Grippe Wo die Virensuppe brodelt
Zwei neue Studien wollen die Brutstätte der jährlichen Influenza-Epidemie dingfest gemacht haben. Die eine weist nach Fernost, die andere tippt auf die Tropen. Wer liegt richtig?
Ein kleines, wandelbares Häufchen Erbgut. Eine schnörkellose Verpackung aus Eiweiß. Und ein gutes Versteck. Biologisch betrachtet sind die Grundzutaten für einen Killervirus übersichtlich, und gerade deshalb staunen selbst Forscher immer wieder, wie effektiv sich so ein Keim bisweilen der Bekämpfung entzieht. Zum Beispiel die Grippe. In unseren Breiten als Auslöser lästiger Wintermalaisen verkannt, hält das Influenzavirus weltweit eine wahrhaft monströse Gesundheitsmaschinerie auf Trab. Forschung, Überwachung, Therapie – nicht zuletzt müssen jedes Jahr angepasste Impfstoffe produziert werden, weil regelmäßig neue Subtypen des Virus auftauchen und die Impfungen aus der letzten Saison nicht mehr wirken. Und trotzdem sterben bis zu 500 000 Menschen jährlich an der Krankheit, einige Tausend davon in Deutschland.
Was also tun? Das Schlupfloch des Erregers finden! Wüsste man, wo alljährlich die neuen Grippeviren entstehen, könnte man sie frühzeitig aufspüren und besser bekämpfen – das sagt zumindest die Theorie. Und tatsächlich, nun gibt es gleich zwei neue Studien, deren Autoren besagte Brutstätte der Grippevarianten lokalisiert haben wollen: Britische Forscher der Universität in Cambridge präsentieren ihre Arbeit im Wissenschaftsmagazin Science , ein US-amerikanisch geführtes Team veröffentlicht seine Erkenntnisse in der aktuellen Ausgabe des Konkurrenzblatts Nature .
Beide Gruppen haben die Ausbreitung der häufigsten Influenzaviren anhand genetischer Analysen nachgezeichnet, außerdem betrachteten die Forscher auch die Veränderungen in der Eiweißhülle des Virus. Material für solche Analysen gibt es mittlerweile reichlich: Sowohl in den USA, als auch bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf sind die kompletten Erbgutsequenzen von mehreren Zigtausend Virusproben aus allen Epidemiegebieten der Welt verfügbar. Doch so ähnlich auch der Stoff der beiden Studien ist: Die Ergebnisse könnten kaum widersprüchlicher sein.
Das Nature -Paper des Briten Andrew Rambaut und des amerikanischen Virusgenetikers Eddie Holmes stützt die sogenannte Tropen-Hypothese. Die besagt, dass die Influenza ohne Unterlass in den feuchtwarmen Regionen der Erde, also in den tropischen Zonen Südamerikas, Afrikas und Asiens, zirkuliert und von dort je nach Jahreszeit in die gemäßigten südlichen oder nördlichen Regionen der Erde hin ausbüxt – so kommt es zu den bekannten Epidemien, die irgendwann von selbst enden und den Weg frei machen für den nächsten Übergriff aus den Tropen. Während das Virus aber in den Tropen lauert, generiert es fortwährend neue Subtypen, und deshalb kämpfen wir von Jahr zu Jahr mit neuen Virusvarianten.
Aber eben nicht nur – und das ist laut Rambaut und Holmes der Knackpunkt: Die Forscher haben für ihre Studie rund 1300 Virusproben untersucht, die aus New York und Neuseeland stammen - also aus den gemäßigten Klimazonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Obwohl hier in jedem Jahr die gefürchteten neuen Subtypen auftauchen, fanden die Wissenschaftler auch Virusstämme, die sich über die Jahre kaum verändert haben. Dieser Widerspruch lässt sich laut Studie nur auflösen, wenn die Viren einen festen Wohnsitz haben, an dem die alten Varianten fortbestehen.
Klingt plausibel, trifft aber auf den Widerspruch der Konkurrenz: Derek Smith und Colin Russell aus dem britischen Cambridge haben für ihren Science -Artikel immerhin mehr als 13 000 Proben untersucht und verglichen, und dabei auch alle fünf Kontinente betrachtet – ihre Arbeit ist damit die bislang umfassendste Studie dieser Art, und auch sie zeigt ein Muster für die jährliche Grippeausbreitung, eines allerdings, das sich erheblich von der Tropenhypothese unterscheidet.
- Datum 17.04.2008 - 05:16 Uhr
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Konrad Hao
Sehrgeehrte Damen und Herren,
Ich warsehr beeindruckt von dem Bericht " Wo die Virensuppebrodelt ", aus dem
hervorgeht, dass„Und trotzdem sterben bis zu 500 000 Menschen jährlich an der Krankheit, einige Tausend davon in Deutschland. “und „Jegenauer man die Bedingungen in Asien bis dahin kennt, desto besser die Bekämpfung der gefürchteten Pandemie. “
Es bleibtunverstaedlich und in dem Artikel unerwähnt, dassTaiwan immerhin ein Land mit 23 Millionen Einwohnern, der Weg in die Weltgesundheitsorganisationnoch immer versperrt ist. Der ganze Globus müsste lückenlos überwacht werden.
DerWeltgesundheitsbericht 2007 - mit Schwerpunkt auf „Eine sichere Zukunft:Sicherheit für globale Gesundheit im 21. Jahrhundert“ - betont die Bedeutungvon Informationsaustausch und Kooperation zwischen den Staaten bei derBekämpfung von Krankheiten. Der Bericht unterstreicht, dass die WHO mehr Mittelfür die Einrichtung eines umfassenden weltweiten Netzwerks zur Verhütung vonEpidemien bereitstellen muss.
Aber die WHOhat ihre eigenen Mechanismen zur Prävention von Epidemien abgeschwächt und mitdem Ausschluss taiwanischer Journalisten von der WHA-Berichterstattung eineLücke im globalen Gesundheitsnetzwerk geschaffen. Wenn die internationaleGemeinschaft weiterhin mit einem blinden Auge auf die Aktionen desHauptanstifters China, der diese Politik fortführt, blickt, wird das globaleNetzwerk für die Prävention von Krankheiten bedroht.
In jedem Jahr seit 2004 hat die Abteilung fürÖffentliche Information der Vereinten Nationen (UN) es abgelehnt, Journalistenaus Taiwan, Presseausweise für die Weltgesundheitsversammlung (WHA)auszustellen und sie damit außerstande gesetzt, über die Jahresversammlungdieses Gremiums zu berichten. Als Grund für die Verweigerung wurde angegeben,dass Taiwan kein Mitglied in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist.
Dasdemokratische Taiwan verfügt über eines der fortschrittlichstenGesundheitssysteme Asiens, und die Taiwaner fühlen sich verpflichtet, in dieWeltgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.
Jetzt ist es Zeit für die internationaleGemeinschaft eineMenschenrechtsverletzungder Taiwaner sowie die Europäer zu stoppen.
Mitfreundlichen Grüßen
Konrad Hao
Hamburg
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