China Ausländische Studenten dürfen bleiben
Nach einer Meldung von Donnerstag sollten ausländische Studenten während der Olympiade des Landes verwiesen werden. Jetzt dementierte das chinesische Bildungsministerium.
Die Peking Universität und die Universität für Wirtschaft und Handel (UIBE) hatten am Donnerstag eine Meldung bestätigt, nach der alle ausländischen Studenten in China wegen der Olympischen Spiele in Peking im Juli und August das Land verlassen müssen. Bestätigungen von offizieller Seite gab es nicht. „Ich habe nichts in dieser Hinsicht gehört“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Chinas Bildungsministerium bezeichnete die Berichte am Freitag als "völlig falsch und unwahr". Die Behörden und Universitäten hätten die Studenten "niemals aufgefordert", während der Spiele das Land zu verlassen. "Während der Olympischen Spiele und Paralympischen Spiele können die ausländischen Studenten weiterhin rechtmäßig in China bleiben", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
Auch die Peking Universität dementierte heute. Berichte, nach denen die Universität die Studenten aufgefordert habe, das Land zu verlassen, seien "falsch". Am Vortag hatte das Büro für internationalen Austausch der Universität auf Anfrage der dpa mitgeteilt, dass Studenten auf höhere Anweisung hin nicht bleiben könnten, selbst wenn sie im September weiterstudieren wollten. Die Universität sagte jetzt, es gebe "keine Order von den Behörden, die Studenten zum Verlassen aufzufordern".
Die Pekinger Volksuniversität (Renmin Daxue) teilte auf dpa-Anfrage mit, dass Visa von Studenten, die nach Ende des Semesters Anfang Juli ausliefen, nicht verlängert werden könnten. Es sei "unmöglich" für solche Studenten, ihren Aufenthalt auszudehnen. Die Universität habe in diesem Jahr auch alle Sommerkurse gestrichen. Informierte europäische Kreise, die mit dem chinesischen Hochschulsystem vertraut sind, erläuterten, dass solche Visa früher in der Regel verlängert worden waren.
- Datum 18.04.2008 - 05:26 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa, Reuters
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fehlen einem bei solchen Nachrichten doch glatt die Worte! Das ist in der Tat eine Meisterleistung der chinesischen Regierung. Auf die Idee hätte Deutschland im WM Sommer 2006 doch auch mal kommen können. Doch wo wären da all die Touristen geblieben?
So demonstriert man jedenfalls keine Gastfreundlichkeit, indem man Austausch- bzw. Gaststudenten vor die Türe setzt. Diese Studenten kommen im besten Falle als BotschafterInnen ihres eigenen Landes (so zumindest sieht es der DAAD, der im übrigen "Deutscher Akademischer Austauschdienst genannt wird). Als vor die Tür gesetzte Gaststudentin in China würde ich mir echt überlegen, ob ich da noch einmal hingehe. Und als Land, dessen zukünftige Elite (im besten Fall) von China rausgeschmissen wird, würde ich mir echt überlegen noch irgendwelche Geschäfte mit denen zu führen. Ehrlich mal.
Tibet, weggesperrte Regimekritiker, allumfassende Überwachung (wenn auch nur z.T. simuliert...) und jetzt noch rausgeschmissene Studenten. Ich fordere: Touristen bleibt zu Hause! Fahrt nicht in dieses Land! Wenn die Sportler nicht boykottieren, dann eben ihr. (Der Fernseher bleibt auch aus.)
...müsste es doch den ignorantesten Sportlern dämmern, dass unter diesen Umständen China nicht der geeignete Ort sein kann, sich selbst und ihre verlogenen Medalien zu bejubeln.
So viel wie ich mitbekommen habe, ist diese Meldung von der chinesischen Botschaft dementiert wurde.
Die interessierten sollen sich dort erkundigen.
Bitte beim auswärtigen Amt überprüfen.
@4 Wenn Du einen wirklich belastbaren Beleg dafür hast, dass der einleitende Artikel eine Falschmeldung wiedergibt, dann wende Dich doch bitte an die Zeit-Redaktion.-Wenn ich das richtig sehe, werden Online-Artikel häufig nachkorrigiert. Das könnte dann vielleicht auch in diesem Fall geschehen.
diese Artikel ist nicht lesenswert.
Es ist ganz normal.
spiegel:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,548071,00.htmlTagsschau:Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer in China
Verwirrung um Visa für ausländische Studenten
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