Anti-China Proteste "Alle Pariser sollen protestieren"
Die olympische Flamme macht an diesem Montag Station in Paris. Spektakuläre Proteste sind geplant, unter anderem am Eiffelturm. Mehr als 3000 Polizisten sind im Einsatz.
Das olympische Feuer ist in der Nacht in der französischen Hauptstadt eingetroffen und wurde mit massivem Polizeischutz zu einem Hotel gebracht. Nach den Zwischenfällen in London vom Sonntag gilt erhöhte Alarmbereitschaft: In London hatten mehrere Tausend Demonstranten den olympischen Lauf massiv gestört und versucht, die Fackel an sich zu reißen und die Flamme mit Hilfe eines Feuerlöschers zu löschen. Die britische Polizei nahm mindestens 35 Randalierer fest.
Auch für den französischen Fackelzug am Montagnachmittag hat die Organisation Reporter ohne Grenzen symbolische Protestaktionen angekündigt. Alle Pariser sollen sich ab mittags am Eiffelturm versammeln und gegen "die chinesische Wirklichkeit" demonstrieren, sagte Robert Ménard, der Chef der Organisation.
Die Stadt Paris wollte ihren Einsatz für die Menschenrechte mit einem großen Banner am Rathaus kundtun. In der französischen Regierung gab es am Wochenende Uneinigkeit über einen möglichen Boykott der Eröffnungsfeier. Menschenrechts-Staatssekretärin Rama Yade hatte mehrere Bedingungen genannt, die China erfüllen müsse, damit der französische Präsident Nicolas Sarkozy an der Feier teilnehme. Später dementierte sie dies und betonte, dass es sich lediglich um "Wünsche" handle.
Der Fackellauf soll am frühen Nachmittag am Eiffelturm beginnen und 28 Kilometer lang durch die Hauptstadt führen. 80 französische Sportler sollen die Flamme entlang der Seine, über die Champs-Elysées und vorbei am Parlament bis zum Charléty-Stadion im Süden der Stadt tragen.
Das Sicherheitsaufgebot, das etwa dem eines Staatsbesuchs entspreche, ist gewaltig: Das olympische Feuer soll unter anderem durch joggende Feuerwehrleute, Polizisten auf Rollschuhen und der Präsidialgarde zu Pferde begleitet werden. 65 Polizisten auf Motorrädern, 100 weitere Polizisten auf Rollerblades, 100 Feuerwehrleute und knapp 50 Fahrzeuge mit Sondereinsatzkräften sollen das olympische Feuer vor Protestaktionen schützen - es sei "lächerlich", sagte Ménard von den Reportern ohne Grenzen.
- Datum 07.04.2008 - 03:02 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa, tso
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china will marketing. eh voilà!
Frühere Fackelläufe fanden in fröhlicher Öffentlichkeit statt. Heute sieht man Bilder von leeren Bürgersteigen und polizeieskortierten Fackelträgern. Mal ganz unabhängig von berechtigten oder unberechtigten Protesten- dass diese Umstände auf ein ernsthaftes Problem hindeuten, wird man wohl kaum bestreiten können.
Vielleicht sollte jeder (am Besten auch Aktionäre) an seinem Konsum etwas ändern und chinesische Produkte weitestgehend boykottieren. Klaus Barkhau
@3 - BarkhauWer sich dafür interessiert, was sowohl Boykottforderungen wie auch Unabhängigkeitsforderungen anrichten, der sollte vielleicht mal lesen, was der Dalai Lama dazu meint.-'The hosting of the Olympic games this year is a matter of great pride to the 1.2 billion Chinese people. I have from the very beginning supported the holding of these Games in Beijing. My position on this remains unchanged. I feel the Tibetans should not cause any hindrance to the Games. It is the legitimate right of every Tibetan to struggle for their freedoms and rights. On the other hand, it will be futile and not helpful to anyone if we do something that will create hatred in the minds of the Chinese people. On the contrary, we need to foster trust and respect in our hearts in order to create a harmonious society, as this cannot be built on the basis of force and intimidation.'-Martin Berger-Hier noch ein LinkKontraproduktiv
von Besserwissern weiß seit ein paar Jahren, daß Boykottnicht gut ist. Ist mir sowas von egal. Wer erfindet solche schlaue Thesen? Die Industrie? Die sich überlegt ob Boykott oder Magnetschwebebahn?
Boykott ist gut, auf irgend eine Art. Wirtschaftsboykott sowieso. Das tut dannden richtigen auch weh.
Wenn sich Politiker hinter Stacheldraht und Panzer schützen müssen ode die Olympiafackel mit hunderten Polizisten. Das sollte doch zu denken geben, daß da keine Zustimmung herrscht?
WIe doof ist das denn? Sieht diese Zeichen den keiner?
@5 - rollingerEs handelt sich um den Dalai Lama, der Boykott nicht haben will.-Aber wenn Sie Tibet schaden wollen, machen Sie nur weiter so.
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