Börse Clinton will bankrotte Hausbesitzer rettenSeite 2/2
Das als "Spottpreis" bezeichnete Übernahmeangebot von zwei Dollar je Aktie hatte zuvor heftige Kritik erboster Aktionäre von Bear Stearns ausgelöst. Das erste - von Bear Stearns bereits akzeptierte Gebot - war in der Branche als absolutes Schnäppchen im Rahmen eines Notverkaufs angesehen worden.
Am Markt wurde es nun als wahrscheinlicher angenommen, dass JP Morgan Bear Stearns tatsächlich übernehmen kann. "Wir glauben, dass die neuen Bedingungen für alle Seiten fair sind", sagte JP Morgan-Chef Jamie Dimon. Die Bank rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts bis zum 8. April.
Die Notenbank von New York würde bei dem Geschäft Risiken von bis zu 29 Milliarden Dollar abschirmen. Die Fed handele im Einklang mit dem Finanzministerium und dem Ziel, die Liquidität des Marktes zu verbessern. Experten rechneten damit, dass das Vorgehen Kritik an der Regierung auslösen wird, da diese nun zwar einer angeschlagenen Bank, aber nicht Millionen Eigenheimbesitzern helfe, denen eine Zwangsvollstreckung drohe.
Zu der guten Stimmung an den Finanzmärkten hatte auch ein Bericht der Nationalen Vereinigung der Häusermakler beigetragen. Danach ist die Zahl der Verkäufe bestehender Eigenheime im Februar erstmals seit sechs Monaten wieder gestiegen. Allerdings brach der durchschnittliche Verkaufspreis um acht Prozent auf inzwischen weniger als 196.000 Dollar (127.500 Euro) ein. Der Analyst Dan Peirce von State Street Global Advisors sagte, der Rückgang der Preise bei zeitgleich steigender Zahl der Verkäufe zeige, dass Eigenheim-Besitzer offensichtlich mehr und mehr bereit seien, ihre Kaufpreiserwartungen zu senken.
- Datum 25.03.2008 - 08:28 Uhr
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- Quelle ZEIT online, Reuters
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