Missbrauchsskandal "Ich habe wieder Licht gesehen"
Der Papst trifft während seines USA-Besuchs von katholischen Priestern Missbrauchte und gibt damit ein Zeichen der Entschuldigung, auf das die Opfer so lange gewartet haben
Es war eigentlich eine naheliegende und längst überfällige Geste. Aber sie schien für die katholische Kirche so unendlich schwer zu sein und nicht zu geschehen. Doch Papst Benedikt XVI. machte jetzt wahr, was sich Tausende von Amerikanern, die in ihrer Kindheit und Jugend von katholischen Priestern sexuell bedrängt, missbraucht und vergewaltigt worden waren, so sehnlich gewünscht hatten: Er empfing während seines Besuchs in Washington und New York am Donnerstagnachmittag überraschend drei der Opfer.
Stellvertretend für alle Leidtragenden hatte er zwei heute erwachsene Männer und eine Frau in die vatikanische Botschaft eingeladen, zum privaten Gespräch – ohne Ankündigung, ohne Fernsehen und großes Tamtam. Sie erzählten ihm, was ihnen als Messdiener damals Schreckliches widerfahren war und wie die Bischöfe diese Untaten Jahrzehnte lang teils geduldet, teils vertuscht und verschwiegen hatten. Wurden die Untaten in der Gemeinde ruchbar, wurden einige Kinderschänder im Priestergewand lediglich in eine andere Gemeinde versetzt, wo sie sich in aller Seelenruhe weiter an Kindern vergreifen konnten.
Als die ersten Opfer vor Gericht zogen, brach eine Lawine los. Sie erfasste viele Diözesen kreuz und quer in Amerika. Etwa 4000 junge Menschen, meist Knaben und junge Männer, sollen betroffen gewesen sein. Etliche Priester kamen ins Gefängnis, einer beging Selbstmord, Bischöfe dankten ab. Schadenersatzforderungen in Höhe von zwei Milliarden Dollar mussten die amerikanischen Bistümer bislang zahlen, manche Gemeinden standen vorm Bankrott, und Papst Johannes Paul II. rief in Rom eine Krisensitzung ein. Amerikas katholische Kirche war tief erschüttert. Bis heute leidet sie unter dem gewaltigen Vertrauensverlust.
Doch die Opfer wollten mehr als juristischen und finanziellen Beistand. Sie erwarteten ein offenes, klärendes Wort des Heiligen Vaters, eine päpstliche Entschuldigung. Vergebens – bis diese Woche.
Zwar bat auch Benedikt nicht öffentlich um Verzeihung, sondern sprach lediglich von einem schändlichen, schmachvollen Ereignis. Aber er hat den Bischöfen streng ins Gewissen geredet und Opfern Gehör geschenkt. Das sei ein historischer Moment gewesen, sagte einer der drei Geladenen sichtlich gerührt. „Ich bin zusammengebrochen, musste weinen, aber ich habe wieder Licht gesehen.“ Erstmals habe er wieder eine Messe besucht.
Auch die Zweite, eine Frau, stand in Tränen. Sie klammerte sich an ihren Rosenkranz, den ihre Mutter ihr mit auf die Reise zum Papst gegeben hatte. Und der Dritte im Bunde erzählte, er habe Benedikt zwei Dinge gesagt: An ihm und allen anderen Opfern sei nicht nur um ein menschliches, sondern ebenso ein kirchliches und religiöses Verbrechen begangen worden. Amerikas Katholische Kirche habe schwere Schuld auf sich geladen und diese noch lange nicht abgetragen. „Heiliger Vater, bitte bleibt wachsam !“ Der Papst habe jedes Mal zustimmend genickt.
- Datum 18.04.2008 - 12:12 Uhr
- Quelle ZEIT online
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dein symptom und zwar ausschliesslich im dunkeln.
anschliessend lass' dir von anderen sagen, dass das das licht ist.
mach' eine geste und lass' die medien es gross und breit erfahren.
gehe von lustvoller realität zu einem zeichen über und nenne das zeichen dann realität.
nenne diese realität göttliches verzeihen.
dann kaufe ein i-love-new-york-t-shirt.
und fliege virgin airlines.
sehr schön!!
Na ja, wenn das mal nicht die Lampen des entgegenkommenden Zuges am Ende des Tunnels sind! - Womit wohl eher bei dem erzkonservativen, katholischen Bimmelbähnchen Benedikt zu rechnen ist, wenn es mit der Wirklichkeit zusammen stößt. Aber auch das dann wenigstens eine Chance für ihn, mal in den Genuß von Sternchen sehen zu kommen.Es möge nützen!
Herzlichst Ihr
GEBE
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