Generation Das dreißigste Jahr
Wann beginnt der Verlust der Jugend? Wann spürt man, dass man erwachsen werden sollte? Für viele ist immer noch der 30. Geburtstag der bedeutendste Einschnitt. Wie war das bei Ihnen? Schreiben Sie uns!
"Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben.
Und eines Morgens wacht er auf, an einem Tag, den er vergessen wird, und liegt plötzlich da, ohne sich erheben zu können, getroffen von harten Lichtstrahlen und entblößt jeder Waffe und jeden Muts für den neuen Tag."
Mit diesen Zeilen beginnt Ingeborg Bachmanns Erzählband Das dreißigste Jahr. Die Schriftstellerin verfasste diesen bitteren Abgesang auf die Jugend im Jahr 1961, als sie selbst schon Mitte 30 und - zumindest für damalige Verhältnisse - keine junge Frau mehr war.
Doch ist das heute so viel anders? Obwohl die Phase der Jugend von Generation zu Generation länger dauert und es nach "Ü-30-" nun auch schon "Ü-40-Partys" gibt, ist die 30 immer noch eine magische Zahl.
Wie ist es Ihnen ergangen? Hat der 30. Geburtstag etwas ausgelöst, oder ist alles beim Alten geblieben? Haben Sie das Gefühl, einer anderen Generation anzugehören, oder ist man tatsächlich immer "so alt, wie man sich fühlt"?
Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen und diskutieren Sie mit anderen ZEIT-Lesern.
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- Datum 16.04.2008 - 14:18 Uhr
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