China Ausländische Studenten dürfen bleibenSeite 2/2

Der Vertreter der Freien Universität Berlin in Peking, Thomas Schmidt-Dörr, wies darauf hin, dass viele Studentenvisa ohnehin zum Ende des Semesters Ende Juni oder Anfang Juli ausliefen. Wie ein Aufenthalt verlängert werden könne, sei offen. Die deutsche Botschaft in Peking wollte sich nicht äußern. Europäische Diplomaten hatten zuvor von Beschwerden ihrer Studenten in Konsularabteilungen berichtet, dass sie nicht bleiben könnten.

Die Behörden haben wegen der Spiele in Peking bereits die Vergabe von Visa an Ausländer massiv eingeschränkt. Betroffen sind vor allem Geschäftsleute, die häufig nach China reisen. Für jede Reise muss ein Visum beantragt und der Pass vier Tage eingereicht werden. Die Funktion Hongkongs als Tor zu China wurde mit den neuen Vorschriften praktisch aufgehoben. Die europäischen Handelskammern protestierten gegen die Verschärfung, die auch Geschäftsleute besonders träfen und "sehr negative" Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten habe.

Das Außenministerium verteidigte die Einschränkungen für Touristen und Geschäftsleute. Im Vergleich zu anderen Ländern sei die Visavergabe noch "ziemlich bequem", sagte die Sprecherin Jiang Yu. "Ich glaube, es wird keine negativen Auswirkungen auf normale Geschäfts- und andere Aktivitäten haben." Nach Presseinformationen begründet das Außenministerium in Peking die Beschränkungen mit der "internationalen terroristischen Bedrohung" der Olympischen Spiele und anderen Sicherheitserwägungen.

 
Leser-Kommentare
    • comen
    • 17.04.2008 um 15:11 Uhr

    fehlen einem bei solchen Nachrichten doch glatt die Worte! Das ist in der Tat eine Meisterleistung der chinesischen Regierung. Auf die Idee hätte Deutschland im WM Sommer 2006 doch auch mal kommen können. Doch wo wären da all die Touristen geblieben?
    So demonstriert man jedenfalls keine Gastfreundlichkeit, indem man Austausch- bzw. Gaststudenten vor die Türe setzt. Diese Studenten kommen im besten Falle als BotschafterInnen ihres eigenen Landes (so zumindest sieht es der DAAD, der im übrigen "Deutscher Akademischer Austauschdienst genannt wird). Als vor die Tür gesetzte Gaststudentin in China würde ich mir echt überlegen, ob ich da noch einmal hingehe. Und als Land, dessen zukünftige Elite (im besten Fall) von China rausgeschmissen wird, würde ich mir echt überlegen noch irgendwelche Geschäfte mit denen zu führen. Ehrlich mal.
    Tibet, weggesperrte Regimekritiker, allumfassende Überwachung (wenn auch nur z.T. simuliert...) und jetzt noch rausgeschmissene Studenten. Ich fordere: Touristen bleibt zu Hause! Fahrt nicht in dieses Land! Wenn die Sportler nicht boykottieren, dann eben ihr. (Der Fernseher bleibt auch aus.)

  1. ...müsste es doch den ignorantesten Sportlern dämmern, dass unter diesen Umständen China  nicht der geeignete Ort sein kann, sich selbst und ihre verlogenen Medalien zu bejubeln. 

  2. So viel wie ich mitbekommen habe, ist diese Meldung von der chinesischen Botschaft dementiert wurde.
    Die interessierten sollen sich dort erkundigen.

  3. Bitte beim auswärtigen Amt überprüfen. 

  4. @4 Wenn Du einen wirklich belastbaren Beleg dafür hast, dass der einleitende Artikel eine Falschmeldung wiedergibt, dann wende Dich doch bitte an die Zeit-Redaktion.-Wenn ich das richtig sehe, werden Online-Artikel häufig nachkorrigiert. Das könnte dann vielleicht auch in diesem Fall geschehen.

  5. diese Artikel ist nicht lesenswert.

  6. Es ist ganz normal.

  7. spiegel:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,548071,00.htmlTagsschau:Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer in China
    Verwirrung um Visa für ausländische Studenten

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