Psychologie Humor auf der Couch hilftSeite 2/2
Erst dann kann der Therapeut den Patienten gelegentlich auf die Schippe nehmen. Natürlich mit der gebotenen Vorsicht: Fettnäpfchen lauern schließlich überall. Eines sollte der Therapeut jedenfalls vermeiden: über eine Pointe des Patienten überhaupt nicht zu lachen. Das käme einer Bestrafung gleich, und die ganze Misere begänne wieder von vorne.
- Datum 25.04.2008 - 07:12 Uhr
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Sagt der Lachmeister (Zitat): „Erst wenn ein Keil zwischen Ich und Über-Ich getrieben ist, wächst die
Empörung des Opfers gegen seine innere Unterdrückung, die einst eine
äußere war.“Selten so gelacht.Die Unterschied zwischen den psychischen Instanzen zu ermitteln .. und anzuerkennen, ist Erinnerungs- und Traumarbeit.Deshalb gelingt eine psychische Remedur (ja, das heißt: Abhilfe) bei Männern fast nie. ~ *Die Mäünners lachen sich ja psychich tot an Männerwitzen:Tünn (was man von katholisch Anton ableiten muss...) trifft Schäl.„Nu, sag, was hat dine Frau gistern gimacht. „Watt? Gimaaacht? Wer? Ming Frau?“„Nau, in de Fahrscholl, Döspaddel! Vergessn?“„Och! – Ging gut! - Is dann in enne Kreisel gekommen. Unn sah das rote Schild 30!...“„Unn?“„Jau, is durchgefallen.“„Wie?“„Hat sich verzellt!“„Watt? - Is sie 31x rumgefahren?“
Hilgers: „Erst wenn ein Keil zwischen Ich und Über-Ich getrieben ist, wächst die Empörung des Opfers gegen seine innere Unterdrückung, die einst eine äußere war.“ Es ist korrekt, dass es psychisch krank macht, wenn das Ich nicht dem Über-Ich genügen kann, um mal mit dem Freud'schen Instanzenmodell zu sprechen. Doch ob es die richtige Lösung ist, seinerseits das Über-Ich zu verurteilen und in seine Schranken zu weisen, muss von Fall zu Fall geklärt werden, da gibt es keine schablonenhafte Lösung. Der alternative Lösungsansatz in den Fällen, in welchen das Über-Ich sich als der starke Part erweist, wäre dann, das Ich derartig zu schulen, dass es den Anforderungen des Über-Ich genügen kann. Dies ist grundsätzlich möglich, ist jedoch nicht immer die bequemere Lösung.
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