaltigenden deutschen Soldaten
unwiderstehlich gemacht hatte. Vorlagen für den
"Stürmer" paar Jahre später.
Die amerikanischen Notenpressen laufen mangels Erfolgsaussicht solch biederer Methoden heute auf Höchstdrehzahl. Die amerikanisch dominierten Weltfinanzinstitutionen haben sich schon früher unliebsame Volkswirtschaften zum Abschuss aufgestellt. Das Procedere ist heute identisch, bloß eben "globalisiert". Und das Faszinierendste: das alles basiert auf dem wackeligen Glauben, dass die zwei großen Pufferspeicher für die an sich wertlosen Dollar, nämlich Russland und China, tunlichst auf ihrem grünen Schrott sitzenbleiben. Fangen sie nämlich an, die Halden zu bewegen, rutscht der ganze Berg.Oder als Western-Stück für herumvagabundierende Leser aus dem Land der Beschränkten: drei Ganoven richten die Kanonen aufeinander. Somit schießt garantiert Keiner. Und die Schau kann weiter laufen.
EU durch USA entlarvt !
Was war das für ein selbstgefälliges Gebrüllüber die "unsinnige US-Heuschrecken"und das Opfer Europa.
Es waren ausgerechnet die Staatsbanken, Landesbanken, Pfandbanken,die im grossen Stil gezockt haben.
Die EU-Politiker und Anti-Bush-Gruppen,haben also die Bürger im EU-Raum angelogen.
Es stellt sich sogar die Frage,ob diese Massen an Geld auf dem Immobilienmarktdie Krise erst möglich gemacht hat.
waere schon dienlich, bevor man ueber etwas schwafelt. Die Verluste der deutschen Institute sind peanuts im Vergleich zu den US Gesamtverlusten aus der Immobilienkrise, vom Rest der Welt ganz zu schweigen.
Warum sich niemand in den Wirtschaftsredaktionen dieser Erde ernsthaft fragt, wie es die Usas schaffen, mit ihrer verhältnismäßig kleinen wertschöpfenden Volkswirtschaft solche Riesensummen für Krieg und weltweite offene und verdeckte Militärpräsenz zu bewegen.Beim zweiten Golfkrieg standen wenigstens die tributpflichigen Länder (Deutschland, Japan, Saudiland) noch offen am Tresen und hatten die Milliarden zwecks "Demokratie und Befreiung" hinübergereicht. Ohne Quittung selbstverständlich.Jetzt und auf absehbare Zeit erfolgen die Tributleistungen an das Imperium verdeckt. Dafür aber gibt es heute Quittungen: an den Sparkassenschaltern, an den Tankstellen, sowie mittelbar an den Sozialkassen, überhaupt an allen Kassen, an denen die weltweite Inflation spürbar wird, die durch die heiß laufende amerikanische Notenpresse ausgelöst wird.
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