Grippe Wo die Virensuppe brodeltSeite 2/2

Smith und Russell kommen zu dem Schluss, dass sämtliche Influenzawellen ihren Ursprung in Ost- und Südostasien haben müssen und dass das Virus dort nicht etwa schlummert, sondern innerhalb der Region von Epidemie zu Epidemie gereicht wird. Solange, bis eine neue Variante aus Asien heraus auf Weltreise geht. Die Forscher nennen diesen Motor der jährlichen Grippesaison das "Ost-Südostasien-Kreislauf-Netzwerk", und sie schließen aus, dass das Prinzip womöglich für tropische Gebiete im Allgemeinen gelten könnte. Denn in Südamerika, das ergibt der Vergleich der untersuchten Proben, entstehen keine neuen Virustypen, im Gegenteil: die Reise der Viren endet dort.

Um das grippale Übel möglichst nah an seiner Wurzel zu packen und verbesserte Impfstoffe herstellen zu können, lohnt nach Auffassung der Science -Autoren also das besondere Augenmerk auf China und Südostasien, und das dürfte auch im Interesse der Weltgesundheitsorganisation WHO sein, die sich an der Studie beteiligte. Denn die spezielle Sorge der Offiziellen gilt nach wie vor einem Influenzavirus, das im Moment noch Federvieh bevorzugt. Die Vogelgrippe wird, wenn, dann in Asien auf den Menschen springen, das ist längst unbestritten. Je genauer man die Bedingungen in Asien bis dahin kennt, desto besser für die Bekämpfung der gefürchteten Pandemie.

Ob die jetzt veröffentlichten Studien aber das alljährliche Ringen mit der normalen Grippe erleichtern werden, muss sich erst noch zeigen. Denn obwohl die untersuchten Datensätze groß sind, stellen auch sie nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit dar, und letztlich lassen sich aus den Ergebnissen zwar Regionen, aber noch nicht genaue Orte ablesen, an denen der Ursprung neuer Grippeviren zu suchen wäre.

 
Leser-Kommentare
  1. Konrad Hao
     
     
    Sehrgeehrte Damen und Herren,
     
    Ich warsehr beeindruckt von dem Bericht " Wo die Virensuppebrodelt ", aus dem
    hervorgeht, dass„Und trotzdem sterben bis zu 500 000 Menschen jährlich an der Krankheit, einige Tausend davon in Deutschland. “und „Jegenauer man die Bedingungen in Asien bis dahin kennt, desto besser die Bekämpfung der gefürchteten Pandemie.  “
     
    Es bleibtunverstaedlich und in dem Artikel unerwähnt, dassTaiwan immerhin ein Land mit 23 Millionen Einwohnern, der Weg in die Weltgesundheitsorganisationnoch immer versperrt ist. Der ganze Globus müsste lückenlos überwacht werden.
     
    DerWeltgesundheitsbericht 2007 - mit Schwerpunkt auf „Eine sichere Zukunft:Sicherheit für globale Gesundheit im 21. Jahrhundert“ - betont die Bedeutungvon Informationsaustausch und Kooperation zwischen den Staaten bei derBekämpfung von Krankheiten. Der Bericht unterstreicht, dass die WHO mehr Mittelfür die Einrichtung eines umfassenden weltweiten Netzwerks zur Verhütung vonEpidemien bereitstellen muss.
     
    Aber die WHOhat ihre eigenen Mechanismen zur Prävention von Epidemien abgeschwächt und mitdem Ausschluss taiwanischer Journalisten von der WHA-Berichterstattung eineLücke im globalen Gesundheitsnetzwerk geschaffen. Wenn die internationaleGemeinschaft weiterhin mit einem blinden Auge auf die Aktionen desHauptanstifters China, der diese Politik fortführt, blickt, wird das globaleNetzwerk für die Prävention von Krankheiten bedroht.
     
    In jedem Jahr seit 2004 hat die Abteilung fürÖffentliche Information der Vereinten Nationen (UN) es abgelehnt, Journalistenaus Taiwan, Presseausweise für die Weltgesundheitsversammlung (WHA)auszustellen und sie damit außerstande gesetzt, über die Jahresversammlungdieses Gremiums zu berichten. Als Grund für die Verweigerung wurde angegeben,dass Taiwan kein Mitglied in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist.
     
     
     
     
    Dasdemokratische Taiwan verfügt über eines der fortschrittlichstenGesundheitssysteme Asiens, und die Taiwaner fühlen sich verpflichtet, in dieWeltgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.
     
    Jetzt ist es Zeit für die internationaleGemeinschaft  eineMenschenrechtsverletzungder Taiwaner sowie die Europäer zu stoppen.
     
     
     
     
    Mitfreundlichen Grüßen
     
     Konrad  Hao
    Hamburg
     

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