Musikgeschichte Klingt wie ein gewürgtes KükenSeite 3/3
Giovannoni und Feaster präsentierten den entschlüsselten Fund am 28. März an der Stanford University – auf der Jahreskonferenz der Association for Recorded Sound Collections. Der Auftritt geriet zu einer Sensation; die New York Times berichtete vorab, Medien weltweit zogen nach, an Echo fehlt es seither nicht.
„Einige Musiker haben das Stück gesampelt und zu elektronischer Musik weiterverarbeitet“, erzählt Feaster im Telefoninterview. „Es gibt YouTube-Videos und Blogeinträge. Es ist auch interessant, wie die Leute den Klang empfinden. Einer schrieb, es klingt wie ein gewürgtes Küken. Mit das Aufregendste für uns war es, den Ururenkel Léon Scotts auf der BBC über die Aufnahme sprechen zu hören. Wir hatten gehofft, Nachkommen Scotts zu finden, aber bisher noch keine Zeit dazu gehabt. Ich habe ihm jetzt geschrieben.“
Noch harren sechs weitere Phonautographien Scotts der Transformation. Es soll sich ausweislich der Beschriftungen um gesungene Tonleitern, Lieder und auch um eine Rezitation in italienischer Sprache handeln.
So könnte das Jahr 1860 demnächst noch mal Laut geben.
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- Datum 02.04.2008 - 13:05 Uhr
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