Olympia-Boykott Ängstliche Politiker
Nach den Ereignissen von Tibet wird die Frage nach dem Boykott der Olympischen Spiele intensiv diskutiert. Eine kommentierte internationale Presseschau.
Die Weltöffentlichkeit verfolgt seit Wochen aufmerksam die Berichte über Tibet. Chinesische Sicherheitskräfte haben die Unruhen der Mönche niedergeschlagen, der Kampf gegen den Aufstand dauerte nicht sehr lang. Nun herrscht Ruhe in Lhasa, und vor allem Stille in den Medien. Nach dem auch die ZEIT -Korrespondenten Georg Blume und Kristin Kupfer als letzte Journalisten aus der tibetischen Hauptstadt ausgewiesen wurden, weiß niemand so genau, was dort geschieht.
Die Machthaber in Peking haben dabei aber noch eine zweite Front eröffnet: die mediale Front. Der weltweiten Kritik ausgesetzt, bemüht sich die chinesische Führung in ihrer bekannten Rhetorik, die „Dalai-Lama-Clique“ zu diskreditieren. Diese, so heißt es von chinesischer Seite, wolle die Olympischen Spiele torpedieren.
Peking sollte sich aber keine Sorge machen. Einen Boykott der Olympischen Spiele wird es nicht geben, so viel ist sicher. Doch haben die Befürworter der Tibet-Causa eins erreicht: Plötzlich wird die Kluft, die zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft, wieder wahrgenommen. Das Versprechen Chinas, nach dem Erhalt der Olympischen Spiele die Menschrechte zu beachten, hat mit der Realität wenig gemein.
Nichtsdestotrotz schließen die Staatschefs in aller Welt eine Absage an Peking aus. Das würde China auf dem Weg in die Demokratie nicht weiterbringen, heißt es. An dieser Stelle möchte man die Politiker fragen: Würde es wirklich nichts bringen? Stell dir vor, es ist Olympia, und keiner geht hin. Aber wir wissen ja: Wer so denkt, ist ein Träumer und hat nichts kapiert.
Doch zwischen Schweigen und Boykottieren gibt es Abstufungen, wie die New York Times vermerkt: „Die USA sowie andere einflussreiche Länder müssen mehr tun, als blasse Stellungnahmen von sich zu geben, die die Chinesen zur Zurückhaltung ermahnen. (...) Ein Boykott der Olympischen Spiele funktioniert nicht, das wissen wir aus Erfahrung. Aber die Idee des französischen Außenministers Bernard Kouchner, der Eröffnungszeremonie fernzubleiben, ist eine Überlegung wert." Und so fragt die NYT : "Welche Botschaft wird vermittelt, wenn George W. Bush und andere Würdenträger der chinesischen Coming-out-Party ihre Ehre erweisen, als ob in Tibet nichts geschehen wäre?"
- Datum 01.04.2008 - 05:27 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Für einen Boykott gibt es derzeit keinen Grund. -Bei dem Aufruhr din Lhasa hat sich die chinesische Polizei wider Erwarten zurückgehalten und es waren radikale Tibeter, die sich in einen Gewaltexzess hineinsteigerten. -Der Zeit-Reporter Georg Blume erfuhr von einem Anänger des Dalai Lama: 'Ehrlich gesagt mit der Gewalt sind wir zu weit gegangen - Polizei hat nicht geschossen'.*-Insofern kann China ist China kaum ein Vorwurf zu machen.-China ist allerdings in der Pflicht eine Lösung für Tibet zu finden, mir der die Ursache der Unzufriedenheit in Tibet beseitigt wird. Dazu führt kein Weg an Autonomieverhandlungen mit dem Dalai Lama vorbei.-Sofern China den Beginn dieser Verhandlungen hinauszögert, könnte es wirklich einen Grund geben Spiele zu boykottieren, die ohne Lösung für Tibet kein wirkliches Fest der Völkerverständigung sein können.-Martin Berger--* siehe: 'Vieles geht verloren' ZeitOnline 20.03.2008 erste Seite vierter Absatz (unter Chronik) http://www.zeit.de/online...
Glauben Sie diese Phrase wirklich, Herr Berger ?
Vor 18 Jahren hätte keiner gedacht, dass die Zeit noch einmal so weit
zurückgedreht werden könne wie derzeit - der ungebremste Kapitalismus
als ultimatives Diktat - als Ideologische Doktrin des "Neoliberalismus" hat die
Welt mit Konfliktherden überschüttet - die letzten Ölfelder, die letzten
Goldreserven - plündert sie bevor ein anderer kommt ! - scheint die Devise-
Politik und organisierte Kriminalität scheinen sich nicht nur in Italien so offen
wie noch nie aus demselben Personenpool zu bedienen - Populismus allerbilligster
Art lässt einen denkenden Menschen immer wieder am Verstand der Wählenden -
des Stimmviehs, zu dem man ja auch gehört - und der gewählten - Volks- und
Wirtschaftsvertreter und deren gesundem Menschenverstand (ver-)zweifeln - und
Reaktionen scheint man allerorten nur noch mit Gewalt zu erhalten - das Diktat
politischer Stagnation allerorten wird immer gewalttätiger in seiner dummdreisten
Ignoranz - "graue B-Film-Helden regieren bald die Welt" - hieß es noch bei Fehlfarben -
jetzt verteilen sie die Welt unter sich, die Epigonen der grauen Helden - sie predigen
allerorten den Hass auf den kulturellen und/ oder Glaubensgegner - ob sie nun
Bush oder Bin Laden oder sonstwie heißen - willfährige Innenminister freuen sich
ob der weiteren Möglichkeiten, lästge Bürgerrechte einzuschränken - und dann reden Sie
von einem Fest der Völkerverständigung ? Sie können das nicht wirklich ernst meinen -
China wird sich zu recht ins Fäustchen lachen - der "demokratische"(?) Westen hat`s im Irak
und andernorts gezeigt, was ihm jene Organisationen, die nach Weltkrieg 2 zwecks Wahrung
von Völker- und Menschenrecht gegründet wurden wert sind - nichts - nichts und wieder nichts
als Instrumente der eigenen faschistoiden Machtpolitik und der Gröpaz - der in seinen eigenen
verblendeten Augen wohl größte Präsident aller Zeiten verkündet am 17. Oktober gar, dass
Europa wohl, um der Bedrohung durch das von ihm selbst aufgeblasene widerliche andere
Großmaul in der Mullahkratie wirksam begegnen zu können auch einen dritten Weltkrieg in
Kauf nehmen müsse - und - der größte Skandal - beide sitzen immer noch auf ihren Thronen -
der Gröpaz in Washington - und das Großmaul in Teheran - und Europa meldet zaghafte
Bedenken an - entschuldigen Sie den Rundumschlag mit dem Laserschwert - aber -
Beijing 882008 wäre nie ein Fest der Völkerverständigung geworden - dafür ist dieser Planet -
besser gesagt - die Species schon viel zu weit in der selbst gewählten Sackgasse - die
grauen Eminenzen in Beijing springen nur auf den Zug auf, auf dem "der Westen", der jetzt
mit dem Finger auf das Reich der verlorenen Mitte meint zeigen zu können schon lange dreist
und fett hockt - und - wenn Tony Blair EU-Präsident wird und dann auch noch als einer
"mit Glamour und Durchsetzungskraft" gehandelt wird dann hat China auch das Recht,
mit harter Hand gegen jegliche "Separatisten" und andere "Terroristen" vorzugehen.
So traurig und so logisch ist das einfach mit der verdammten Doppelmoral und den
schlechten Vorbildern - wer bei dieser allgemeinen völligen Ideenlosigkeit, der bedingungslosen
Kapitulation der Politik als "verantwortungsbewusste Staats- und Gesellschaftsführung" vor
den Herausforderungen dieser Zeit von Olympia als "Fest der Völkerverständigung" spricht,
der muss schon sehr naiv sein. Lesen Sie meine anderen Artikel über China - ich kenne
dieses Land sehr wohl - ich habe lange geschwiegen über dieses Land - aber - meine algerische
Gastmutter sagte einst - "Voyager form la jeunesse" - "Reisen bildet die Jugend" - aber - man
verschwendet auch seine Jugend - besonders wenn man im Strudel der Erinnerungen die Orte
wieder betrachtet - oder - um es mit Paul Cezanne zu sagen: "Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet."
Ethos und Moral - sind allerorten zuerst verschwunden.
Völkerverständigung ist unter diesen Vorzeichen eine tragische Illusion ohne geistigen Nährwert.
@2ich würde ja gerne lesen, was Sie schreiben, aber bei dem Flattersatz verliert man immer wieder seinen Faden. Wenn ich Zeit dazu finde, lese ich vielleicht später mal.-Kurz vorab zum Satz: Die Software dieses Zeit-Forums hat leider ein paar Macken. Dazu gehört auch die Unfähigkeit, reinkopierte Texte in der Entfassung vernünftig in neue Zeilen einzuteilen. Habe selber schon oft geflucht darüber, denn wenn's raus ist kann man nichts mehr daran ändern (auch ein Manko dieses Forums), und voher wird einem nicht verraten, wie es später wirklich aussieht.-Die Lösung, wobei ich annehme, dass Sie Ihre Texte woanders schreiben und dann reinpasten: Bevor ich im Quelltext AllesMarkieren+Copy eingebe, stelle ich die Anzeige auf 'keinen Umbruch' ein, wenn mein Schreibprogramm das nicht selber kann, nehme ich den Umweg über WordPad, wo das in View/Options immer möglich ist. Der Text, von da abgeholt und ins Zeit-Schreibfenster reinkopiert macht dann keine Probleme mehr, weil ihm die (unsichtbaren) Umbrüche fehlen, die sonst den kaum lesbaren Flattersatz bewirken.-noch einen wunderschönen AbendMartin Berger
Ein Boykott der Olympischen Spiele wäre politisch das völlig falsche Signal.Sowas kann man nicht einfach aus einem unpassenden historischen Kontext ableiten auch wenn einiges in China an die Repressivität des Faschismus erinnert. Im Gegenteil gerade weil die Spiele nach Peking gehen kann man das Thema Tibet und Menschenrechtsfragen in China auf hohem politischen Niveau ansprechen ohne, dass es zu bilateralen Verstimmungen und Ignoranz durch das Chinesische Regime kommen kann.Wer was für die menschenrechte und die tibetische Autonomie tun will der muss bestrebt sein, diesen Lichtkeil der durch Olympia auf China fällt so lang wie möglich offen zu halten.Was man tun kann um den Forderungen nach mehr Demokratie der westlichen Regierungen mehr Nachdruck zu verleihen ist ein Boykott Chinesischer Waren.Keine Regierung kann ihren Bürgern sagen was sie kaufen oder nicht kaufen sollen. Aber deren Argumente für mehr Menschlichkeit und mehr Autonomie in Tibet bekommen so das nötige Gewicht.China wird sich nur wirtschaftlichen Argumenten beugen. Für politische ist es noch zu verhärtet. Eine vorschnelle Entscheidung der Olympiafrage auf Staatsebene wäre der falsche Weg. Deswegen erst mal Hände weg von made in china!
Zunächst
einmal – Danke für den Formatierungshinweis, Herr Berger.Hoffe,
das klappt so jetzt besser. Also:Fest der Völkerverständigung - Glauben Sie diese Phrase wirklich, Herr Berger?
Vor 18 Jahren hätte keiner gedacht, dass die Zeit noch einmal so weit zurückgedreht
werden könne wie derzeit - der ungebremste Kapitalismus als ultimatives Diktat
- als Ideologische Doktrin des "Neoliberalismus" hat die Welt mit
Konfliktherden überschüttet - die letzten Ölfelder, die letzten Goldreserven -
plündert sie bevor ein anderer kommt ! - scheint die Devise- Politik und
organisierte Kriminalität scheinen sich nicht nur in Italien so offen wie noch
nie aus demselben Personenpool zu bedienen - Populismus allerbilligster Art lässt einen denkenden Menschen immer wieder am Verstand der Wählenden - des
Stimmviehs, zu dem man ja auch gehört - und der gewählten - Volks- und Wirtschaftsvertreter
und deren gesundem Menschenverstand (ver-)zweifeln – und Reaktionen scheint man
allerorten nur noch mit Gewalt zu erhalten - das Diktat politischer Stagnation allerorten wird immer gewalttätiger in seiner dummdreisten Ignoranz , "graue B-Film-Helden regieren bald die Welt" - hieß es
noch bei Fehlfarben - jetzt verteilen sie die Welt unter sich, die Epigonen der grauen Helden - sie
predigen allerorten den Hass auf den kulturellen und/ oder Glaubensgegner - ob sie nun Bush oder Bin Laden oder sonstwie heißen - willfährige Innenminister freuen
sich ob der weiteren Möglichkeiten, lästge Bürgerrechte einzuschränken - und dann
reden Sie von einem Fest der Völkerverständigung ? Sie können das nicht
wirklich ernst meinen - China wird sich zu recht ins Fäustchen lachen - der
"demokratische"(?) Westen hat`s im Irak und andernorts gezeigt, was
ihm jene Organisationen, die nach Weltkrieg 2 zwecks Wahrung von Völker- und
Menschenrecht gegründet wurden wert sind - nichts - nichts und wieder nichts als
Instrumente der eigenen faschistoiden Machtpolitik und der Gröpaz - der in
seinen eigenen verblendeten Augen wohl größte Präsident aller Zeiten verkündet
am 17. Oktober gar, dass Europa wohl, um der Bedrohung durch dem von ihm selbst
aufgeblasenen widerlichen anderen Großmaul in der Mullahkratie wirksam begegnen
zu können auch einen dritten Weltkrieg in Kauf nehmen müsse - und - der größte
Skandal - beide sitzen immer noch auf ihren Thronen - der Gröpaz in Washington
- und das Großmaul in Teheran - und Europa meldet zaghafte Bedenken an -
entschuldigen Sie den Rundumschlag mit dem Laserschwert - aber - Beijing 882008
wäre nie ein Fest der Völkerverständigung geworden - dafür ist dieser Planet - besser
gesagt - die Species schon viel zu weit in der selbst gewählten Sackgasse – die
grauen Eminenzen in Beijing springen nur auf den Zug auf, auf dem "der Westen",
der jetzt mit dem Finger auf das Reich der verlorenen Mitte meint zeigen zu
können schon lange dreist und fett hockt - und - wenn Tony Blair EU-Präsident
wird und dann auch noch als einer "mit Glamour und
Durchsetzungskraft" gehandelt wird dann hat China auch das Recht, mit harter Hand gegen jegliche "Separatisten" und andere
"Terroristen" vorzugehen.So traurig und so logisch ist das einfach mit der verdammten Doppelmoral und
den schlechten Vorbildern - wer bei dieser allgemeinen völligen Ideenlosigkeit, der
bedingungslosen Kapitulation der Politik als "verantwortungsbewusste
Staats- und Gesellschaftsführung" vor den Herausforderungen dieser Zeit
von Olympia als "Fest der Völkerverständigung" spricht, der muss
schon sehr naiv sein. Lesen Sie meine anderen Artikel über China - ich kenne dieses
Land sehr wohl - ich habe lange geschwiegen über dieses Land - aber - meine
algerische Gastmutter sagte einst - "Voyager form la jeunesse" -
"Reisen bildet die Jugend" - aber – man verschwendet auch seine
Jugend - besonders wenn man im Strudel der Erinnerungen die Orte wieder
betrachtet - oder - um es mit Paul Cezanne zu sagen: "Man muss sich
beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet."
Ethos und Moral - sind allerorten zuerst verschwunden.
Völkerverständigung ist unter diesen Vorzeichen eine tragische Illusion ohne
geistigen Nährwert.
Man könnte auch sagen: Politiker ohne Rückgrat. Besondere Achtung werden sie sich bei den chinesischen Diktatoren für ihre abwartende Haltung nicht erarbeiten. Das ist sicher.
Daß Merkel den Termin mit dem Dalai Lama abgesagt hat, zeigt ihre Feigheit, sobald wirtschaftliche Interessen im Spiel sind. Daß die wirtschaftliche Lobby äußerstes Interesse an besten Beziehungen mit China hat, ist klar und auch verständlich. Die "Volksvertreter" jedoch haben nicht nur die Firmen, sondern auch die Einzelpersonen des Volkes zu vertreten. Bei den Einzelpersonen zählt u.a. auch das ethische Verhalten der Politik. Und hier kann man sich nur schämen.
Was lernen wir daraus? In Fragen der Menschenrechte ist die deutsche Politik nicht kompetent (in Großbritannien ist das anders). Deshalb müssen wir in diesen Fragen unseren Standpunkt als Privatpersonen klar machen. In diesem Zusammenhang hat mich die Aussage einiger Sportler gefreut, die mit einem unguten Gefühl nach Peking fahren und sich dort in Gesprächen sehr deutlich für das tibetische Volk einsetzen wollen.
Wenn das geschieht, ist das m.E. bessser als ein Boykott. Beim Boykott werden alle Demonstrationsmöglichkeiten geschlossen. Das ist nicht gut, weil die chinesischen Diktatoren dann keinerlei Widerstände spüren würden. Die direkte Konfrontation ist das beste. Hier haben auch die Sportjournalisten eine ganz wichtige Aufgabe, die sie auch bestimmt lösen werden. In allen Berichten konstant auf die Menschenrechtsverletzungen Chinas hinweisen. Ich für meinen Teil werde keinen Bericht ansehen und die Olympiade völlig ignorieren.
weil sie niemand erreichen. Saemtliche Kommunikation von Auslaendern in China wird zensiert. Das ist wohl hinlaenglich bekannt und wird auch waehrend der Spiele nicht anders sein. Wen erreicht man also, ausser einer Handvoll von Gespraechspartnern?
Ich bin völlig Ihrer Meinung. Als Privatpersonen haben wir die Möglickeit, einfach nichts zu kaufen, das chinesischen Ursprungs ist. Hoffentlich machen das viele, damit die Chinesen wenigstens am Geldbeutel merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Unsere inkompetente Bundeskanzlerin können wir hier nicht mit ins Boot nehmen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren