Um den weltweit grassierenden Hunger wirksam zu bekämpfen, sind jährlich 20 bis 30 Milliarden Dollar für Ernährungshilfen und für Investitionen in die Landwirtschaft der Entwicklungsländer nötig. Das sagt der deutsche Agrarökonom Joachim von Braun, Direktor des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington, der ZEIT . Klicken Sie auf die Grafik für eine Übersicht der Hungerproteste in aller Welt

Von Braun widerspricht damit der Auffassung, die gegenwärtige Situation sei Ausdruck einer vorübergehenden Krise, die sich mit Nothilfe lindern lasse. Die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung werde nur gelingen, „wenn Forschung und Wissen gewaltige Fortschritte machen“, sagt der Forscher.

Boden, Wasser, Energie und Nährstoffe müssten viel intelligenter genutzt werden. „Sonst wird die Lage unbeherrschbar.“ Es sei „frustrierend“, sagt Joachim von Braun, „dass die Finanzkrise, die sich an der Wall Street oder in Frankfurt abspielt, unmittelbare politische Reaktionen hervorgerufen hat, die Finanzkrise von zwei Milliarden Menschen aber nicht“.

Lesen Sie das vollständige Interview mit von Braun von diesem Donnerstag an in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.