Nahrungskrise

Hungerpreise

© ZEIT online Grafik

Überall steigen die Preise für Nahrungsmittel. Hunderttausende sind vom Hunger bedroht, warnt der IWF. Es geht nicht nur um Reis. Auch Mais, Weizen, Öle werden für viele unbezahlbar. Eine Übersicht in Grafiken Eine Gefahr für Wachstum, Stabilität, Demokratie, Frieden in der Welt: Gar nicht schlimm genug können Entwicklungspolitikern rund um die Erde die Warnungen klingen, mit denen sie vor den Folgen der drastisch gestiegenen Preise wichtiger Grundnahrungsmittel warnen. Ob Weltbank, Internationaler Währungsfonds oder Entwicklungsorganisationen - sie alle schlagen den gleichen Ton an. Wenn die Preise weiter steigen, wird der Hunger in viele Länder zurückkehren, wo er in den vergangenen Jahrzehnten besiegt schien. Die sozialen und politischen Folgen sind unabsehbar. Schon heute hungern 858 Millionen Menschen. Mit jedem Prozentpunkt, den die Lebensmittelpreise steigen, würden weitere 16 Millionen Menschen bedroht, sagt Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Jahrelang waren die Preise von Reis, Mais, Weizen und pflanzlichen Ölen relativ stabil geblieben. Doch seit Mitte vergangenen Jahres steigen sie massiv an. Seit Januar sind die Kurven nochmals deutlich steiler geworden.
Leser-Kommentare
  1.  
    Morgens der Tag mit frischen Brötchen beginnt.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Beim Weg in die Stadt die Zeit im Stau verrinnt.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Börsennachrichten zur vollen Stunde wichtig sind.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Globalisierungsrendite den Wohlstand uns bringt.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Im Einkaufszentrum fröhliche Kaufmusik klingt.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Der Minister mit Lobbyisten um Interessen ringt.
    Irgendwo auf der Welt verhungert jetzt ein Kind.
     
    Wie lebt man in Sicherheit lang und gesünder?
    Doch um uns herum, verhungern doch Kinder!
     
    Gerhard Falk

     
    www.falk-dautphetal.eu

  2. 2. Fakten

    Fakten:Weltgetreidproduktion: ca. 2.000.000.000 todavon: Futtergetreide: ca. 48 %davon Biodiesel: ca. 5,4 %Rest: Lebensmittel incl. SaatgutFazit: Nicht der Biodiesel sorgt dafür, dass in Entwicklungsländern das Brot oder der Reis knapp werden, sondern die verstärkte Nachfrage nach Veredlungsprodukten in Schwellenländern. Merke: aus 3 kg Getreide werden 1 kg Schweinefleisch. Lösung: Endlich wieder richtigen Ackerbau incl. gentechnisch veränderter Sorten betreiben + dafür sorgen, dass in guten Ertragsregionen wie z.B Simbabwe wieder richtig produziert wird. Nichts für ungut liebe Traumtänzer, aber das musste ich mal loswerden. Nascht weiter eure Dinkelkekse

    • treba
    • 14.04.2008 um 20:05 Uhr

    Gentechnisch veränderte Sorten sind eher schlecht, da sie, jedenfalls unter derzeitigen Umständen, einfach zu teuer für die Kleinbauern aus Dritte-Welt-Ländern sind. Auch das mit dem Fleisch ist nicht ganz richtig: für 1kg Schweinefleisch werden durchschnittlich 10 kg
    Getreide benötigt (eine von vielen möglichen Quellen:
    http://www.wasserstiftung...).Deshalb die einfachste (und gesundeste) Lösung für alle: endlich weg vom ständigen Fleischkonsum, mal ein paar Blühmchen essen. Einmal die Woche Fleisch oder Fisch sollte für jeden genug sein.Mit seit neuem vegetarischen Grüßen :)

  3. Warumk werden die Preise einegtlich in Dollar angezeigt? - Der verfällt doch im Vergleich zu allen anderen großn Währungen seit ca. 2 jahren kontinuierlich- in z. B € dargestellt, wären die Preissteigerungen längst nicht so dramatisch!

  4. 5. Hunger

    Jährlich steigt der Bedarf an Lebensmitteln um 3%,  z.  T. auch dadurch begründet, das sich immer mehr Menschen Fleisch leisten können. Zusätzlich wird jetzt ein (kleiner) Teil der Ernte energetisch verwertet. Die Erntemengen reichen dafür nicht mehr aus. In den letzten 10 Jahren wurde nur  2 Jahren mehr geerntet als verbraucht, in 8 Jahren wurde von den Vorräten gelebt. Das schlägtr sich auf die Preise nieder, weil die Vorräte langsam zur Neige gehen. In Zukunft haben wir letztendlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder  wir ernten mehr von den vorhandenen Flächen (intensivieren) oder wir vergrößern die Ernteflächen. (Regenwaldproblematik)  Wir müssen uns entscheiden. Idelogische Scheuklappen helfen nicht weiter. Auch die Nutzung der Gentechnologie darf für die Ernährung der Menschen kein Tabu mehr sein. Naturromantik und Ökoanbau helfen da nicht weiter

  5. und was wir hier nicht mitbekommen, sind solche Nachrichten: http://www.nationalpost.com/news/story.html?id=412984
    Dabei müßte es schon heute KEINEN HUNGER auf der Erde geben, wenn die man die vorhandenen Lebensmittel gut verteilte. Die Anbauflächen sind nicht das Problem - nur der gute Wille fehlt im Augenblick noch.
    Den Gentechnik-ist-unausweichlich-Blödsinn glauben nur die wenigsten und blauäugigsten unter Ihnen, meine lieben Mitkommentatoren, Gott sei Dank. Ganz wie im richtigen Leben - die Bevölkerung ist mehrheitlich dagegen.
    (Der Rest rottet sich selbst aus... lernen Sie mal was über Gentech-Fütterungsversuche an Tieren, dann wissen Sie, welche Schäden Gentechnik verursacht.)
    Dazu noch das Bienensterben (Colony Collapse Disorder) - vielleicht sogar durch Gen-Mais-Sirup-Fütterung begünstigt - und Sie sehen: es WIRD WIRKLICH ENG.Wir haben bestimmt keine Zeit für Experimente der Gen-Multis - das ist sicher.

  6. Ein roter Faden, nein, es wohl eher ein Trauerflor, zieht
    sich durch die bundesweite Berichterstattung über die gegenwärtige Hunger- und
    Finanzkrise: Der Glaube des Homo Ökonomikus, dass diese Krisen durch zu
    geringes wirtschaftliches Wachstum entstanden sind. Auf der Nordhalbkugel
    mangelt es Menschen an Arbeit und Einkommen, um ihren ausufernden Lebenstandart
    (Kredit) zu finanzieren; auf der Südhalbkugel mangelt es an Arbeit und
    Einkommen, um ihr Leben zu erhalten. Die angebotene Lösung lautet: Mehr Wachstum hier wie dort,
    und gut is’! Doch das dies nicht nur ein Trugschluss ist, sondern darin die
    Ursache der Probleme liegt, will seit Jahrzehnten kaum jemand zur Kenntnis
    nehmen. Geschweige denn akzeptieren, dass sowohl die Finanzmärkte aus einer
    begrenzt vorhandenen Geldmenge (wg. Geldwertstabilität) schöpfen, als auch
    Nahrungsmittel nur auf einer begrenzt vorhandenen Fläche wachsen, die zudem
    durch Klimaveränderungen, Wassermangel und dem Durst unserer Autos immer
    kleiner wird. Bemerkt eigentlich niemand, dass das, was nur begrenzt vorhanden
    ist, nur verteilt, umverteilt oder mit Gewalt von anderen genommen werden kann? Das knapper werdende Rohstoffe und Nahrungsmittel teurer und
    nicht billiger werden, ist wohl jedem Menschen klar, der sein intellektuelles
    Tafelsilber nicht mit der Unterschrift unter einen lukrativen Arbeitsvertrag
    oder einer Parteibeitrittserklärung abgegeben hat!  Dass wir auf der Nordhalbkugel die Macht und das Geld haben, unseren
    Lebensstandart seit Jahrzehnten zu Lasten der Südhalbkugel auszubauen,
    interessiert uns nicht wirklich: Uns geht es um steigende Wachstumsraten! (Dazu
    gehören auch die Patentierung von Saatgut, einschließlich der erforderlichen
    speziellen Dünge- und Pflanzenschutzmittel.)Wen wundert es da, dass sich der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Bert
    Rürup, besorgt darüber zeigt, dass eine Preissteigerung bei Lebensmitteln in
    Deutschland von 3 – 4 Prozent, die Hoffnung auf eine Belebung des privaten
    Konsums erneut zerschlagen könnte? Auf der Südhalbkugel wäre man froh, wenn die
    Lebensmittelpreise um diese läppische Quote steigen würden. Dort geht es ums
    Überleben und hier um goldene Kloschüsseln!

  7. Das sind doch keine Preise; erst wenn auch bekannt gegeben wird, welche _Menge_ des jeweiligen Materials die DollarZahl kostet, kann man von Preisen und von Information reden.Bis dahin halte ich diesen Beitrag für das Gegenteil der Information: HalbInformation mit VerdummungsAbsicht. Rote steigende Kurven zeigen, ohne die Angabe, wieviel man für das Geldbekommmt !! Damit keiner auf die Idee kommt,den Profit der Zwischenhändler nachzurechnen oder wozu sonst?

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