Suchmaschinen Weltverschwörung aufgedeckt!Seite 3/3

Solcherlei Information gibt es also auch in der Google-Falle , vielfach sogar überraschend sachlich und kundig präsentiert. Der Mann hat sich nämlich wirklich schlau gemacht. Gelegentlich, bei der Beschreibung technischer Detailfragen, scheint Reischl sogar des Staunens und der Sympathie für die Leistungen von Google fähig. Doch gleich fällt ihm seine Mission wieder ein und er erbebt: "Google ist zu einem 'Big Brother' mutiert, der bald in die hintersten Winkel unserer Privatsphäre blicken kann."

Schade. Denn wenn die Google-Falle einfach ein sauber recherchiertes Buch des Wissens über Google, seine Techniken und Möglichkeiten, Patente und Geschäftsbeziehungen, Verwicklungen und Verstrickungen geworden wäre und wir uns erst einmal wohl unterrichtet gefühlt hätten, hätten wir uns am Ende auch gern ein spekulatives Kapitel zum Thema "Was wäre wenn?" genehmigt. Was wäre, wenn Google einstmals alle über uns gesammelten Daten zusammenführte? Diese Daten interessierten Firmen oder Regierungen zur Verfügung stellte. Und wir plötzlich ziemlich nackt da stünden mit unseren Seitensprüngen, nicht druckreifen Gedanken und heimlichen Tricksereien.

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Dieses Szenario hätte uns ein bisschen besorgt gemacht. Und uns womöglich veranlasst, eins dieser Programme zu besorgen, die anonymes Surfen ermöglichen. Die Lektüre der Google-Falle wirkt leider anders. Zu viel Schaum vorm Mund, zu viel Alarm - so schlimm kann es in Wirklichkeit doch gar nicht sein. Da bleibt man lieber Optimist. "Die Welt ist eine Kugel, sie soll keine Google werden", mahnt Reischl auf seiner Homepage . Hauptsache bunt, lacht der Leser.

Gerald Reischl: Die Google-Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. Wien, Ueberreuter 2008, 208 Seiten, 18,95 Euro

 
Leser-Kommentare
  1. Schaffen es Autoren die sich mit dem Problem der Konzentration von zuviel Macht auf zu wenige Personen auseinandersetzen ohne die Wörter "Verschwörung" oder "VT" auszukommen? Das sollten sie mal versuchen!Es ist nur vernünftig sein Vertrauen (Geld, Daten etc) nicht den "Großen" zu geben, denn die wollen noch größer werden und die wollen eigentlich notwendig die Weltherrschafft. Deswegen kauft man, wenn man die Notwendigkeit von Revolutionen und das Ausbrechen von Kriegen verhindern will, auf dem Wochenmarkt und nicht bei Konzernen. Man gibt sein Geld nicht einer großen Bank die damit großes Unheil anrichten wird, sondern gar keiner Bank oder einer ganz kleinen.Es geht darum die Potentiale in der Welt fein zu verteilen. Also: Man wende sich von der "Macht" ab, in welcher Form auch immer sie einen anziehen und korrumpieren will.Es gibt so viele peinliche Diener der Macht: Die ganz aufgeregt und stolz sind wenn sie mal in ein "Zentrum der Macht" dürfen. Denen sei gesagt: Ihr dient dem falschen Gott. Und euer Verhalten wird nicht besser wenn ihr die Macht-Kritiker (die oft selber gerne mächtig wären) als VTler oder ähnlich bezeichnet. Das bezieht sich nicht unbedingt auf den Autor: Das weiß sowieso jeder selber von sich am besten.

    • Grisly
    • 13.04.2008 um 19:46 Uhr

    Aaron Russo äußert sich über die Weltverschwörunghttp://www.infofaktor.de/...

    • lef
    • 14.04.2008 um 19:22 Uhr

    Da war der Autor schon bei google und hat Nichts gelernt!Z.B., wie er sein 
    22 x 15,2 x 2,6 cm kleines Büchlein nicht für stoölze 20 Euro teuer verkaufen,sondern gratis verschenken kann - mit dieser google-Taktik würde er vielleicht sogar Leser finden.So bleibt denn auch Dies nur: Ein Furz mehr im Buchmarktgetöse.(Wer "google" nicht mag, kann jederzeit aussteigen! Ohne irgendwelche Programme oder Hardwareveränderung! Einfach wieder Postkarten schreiben und Brockhaus wälzen!))[Bitte achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise. /Die Redaktion pt.]

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