Literatur

Helden wie ihr

© jan arne von twistern

Hamlet, Werther und Winnetou – literarische Figuren können sehr verschieden sein. Eine kleine Typologie in Text und Bild "Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt." Das sagte Voltaire, konnte es aber nicht ändern, dass Romane, Märchen und Dramen nicht ohne sie auskommen. Denn es muss jemand da sein, der die Geschichten erlebt, sie erzählt. Goethes ohne Werther? Undenkbar! Und nicht nur das Buch - auch der Film braucht sie. Von der Antike bis heute haben sich diese Figuren in der Literatur gewandelt. Es gibt verschiedene Typen. Wir stellen einige von ihnen vor.
Leser-Kommentare
    • iDog
    • 10.04.2008 um 16:20 Uhr

    literarisch - na - ist ja eigentlich massenwahre heute und zudem ein recht relativer begriff - weltliteratur wird oft mit etwas distanzierterem blick gelesen - vielleicht sogar nur, ums gelesen zu haben. wer indentifiziert sich mit den figueren die hier aufgezaehlt wurden ? ... oder mit fuerst puschkin, bloom, biberkopf oder herrn k ? die liste haette ja kein ende ... man identifiziert sich eher nicht , was aber nicht den wert die werke schmaelert.die trivial literatur erreicht in dieser richtung andere und anders - zumal die jugend - heute manga helden, gestern donald duck .... der donald des carl barks zb : ja der war ein held fuer mich  - oder ? ... daniel duesentrieb fand ich glaube ich sogar noch besser, denn der konnte auch zugeben wenn er mal richteg daneben lag und verkoerperte eine neugier, die seinesgleichen suchte. davon ausgehend faellt mir eigentlich nur noch ein filmheld ein, der duesentrieb das waser reichen koennte, obwohl er auch in buechern vorkommt , die er selber verfasst hat: groucho marx - auch als der witzigste mensch hollywoods bekannt in den rollen die er sich selber geschrieben hat - die radioshows - hervorragend von harry rowohlt uebersetzt - aber genau wie die filme im orginal unschlagbar.  sein beruehmtester satzt: Ich moechte keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt.

    • ben_
    • 10.04.2008 um 18:20 Uhr

    Also das Tugendhafte der Antiken Helden ergibt sich einzig aus der christlichen Perspektive und der Darstellgund er antiken Helden in der moderneren Literatur. Betrachtet man die antiken Werke selber, stellt man fest, dass der antike Held alles andere als gut war. In der Regel waren es sehr gespaltene Figuren denen Moral weitestgehend abging. Sehr zu emfpehlen in dem Zusammenhang: Michael Köhlmeyers Deutungen antiker Mythen.
    --
    der geist in der maschine

  1. Müssen Helden in der Literatur sprichwörtliche Heroen sein, und läßt es sich ein wenig moderater mit Leitbilder umschreiben?
    Jede literarische Epoche kennt ihre Charaktere oder auch Idole, die je nach Literaturgattung unterschiedliche gesellschaftliche Bedeutung beinhalten.
    Es hängt verstärkt davon ab, ob es sich um politische oder triviale Hintergründe handelt, fiktive oder realexistierende Persona mit unterschiedlichen Ansprüchen.
    Subjektiv bildet sich in jedem Leser jedoch eine Art persönlicher "Held", der partikular immer auch in dependenter Wechselwirkung zum übrigen Geschehen des
    Werkes steht. Vom Gesamtwirken läßt sich ein "Held" ohnehin nur als hervorstechender Charakterzug  definieren, wobei die heroische Handlung steht, sondern die Polarisierung auf eine genau präzisierte Person, die ebenso auch ein "Antiheld" sein kann. Dies ist kein Contradictio(Widerspruch), sondern das Möglichkeitsmoment, dass "heroisch-sein" sich expliziet auf die Beliebtheit der jeweiligen Person bezieht. Entscheidend ist, wieweit sich der Leser mit "seinem Held" identifiziert, resp. mit dessen Handlungs- und Wesensanspruch.

    • Anonym
    • 13.04.2008 um 16:56 Uhr

    sind schwere kost. so schwer, dass man eh nie auf sie hört. sie eignen sich für standbilder der identifikationsscheinheiligen und miesepetrige intellektuelle, die sich gerne sagen hören, "ich stehe auf dem standpunkt, dass...", dabei sind sie bloss froh dass ihnen die standbilder nicht nachlaufen und bücher nicht fliegen können.
    jenseits der gähnenden langeweile der schulweisheiten der helden allerdings lässt es sich munter leben.
    versuchen sie einfach soviel sex wie möglich zu haben und das heldentum löst sich ganz von allein auf.
    und siehe da.
    da war sowieso nix.

  2. ... das schlichte Kind aus dem Wald hat wirklich die Augen offen, sieht die Dinge nicht so, wie sie ihm erklärt werden, sondern manchmal eben wirklich, wie sie sind,  und wird dafür von allen unterschätzt.

  3. Wann hätte je ein Held überlebt? Literarische Helden sind zumeist von zweifelhaftem Charakter. Eine Ausnahme bildet Pipi Langstrumpf. Aber die verkörpert ja auch Anarchie. In letzter Zeit wurde hier in Köln Edelweißpiraten literarisch zu Helden aufgewertet, obwohl die nur Rabauken waren und sich mit Plünderungen durchschlugen. Nathan der Weise, war das ein Held? Lessing malte als Humanist doch ein zu schönes Bild. War Jesus ein Held? Diese literarische Figur muß eigentlich ganz anders gewesen sein als die Kirchen es verkünden. Wr mit einer bewaffneten Horde diurch das Land zieht, muß nicht zwangläufig ein Held sein.

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