Ostermärsche Tausende gegen Militäreinsatz in Afghanistan

In 80 Städten protestierten Ostermaschierer gegen Kriegseinsätze. Schwerpunkt der Demonstrationen war Brandenburg. Hier wehrten sich 5000 Menschen gegen Übungen zum Bombenabwurf - auch ein Minister

Tausende Demonstranten haben bei den traditionellen Ostermärschen gegen die Militäreinsätze in Afghanistan und im Irak protestiert. Nach Angaben der Veranstalter lag die Beteiligung an den mehr als 80 Aktionen im ganzen Bundesgebiet trotz nasskalten Wetters und örtlicher Schneefälle etwas über den Zahlen des vergangenen Jahres.

Den größten Zulauf hatte der "Osterspaziergang" der Friedensinitiativen in der Kyritz-Ruppiner Heide, wo am Sonntag nach Angaben der Organisatoren rund 5000 Menschen gegen die geplante Nutzung des Areals als Bombenabwurfplatz demonstrierten.

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Die Friedensbewegung hatte in diesem Jahr die Lage im Irak fünf Jahre nach Kriegsbeginn und den Nahost-Konflikt ins Zentrum ihrer Ostermärsche gestellt. Weitere Schwerpunktthemen waren der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, die atomare Abrüstung und der Tibet-Konflikt.

Größere Abschlussveranstaltungen gab es am Ostermontag in Berlin, Hamburg und Frankfurt. In Berlin zogen nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Demonstranten durch den Westteil der Stadt. Die Polizei sprach allerdings nur von 700 Teilnehmern. In Frankfurt kamen trotz Schneefalls nach Angaben der Organisatoren rund 1600 Menschen zur Abschlusskundgebung auf dem Römer, ähnlich viele hätten sich in Hamburg beteiligt.

Die größte Kundgebung fand im brandenburgischen Fretzdorf statt, wo die Menschen gegen das sogenannte Bombodrom protestierten. Unter ihnen waren auch zahlreiche Politiker wie der Tourismusminister und CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, sowie Brandenburgs Umwelt- und Agrarminister Dietmar Woidke (SPD).

Seit 16 Jahren protestieren Bürgerinitiativen und die umliegenden Gemeinden gegen die Wiederinbetriebnahme des ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatzes. Das Verwaltungsgericht Potsdam hatte die militärische Nutzung des Bombodroms im vergangenen Juli untersagt. Die Bundeswehr hat dagegen Berufung eingelegt.

Leser-Kommentare
  1. "Seither demonstrieren jedes Jahr zu Ostern Tausende Menschen in
    zahlreichen Ländern für eine friedliche Welt und gegen militärische
    Lösungen politischer Konflikte
    ."Das ist doch schön - dann sollen sie mal gegen die talibans in Afganistan protestieren - oder sie dazu bringen, friedlich ihre Waffen niederzulegen und anderen Menschen das Recht auf Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit usw.... zu gewähren.Krieg ist eine Katastrophe - Frage ist: ist es besser sich und andere unterdrücken zu lassen, oder ob man bereit ist auch für seine Freiheit und die anderer Menschen Krieg zu führen.Aber beim Ostermarsch für Frieden fühlt man sich sicherlich gut und ein schöner Spaziergang für das Gute inc. einem Kerzilein , dass ist doch was feines :P - gibt viel Himmelsmana.

  2. Die Demonstranten haben bestimmt fleißig gegen die Hamas, Al Quaida, die neuen Ansagen von Bin Laden, den Iran oder andere Gruppen, die wirklich den Frieden gefährdet, demonstriert...Oder doch nicht? Ist das vielleicht zu gefährlich oder verpöhnt, da der Westen an allem Schuld und ewig böse ist?

  3. Immer die selbe Leier: Die sollen doch erst mal gegen El Qaida, Taliban und co demonstrieren. Gähn... Meinen Sie nicht auch, dass das ziemlich lächerlich wäre?: Ja, wir sind gegen den Terror gegen Unschuldige! Ihr auch? Ja ja wir auch...
    Sie scheinen im Ernst zu glauben uns würde es hier um Menschenrecht gehen. Wenn es um Menschenrechte ginge, warum tun wir dann nichts gegen den menschenrechtsverachtenden Umgang mit Flüchtlingen? Wo war der Aufschrei als deutsche Firmen Saddam Hussein mit Waffen beliefert haben? Wo war die Bundeswehr als in Ruanda ein Völkermord geschah?
    Oskar Lafontaine hat mal gesagt man könne mit dem Geld das fürs Militär ausgegeben wird ungleich mehr Leben retten und Menschenrechte schützen ohne einen einzigen Menschen töten zu müssen. Was sagen Sie dazu?

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