Nahrungskrise

Hunger schafft Wut

© THONY BELIZAIRE/AFP/Getty Images

Weltweit protestieren Verbraucher gegen steigende Getreidepreise. Mancherorts geraten die Regierungen dadurch in Not. Eine Übersicht in Bildern. Am Tag des 9. April entlädt sich die Wut auf den Straßen von Port-au-Prince mit Macht: Tausende Demonstranten ziehen in die Wohngebiete der Wohlhabenden in der Hauptstadt Haitis. Autos brennen, Scheiben werden eingeschlagen, immer wieder fallen Schüsse. Ein UN-Soldat stirbt, als er eine Lebensmittellieferung absichern will. Seit Monaten flammen in Amerikas ärmsten Land immer wieder Proteste gegen die steigenden Nahrungsmittelpreise auf. Binnen weniger Monate sind die Getreidepreise um 40 Prozent gestiegen. Premierminister Jaques Edouard Alexis musste mittlerweile zurücktreten, weil der Druck der Proteste zu groß wurde. Haiti ist nur ein Brennpunkt, an dem sich zurzeit die Wut der Massen und der Frust über steigende Getreidepreise entlädt. Die Proteste finden mittlerweile an vielen Orten auf der Welt statt, ihre Ursache sind Hunger, Verzweiflung und Armut. Seit Ende 2007 sprang die Zahl der Menschen auf der Welt, die sich nicht genug zu essen kaufen können, von 880 Millionen auf über eine Milliarde. In manchen Ländern richtet sich die Wut gegen die Regierungen, in anderen müssen Soldaten die Nahrungsmittelvorräte bewachen. Eine Übersicht über die Proteste der letzten Monate. Diese
Leser-Kommentare
  1. Hier muß aber noch zusätzlich gesagt werden.  Schmalhans hat in Haiti seit je her bei den vielen armen Menschen  das Regiment zu Hause geführt. Die Reichen im Lande haben sich in der Vergangenheit ein Dreck um die vielen Habenichtse gekümmert. Wie schlimm muß das jetzt erst  sein. Möglicherweise hatten die Menschen in der Sklavenzeit unter den unmenschlichen Franzosen mehr zu Essen gehabt. Haiti ist ein geschundenes Land, daß viel unter Despoten gelitten hat. Es ist höchste Zeit, daß das Jahrhundert alte Leiden der Armut dieser Menschen aufhört. Die Weltgemeinschaft ist gefordert!

  2. Daher soll man in den Westen auch zu schätzen wissen, dass 1.3 Milliarden Menschen jetzt auch satt essen können. Der böswillige Versuch zur Destalibilierung von China würde nur zur Armut und Ellend der Chinesischen Bevölkerung führen. Versuche einfach zu verstehen, warum China sich gegen diese Medienkampagnen  in den Westen wehrt.

    • Medley
    • 16.04.2008 um 21:31 Uhr

    Hungernde" Menschen gehen mit knurrenden Magen wutschnaubend auf die Straße.................... Soso. Aha. Ehrlich gesagt, meine Achtung vor Journalisten im Allgemeinen und vor Journalisten der Leib- und Magenpostille für lebensfremde, Birkenstock-tragende Oberstudienräte und Germanisten, "Die Zeit" im Besondern, sinkt immer mehr. Schade, denn im Allgemeinen sind die Beiträge hier, auf dieser Hompage nämlich nicht so unter allem Niveau.Nun, wer sind denn diese angeblichen "Hungernden", wenn man sich mal die ganzen Photos genauer ansieht? Na? Eben! Jedenfalls keine Alten, keine Kinder, keine Midlifeagers und vorallem keine Frauen. Diejenigen, die da lautstark den Fetz machen, sind, jedenfalls nach den Bildern zu urteilen, zu 100% gutgenährte, gutgebaute, adoleszente junge Männer, die offensichtlich wohl nur einen pseudoallgemeinwohlfördernden, pseudoalthruistischen Anlass suchen, um mal wieder ein wenig die Sau rauszulassen. Hierzulande nennt man dieses präkere Klientel idR. Hooligans, Autonome, Faschos, Chaoten, Berufskrawallos usw, usf. Als besonders glamorös-prenteniös empfinde ich die gezeigten landwirtschaftlichen Rambazamba-Galagäste auf den Straßen von Buenos Aires, Argentinien.  Ubbs, 'wusste ja garnicht, dass alle Bauern in Argentinien max. 25 Jahre alt sind?! Naja, mal wieder was dazugelernt. ;o)))Mal ganz ehrlich, diejenigen, die da auf den Putz hauen, das sind doch vorallem linksradikale Antikapitalisten. Die greifen zur ihrer Molly, wenn die Lebnesmittelpreise steigen, weil die Konsumenten dann ja darben müssen, und wenn die Lebensmittelpreise fallen, dann zündeln sie ebenfalls mit ihrer selbstgebastelten Iluminationen, weil es dann im Umkehrschluss den Bauern schlecht geht. Egal welcher Anlass, Hauptsache man kann wiedermal so richtig schön seinen Hass pressewirksam rauslassen. Dabei haben ja vorallem die Verbraucher, überall auf der Welt, selbst schuld an dem/ihrem Dilemma. Sie konsumieren aufgrund weltweit gestiegenen Wohlstandes mehr Nahrung als für sie gut wäre, bzw. als die Argrarerzeuger z.Z herstellen können. Damit protestieren sie aber tatsächlich gegen sich selbst und ihr eigenes Verhalten. Absurd!!!!! Und zudem hat ebenfalls auch der politisch korrekte Okötreibstoff  einen nicht unerheblichen Anteil an der Krise. Vielleicht sollte insofern der eine oder andere Politiker oder Journalist einfach mal seine rosa-rot-grüne Brille von der Nase nehmen, um endlich wieder einen klaren Blick auf die Dinge zu bekommen.  ---

  3. @ auch wenn es keine Hungerproteste warenIn China kam es aufgrund mehrerer Faktoren ebenfalls zu Preisanstiegen mit den damit verbundenen Aufständen. Durch den schlimmsten Schneesturm seit wasweissichwann gingen die Lebensmittelpreise auch in die Höhe. Aufgrund der verstärkten Inlandsnachfrage stiegen die Schweinefleischpreise auf das doppelte. Das war unter anderem auch EINER der Gründe für die Krawalle in Lhasa. Besonders da die mit der Eisenbahn versprochene Preissenkung aufgrund des generellen Preisanstieges schwächer ausfiel als erhofft. China gehört aber trotzdem nicht zu den mit Hunger bedrohten Ländern - und das hat sie der bösen bösen KP zu verdanken, das gute gute demokratische Indien ist aber massivst davon bedroht. Vielleicht ein Grund der zum Verständnis beitragen kann, warum die KP nicht so verhasst in China ist wie im Westen.

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