Auszeichnung Pulitzer-Preis für Dylan und Friedländer
Die Jury der Columbia-Universität in New York hat die Pulitzer-Preisträger bekanntgegeben. Zu den Geehrten zählen der jüdische Historiker Saul Friedländer und Musiker Bob Dylan.
Der US-Rockmusiker Bob Dylan und der israelische Historiker Saul Friedländer erhalten den diesjährigen Pulitzer-Preis. Der 75-jährige Friedländer bekam die renommierte Auszeichnung für sein Sachbuch Das Dritte Reich und die Juden. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945 zuerkannt. Dylan gewann einen Sonderpreis für seine "lyrischen Kompositionen von außerordentlicher poetischer Ausdruckskraft", wie die Jury der Columbia Universität bekanntgab.
Den begehrten Preis für Belletristik erhielt der 39-jährige Junot Diaz, ein Amerikaner dominikanischer Abstammung, für seinen Debüt-Roman The Brief Wondrous Life of Oscar Wao .
Gleich zweimal vergab die Jury die Auszeichnung in der Kategorie Lyrik. Robert Hass wurde für seine Gedichtsammlung Time and Materials geehrt, Philip Schultz für seine Veröffentlichung von Failure .
Für die packend geschriebene Lebensgeschichte der amerikanischen Jugendbuch-Autorin Louisa May Alcott im 19. Jahrhundert Eden's Outcasts: The Story of Louisa May Alcott and Her Father bekam John Matteson die Ehrung in der Kategorie Biografie zuerkannt. Die in armen Verhältnissen aufgewachsene Alcott schrieb die Trilogie Little Women (deutscher Titel: Betty und ihre Schwestern ), die später in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.
Die Bürgerkriegs-Analyse des amerikanischen Universitätsprofessors Daniel Walker Howe What Hath God Wrought: The Transformation of America, 1815-1848 wurde mit dem Geschichtspreis ausgezeichnet.
Neben Bob Dylan erhielt auch der amerikanische Komponist David Lang für seine Original-Komposition The Little Match Girl Passion einen Musikpreis. Das Stück war von der renommierten New Yorker Carnegie Hall in Auftrag gegeben worden und hatte im Oktober Premiere.
Der Pulitzer-Preis wird in über 20 Kategorien verliehen und ist mit jeweils 10.000 Dollar (6.400 Euro) dotiert. Die Auszeichnungen werden Ende Mai in New York überreicht. Der seit 1917 vergebene Preis ist nach seinem Stifter, dem in Ungarn geborenen amerikanischen Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911), benannt.
- Datum 08.04.2008 - 12:45 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa, tso
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