Pokalfinale Triumph des FC HoeneßSeite 3/3

Und  der dabei noch - das ließ Philipp Lahm auf dem Weg zum Bankett durchblicken („Gott sei Dank waren keine Kameras dabei“) - in  der Lage ist, es in der Kabine hinterher richtig krachen zu lassen. Erstmals seit den legendären siebziger Jahren, als Hoeneß selbst noch über die Flügel spurtete, scheint der Verein wieder auf diese Mischung aus Genius und 
Gaudi zurückgreifen zu können, die ihm die bisher größten Triumphe bescherte.

Bei allem Jubel sollte dabei eine weitere, gewissermaßen auch  lebenswichtige Neuverpflichtung des FC Bayern nicht untergehen, zumal dieser Spiele auch einmal die Farben des Endspielgegners Borussia  Dortmund trug. Denn vor kurzem hatte Hoeneß einem  fast vergessenen  ehemaligen Mittelstürmer des Clubs einen neuen Job besorgt. Er trug  einst einen klangvollen Namen, die Älteren werden sich erinnern:  Jürgen Wegmann, genannt „Kobra“. Als der nun, total verarmt, in der Gosse zu landen drohte, holte ihn Hoeneß zu den Bayern zurück – in den Fanartikelt-Shop nach Oberhausen. „Ich lebe, weil die Bayern mich ins  Leben zurückgeholt haben“, sagt Wegmann.

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Dass er für die Wegmanns dieser (Bayern-)Welt genauso kämpft, wie um  die Verpflichtung der Ribérys, Tonis und Kloses, das ist vielleicht der  größte Unterschied zwischen Uli Hoeneß und seinen smarten Kollegen aus  Mailand, Chelsea, Barcelona. Er verpflichtet die Großen, aber verlierst dabei nicht die anderen aus den Augen verlieren.

Es könnte  sein,  dass es auch solche Gedanken waren, die ihm durch den Kopf  gingen, als er, während die Seinen feierten, ein paar Minuten für sich  allein sein wollte.

 
Leser-Kommentare
  1. Uli Hoeneß ist einer der größten Manager Europas! Was er erreicht hat, ist nicht mehr zu toppen. Wäre schön, wenn er nach Italien gehen würde.

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