Fotografie : Die zweite Haut

"Fotografie und Mode sind wahlverwandt", hat F.C. Gundlach einmal gesagt. Als Modefotograf hat er den Lebensstil mehrerer Jahrzehnte abgebildet - auch für die ZEIT

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Haben Fotografen keinen eigenen Stil mehr?

"Früher war alles viel besser." Einen Satz, den wir, egal bei welcher Gelegenheit, immer wieder hören.      F.C. Gundlach hat mit seinem Hinweis Recht, dass die Fotografen früher mehr Einfluss auf die Bildstrecken der Illustrierten oder Magazine hatten. Zumindest die bekannten Fotografen. Heute sind sie oft - nicht immer - nur mehr die Erfüllungsgehilfen der Mode-Redakteure.Früher: Da hat man schon voller Spannung auf den Donnerstag, dem Erscheinungstag des "stern", gewartet. Und hat sich auf die zum Teil großartigen Bildstrecken, verantwortet von Rolf Gillhausen, gefreut. Und als Werber hat man natürlich auf die außergewöhnlichen und teilweise originellen Anzeigen geschaut. Mann, was waren das für Diskussionen! Ist Werbung Kunst? Wie es zu der Zeit Michael Schirner formulierte. Oder ist Wer? nur Bung!Heute: Die redaktionellen Seiten bleiben sehr oft im Mittelmaß stecken. Es wird zu sehr aus- und abgewogen. Die "Große Koalition" ist in die Zimmer der   Chefredaktionen eingezogen.      Die freien Fotografen, Illustratoren und Journalisten sind froh, wenn sie entsprechende Aufträge erhalten. Aus Dankbarkeit sind sie deshalb zu vielen (zuvielen!) "Schandtaten" bereit. Wenn dann irgendwann die eigene Handschrift (Sexy-Newton) verloren gegangen ist, dann ist es für ein Magazin auch egal, wen sie sich als Fotografen von draussen holt.

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