Satire "Wir brauchen mehr Frauen!"
PARTEI-Chef und "Titanic"-Mitherausgeber Martin Sonneborn über gutbürgerliche Nachbarn, Jura-Studenten und leichtbekleidete Wege zum Job
Martin Sonneborn will die Mauer wieder aufbauen und "das Merkel stürzen". Das sind die erklärten Ziele der PARTEI. Deren Vorsitzender ist er ebenso wie Mitherausgeber des Satiremagazins Titanic und verantwortlicher Redakteur bei Spam, der Satireseite von Spiegel Online. In den 80er Jahren studierte er in Münster, Wien und Berlin.
ZEIT online : Herr Sonneborn, wie lange haben Sie es an der Universität in Münster ausgehalten?
Martin Sonneborn : Ein komplettes Grundstudium, es war eine sehr schöne Zeit. Ich wohnte in Alt-Kinderhaus mit vier anderen Studenten in einer sehr gutbürgerlichen Umgebung. In den Nachbargärten wurden oft Kirchenlieder gesungen, und wir hatten ein sehr lustiges Leben. Das Publizistikstudium war eine schöne Ergänzung.
ZEIT online : Warum sind Sie dann an ausländische Hochschulen gewechselt?
Sonneborn : Ich habe gedacht, ein Auslandsjahr, in dem man noch weniger macht als in Münster, wäre ganz angenehm. Aufgrund meiner beschränkten Sprachkenntnisse habe ich mich für Wein, Pardon: Wien entschieden. Ein Irrtum, wie ich schnell herausfand. Das Wienerische ist nicht ohne!
ZEIT online : Und dann zogen Sie nach Berlin.
Sonneborn : Weil die Mauer gefallen ist und ich im Fernsehen Bilder aus Berlin sah. Und auch immer mehr dieser Trabbis auftauchten, die über Österreich nach Deutschland einzudringen versuchten. Bald danach fiel der Beschluss, sich für den Wiederaufbau der Mauer einzusetzen.
ZEIT online : Titanic , Spam , DIE PARTEI: Wie hat das alles angefangen?
Sonneborn : Damit, dass mir der Germanistik-Dozent in Berlin nach meinem - ich betone das - in der Regelstudienzeit absolvierten Studium in der mündlichen Prüfung sagte, er würde mich nur bestehen lassen, wenn ich ihm verspreche, danach sofort die Uni zu verlassen. Darauf habe ich mich eingelassen. Und dann habe ich begonnen, komische Dinge zu schreiben und an Titanic zu schicken, weil es das einzig seriöse Satiremagazin in Deutschland war und ist.
ZEIT online : Sie waren schon immer nicht ernsthaft.
- Datum 02.04.2008 - 13:36 Uhr
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das satire ist, was ist dann ein eisberg?
Also, ein Eisberg (nicht zu verwechseln mit einem Eisbär!) ist ein riesiges, bergähnliches Gebilde aus Wasser, das in sich selbst existiert (manchmal Leben auch Eisbären drauf...). Also, ein Eisberg (Eis ist Wasser ab 0°C) ist Wasser, das im Wasser umhertreibt. Also - für die ganz Genauen -, ein Berg aus H2O, der aus mehr Wasser besteht, bei gleichem Volumen, wie wohltemperiertes Wasser, welches wir beispielsweise in unserer Leitung vorfinden bzw. hoffentlich vorfinden dürfen...
Schöne Eisberge sind vom Aussterben bedroht. Schöne Satire übrigens auch. Wer Schuld daran hat, wissen wir: Es ist die Überzahl der Doofen, die dann aber wieder Nährboden für den Satiriker liefern... (Deswegen wird der Satiriker niemals Aussterben. Schließlich wächst ja auf jedem Misthaufen etwas...)
So wie die Satire für den Menschen, der aus Angst bzw. auch gerne Dummheit oder gutbürgerlicher Erziehung, es noch nie wagte, seinen Kopf unter Wasser zu stecken (oder wenigstens mal einen, seinen Gegenüber betreffenden Witz im Vorstellungsgespräch macht...) - aus Angst der Schädel könnte undicht sein und Wasser einlaufen, oder gar noch besser, die heiße Luft im Kopf des Badehaubenschwimmers könnte (hier tritt Mariotte-Boyle in Kraft) soweit kompriert werden, dass beim plötzlichen Auftauchen das komprimierte Gas im Schädel expandiert, sich dadurch der leichtgläubige Hitzkopf soweit abkühlt (Joule-Thomson-Effekt), dass auch das letzte bisschen Vernunft tieffriert (sofern das Volumen des Schädels nicht so winzig war, dass dieser nicht doch noch explodiert bevor es tieffriert - thermodynamisch gesehen ist die Kinetik sekundär...) -, ist und bleibt ein Eisberg, ein Eisbär, oder ein aus Festwasser bestehendes Gebilde, welches sich nur mit insgesamt 10 % (siehe Wikipedia) seines gesamten eigentlichen Eindrucks und Ausmaßes veräußert. Es fehlt der Tiefgang und meist dafür auch noch die Taucherbrille oder der Internetanschluß (dann siehe Wikipedia)...
An dieser Stelle möchte ich behaupten: "Die Titanic ist gar nicht gesunken (und ich habe Recht...)!" Schwerwiegende Beweise findet man im Vierwaldstätter See zu Luzern (Einfach mal bitte danach suchen gehen. Definitiv könnte jemand dann wenigstens meine wasserdichte Lieblingsuhr finden, die ich einst beim Baden dort, im letzten Sommer, verlor...).
Also, das gesamte Ausmaß einer gut durchdachten Satire ist somit nur dem Leser offensichtlich, der es wagt, den Berg als Ganzes zu betrachten bzw. besser, ihn überhaupt nicht respektiert. Auch wenn der erste Eindruck ein vermeintlich lächerlicher, gar simpel stupider zu sein scheint. In der Tiefe liegt die Wahrheit, die allerdings einen anständigen Titanic-Kapitän nicht zu interessieren hat...
An dieser Stelle noch an die Luzern-Urlauber: Die Uhr dürfte sich unweit des im Gebüsch liegenden "Pseudo-FKK-Strandes" befinden. Meist sitzen dort auch zwei biertrinkende Schweizer Punks, die aber sehr freundlich sind und einem immer Feuer bzw. manchmal gar n Bier spendieren. Aber halt - vielleicht haben auch die meine Uhr...
Wie auch immer. Beste Grüße: Herr van Haeverbeeke
Gnihihi... Ich hab einen Fehler gefunden: Eisberge bestehen massemäßig gesehen aus weniger Wasser bei gleichem Volumen und gleichem Umgebungsdruck als Wasser bei Zimmertemperatur... sonst würden sie nicht schwimmen.@Kommentar Nr.2
Um einen Schlagersänger zu rezitieren: "Und schuld war nur der Tetraeder, wa!?"
Ein Professor hätte gesagt: "Ich wollte ja nur Ihre Aufmerksamkeit überprüfen!"
Dagegen mein über alles geliebter und schwuler Cousin: "Da hamma aba wieda was gelernt!"
Ich: "Deswegen auch für die ganze Genauen!"
Gute Nacht: Herr van Haeverbeeke
ist also ein wort, das mehr satire in den kommentaren munter zerschellen lässt, als im gesamten interview. sehr gut!
Eisberg und Titanic - das war historisch interessanter...http://de.youtube.com/wat...Es gibt nix Eisiges, außer watt Deisiges.
Was zahlt Ihr denn pro abgelegtem Kleidungsstück?Allerdings: Von der titanic erwarte ich schon einen orangeleuchtenden Rettungsring, den ich dann um meine Hüfte legen kann. Von wegen der Scham und den unverschämten Fischen!Meldet Euch, dann sehen wir den nackten und nassen Tatsachen ins Gesicht.IhreAndrea Doria
Mit der Titanic war ich oft in der zweiten Humorklasseunterwegs, dewegen bin ich auf den Eulenspiegel umgestiegen....
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