Plötzlich reden alle über ein kleines Feuer. Wer hat es erfunden? Wer darf es beschützen? Wer muss es bezahlen? Fragen und Antworten zu einem Ritual der Neuzeit
Wenn man so will, hat an allem eine Frau Schuld: Hestia, Zeus' Schwester, ist die Göttin des Herdes und des Opferfeuers und war in der Antike sehr verehrt. Ihr Vater wollte sie zwar verschlingen, doch ihre Mutter rettete sie. Hestia war eine jungfräuliche Göttin. Einmal, auf einem Fest der Götter, wollte der lüsterne Priapos die schlafende Hestia vergewaltigen. Doch da war dieser Esel: Er schrie, Hestia wachte auf, erschrak und floh vor dem Schwerenöter. Priapos soll den Esel dafür erschlagen haben.
Wie auch immer: Zu Hestias ehren brannte während der Olympischen Spiele der Antike immer ein Feuer. Es war ein Symbol des Friedens, da sämtliche Waffen- und Kampfhandlungen während der Spiele untersagt waren. Im Zeitalter der Römer, hieß Hestia Vesta. Die Feuergöttin Vesta war die keusche Hüterin des heiligen Feuers. Auch sie war, wie zuvor Hestia, berühmt für ihre Häuslichkeit. Am Herd eines jeden Hauses wurde sie ebenso verehrt. In der Neuzeit wird das olympische Feuer alle vier Jahre mit Hilfe eines Parabolspiegels durch das Sonnenlicht entzündet. Da Apollo der Neffe von Hestia und der Gott des Lichts beziehungsweise der Sonne ist, huldigen ihn heute während der Entzündung des Feuers viele Olympioniken.
Also besser als die letzte Darstellung im Zusammenhang mit der Politik. Ich kann die Journalisten nur dazu gratulieren.
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