Haiti Hungersnot in Haiti

Die Weltbank sagte Soforthilfe in Höhe von zehn Millionen Dollar zur Linderung der Lebensmittelkrise zu

Nach dem Sturz des haitianischen Regierungschefs Jacques Edouard Alexis erwartet die UN-Mission Minustah in dem Karibikstaat die schnelle Bildung einer neuen Regierung. Bis zum Montagmorgen (Ortszeit) gab es allerdings noch keinen offiziellen Nachfolger für Alexis. Es seien jedoch viele Persönlichkeiten im Gespräch, schrieb die Agentur Haiti Press.

Die Weltbank sagte Haiti unterdessen Soforthilfe in Höhe von zehn Millionen Dollar (knapp 6,4 Millionen Euro) zur Linderung der Lebensmittelkrise zu. Mit dem Geld sollten die Preissteigerungen aufgefangen werden, hieß es in einer Erklärung der Weltbank.

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Die Minustah hatte am Sonntag erklärt, sie hoffe, mit der künftigen Regierung ebenso gut zusammenarbeiten zu können wie mit Alexis. Die aus rund 10 000 Soldaten, Polizisten und Zivilisten bestehende Mission der Vereinten Nationen ist seit Mitte 2004 in Haiti, um dem dem ärmsten Land Amerikas den Weg in die Demokratie zu ebnen.

Nach der Verfassung benennt Präsident René Preval gemeinsam mit den Vorsitzenden der beiden Kammern des Parlaments einen Kandidaten, der dann vom Parlament bestätigt werden muss. Der Senat, die zweite Kammer des Parlaments, hatte am Samstag nach tagelangen Unruhen die gesamte Regierung entlassen. Preval kündigte an, er wolle den Reispreis mit Hilfe von Subventionen um 15 Prozent senken.

Allgemein herrschte in Haiti die Hoffnung, dass damit die Unruhen, die das ärmste Land Amerikas seit über einer Woche erschütterten und bei denen fünf Menschen ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden, vorerst nicht wieder aufflammen. Die Gewalttaten und Plünderungen vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince hatten sich an den gestiegenen Preisen für Lebensmittel entzündet, sich dann aber vor allem gegen die Regierung gerichtet.

 
Leser-Kommentare
  1. Solche Hungersnöte und Aufstände in Schwellenländern wird es bald noch mehr geben, wenn nicht ein paar grundsätzliche Probleme angegangen werden: die Bevölkerungsexplosion (die offenbar aus Angst vor unseren Anti-Verhütungs-Predigern kein Thema in der Politik sein darf) und die Verschwendung von Ackerland für den fatalerweise Biosprit genannten Ressourcenverheizer. Schön, dass die Weltbank für kurzfristige Hilfe ein paar Almosen übrig hat, aber langfristig gilt, was auf 80er-Jahre-Autoaufklebern immer stand: Geld kann man nicht essen.

  2. Solange an den Börsen Nahrungsmittel "gehandelt" werden können und gierige Profiteure solche Szenen nur lieben werden, in denen schnell mal ein paar Millionen nachgeschoben werden, wird sich das ganze nur verschlimmern.

    Sicher, auch ein wenig Geburtenkontrolle wäre machbar,. aber das Problenm ist nicht, dass es nicht genügend Lebensmittel gibt, sondern die Gier des Menschen, immer noch mehr haben zu wollen. Und so bestimmen ein paar Hedgefonds, wer am nächsten Tag noch sein Schüsselchen mit Reis gefüllt bekommt.

  3. Haiti war schon immer ein Problemland gewesen. Die steigenden Nahrungsmittelpreise waren diesmal der Auslöser der Unruhen. Irgendwie hat es die Oberschicht des Landes  nie hinbekommen die riesige Armut der Bevölkerung zu verringern. Die UNO, was macht sie? Man sollte meinen, daß sie den Reichenmotor am laufen hält.
    Mein Vorschlag, gliedert dieses Land der  die USA an so bekommen die  Menschen dort bald einen wirtschaftlichen Aufschwung. Was nützt mir ein freies Land nach außen zu sein .......um  Hungers zu sterben?

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