Mai-Randale

Straßenkrieg der Extremisten

© Roland Magunia/ddp

Es waren die schwersten Ausschreitungen in Hamburg seit Jahren. Die Bilanz: mehr als 50 Festnahmen, verletzte Polizisten und viele kaputte Scheiben. So heftige Krawalle hat die Hansestadt seit Jahren nicht mehr erlebt. Bereits am Nachmittag nahm die Polizei bei den Ausschreitungen in Hamburg rund 250 Randalierer fest oder in Gewahrsam. Bei links- wie rechtsextremen Demonstranten sei die Gewaltbereitschaft dieses Jahr ungewöhnlich groß gewesen, berichteten Polizisten. Mehr als 20 der rund 2500 eingesetzten Beamten aus mehreren Bundesländern seien verletzt worden, hieß es am Abend in einer vorläufigen Bilanz der Einsatzkräfte. In der Nacht zum Freitag wurden weitere fünf in Gewahrsam genommen, es gab eine weitere Festnahme. Dem festgenommenen Demonstranten wirft die Polizei Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchte Gefangenenbefreiung vor. Bei den nächtlichen Krawallen, die bis knapp drei Uhr Morgens anhielten, wurden zwei weitere Beamte verletzt.
Leser-Kommentare
  1. Bei dem Anblick dieser "Autonomen" frage ich mich: Was ist da eigentlich im Elternhaus schief gelaufen? Wie konnte es nur passieren, dass Kinder zu Barbaren mutieren? Den Schluss, dass da gewaltige Defizite in der Reife- und Persönlichkeitsentwicklung vorhanden sind, lässt allein das äußere Erscheinungsbild dieser kriminellen Bande (statt blumiger Umschreibungen) zu. Selbstverstümmelung gilt ja allgemeinhin als ein untrügliches Zeichen für eine tiefsitzende Persönlichkeitsstörung, geradezu lächerlich wirkt es da, dieser dann, mit etwas roter Farbe, einen politischen Anstrich zu geben. Diese "Kiddy´s" gehören entweder eingewiesen, und zwar in die "Geschlossene", oder weggesperrt, keineswegs aber auf die Straße, wo ihnen mehr oder weniger wiederstandslos die Möglichkeit eingeräumt wird, ihrer "Gesellschaftskritik" Ausdruck zu verleihen.

  2. Bei dem Anblick dieser "Rechten" frage ich mich: Was ist da
    eigentlich im Elternhaus schief gelaufen? Wie konnte es nur passieren,
    dass Kinder zu Barbaren mutieren? Den Schluss, dass da gewaltige
    Defizite in der Reife- und Persönlichkeitsentwicklung vorhanden sind,
    lässt allein das äußere Erscheinungsbild dieser kriminellen Bande zu.Fixed.

  3. Die Krawalleure in Hamburg sollten als solche gesehen werden. Welche Parolen sie gerade gröhlen, ist denen egal. Hier steckt doch keine politische Überzeugung dahinter, allenfalls verbohrte Indoktrination.  Mit Extremisten diskutieren zu wollen, bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen. Auf Argumente antworten sie nur mit Parolen. Man fragt sich nur, wieso es der Polizei nicht gelingt, die handvoll Rädelsführer dingfest zu machen. Der überwiegende Teil dieser Chaoten ist doch feige oder unreif und randaliert nur  aus der Menge heraus. Ohne Aufhetzer löst sich der Haufen auf.Das ist die eine Seite. Auf der anderen  wertet gerade die Aktion gegen rechts das Häuflein Möchtegern-Nazis auf (Neonazis sind es nicht. Damals würden sie als erste in Arbeitslager verschwinden oder in KZs umerzogen worden sein). Tasächlich würde  der ganze Rechtsextremismus kaum noch wahr genommen und bis auf eine kleine Sekte minimiert werden, hörte der Unsinn mit den Gegendemonstrationen auf.[Anm.: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und vermeiden Sie missverständliche Formulierungen. /Die Redaktion pt.]

  4. Ja genau, sperren wir gesellschaftskritische, mündige Bürger weg, verbieten wir ihnen das Recht auf die Straße zu gehen und gegen repressive Strukturen in unserer Gesellschaft zu demonstrieren. Die Rechten sind ja sowieso harmlos und sonst stimmt in unserem neoliberalen Kapitalismus ja auch alles. Weiter so, ich schließe mich Ihrem Plädoyer für Rechts an! Wir brauchen mehr solche Supertypen mit Superideen, wie Sie!!

  5. Ich bitte vielmals um Verzeihung, dass ich es mir dreisterweise erlaubt habe, diese pseudopolitischen möchtegern-Revoluzzer als das zu bezeichen, was sie sind [...], ohne dabei standartmässig zu erwähnen, dass ich von deren pseudopolitischen möchtegern-Konkurrenten  genausoviel (oder wenig) halte. Ich gelobe hiermit Besserung und werde ab sofort jeden meiner Beiträge mit den Worten "...aber dieses Nazipack ist ja noch viel schlimmer." abschließen. [Bitte versuchen Sie, auf einem sachlichen Niveau diskutieren. /Die Redaktion pt.]

  6. bild nummer 7 zeigt anders als die unterschrift suggeriert eindeutig keine nazis, sondern teilnehmer der gegendemonstration, klar zu erkennen am symbol der "antifaschistischen aktion" auf dem transparent. und noch ein inhaltlicher kommentar: ich kann die ewige gleichsetzungstheorie nicht mehr hören (ganz zu schweigen von den csu-granden, die natürlich wieder nur eine eindämmung "linksextremer gewalt" fordern). linksextremisten brechen gesetze, üben gewalt gegen sachen aus, machen sinnlose demonstrationen, liefern sich auch immer wieder mal scharmützel mit der polizei (was ich persönlich strikt ablehne), kurzum: stören die öffentliche ruhe und erzeugen vornehmlich sachschäden.ABER: die linken zünden keine wohnhäuser an, ermorden keine obdachlosen und andere angeblich "unwerte lebensformen", springen nicht auf den köpfen von am boden liegenden schwarzen rum, kloppen nicht mit 20 leuten auf einzelne ein, überfallen keine festgesellschaften und jugendzentren, horten keine kriegswaffen, vergiften keine fußballstadien mit übelsten antisemitischen hetzparolen, führen keine bücherverbrennungen durch etc.wer diesen qualitativen unterschied nicht sieht und nicht begreift, ist einfach nur auf dem rechten auge blind und sollte sich mal ernsthafte gedanken über seine wirklichkeitskonstruktion machen und ein paar deutungsschemata revidieren.

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    Wenn die Bösen anfangen ihren primitiven Trieben freien Lauf zu geben, dann müssen die Guten zur Stelle sein. Die Staatsgewalt ist ja anscheinend überfordert oder will die rechte Szene unterstützen, indem hier das Gefühl vermittelt wird, die Linken seien schuld.Freiheit heisst halt nicht alles machen zu dürfen, was man machen will und kann sondern vielmehr unter Betracht der Staats- und Zivilisationsregeln seine "Restfreiheit" zu genießen. In einer modernen Freiheit ist man sozusagen nicht frei und von daher sollten auch Nazis Grenzen gezeigt werden. Wenn sie schon von ihren Familienhäusern nicht beigebracht bekommen haben, wie man sich in der Gesellschaft zu benehmen hat, dann soll dies der Staat schnell nachholen.Bis der Staat aber soweit ist, müssen sich die Guten (auch Linken) immer stärker einmischen.Edmund Burke sagte schon so schön : "Zum Triumph des Bösen, reicht es wenn die Guten nichts tun."

    • xgurux
    • 04.05.2008 um 0:50 Uhr

    bild nr. 7 zeigt tatsächlich Neonazis, bitte beachten Sie das symbol mit schwarzen fahnen, im gegensatz zur "antifaschistischen aktion", dort besteht es auch einer schwarzen und einer roten fahne! das ist die krux, die neonazis, bzw. die "autonomen nationalisten" kopieren die optik...

    Wenn die Bösen anfangen ihren primitiven Trieben freien Lauf zu geben, dann müssen die Guten zur Stelle sein. Die Staatsgewalt ist ja anscheinend überfordert oder will die rechte Szene unterstützen, indem hier das Gefühl vermittelt wird, die Linken seien schuld.Freiheit heisst halt nicht alles machen zu dürfen, was man machen will und kann sondern vielmehr unter Betracht der Staats- und Zivilisationsregeln seine "Restfreiheit" zu genießen. In einer modernen Freiheit ist man sozusagen nicht frei und von daher sollten auch Nazis Grenzen gezeigt werden. Wenn sie schon von ihren Familienhäusern nicht beigebracht bekommen haben, wie man sich in der Gesellschaft zu benehmen hat, dann soll dies der Staat schnell nachholen.Bis der Staat aber soweit ist, müssen sich die Guten (auch Linken) immer stärker einmischen.Edmund Burke sagte schon so schön : "Zum Triumph des Bösen, reicht es wenn die Guten nichts tun."

    • xgurux
    • 04.05.2008 um 0:50 Uhr

    bild nr. 7 zeigt tatsächlich Neonazis, bitte beachten Sie das symbol mit schwarzen fahnen, im gegensatz zur "antifaschistischen aktion", dort besteht es auch einer schwarzen und einer roten fahne! das ist die krux, die neonazis, bzw. die "autonomen nationalisten" kopieren die optik...

  7. Sie sollten einfach nur froh sein, dass es in unserem Land verantwortungsbewusste Mitbürger gibt, die all die Strapazen und Mühen nicht scheuen, um überall, wo Rechtsextreme wieder einmal den Aufstand erproben, eine Gegendemonstration veranstalten! Wenn wir eines aus dem Holocaust gelernt haben sollten, dann ist dies: "Wehret den Anfängen" Und zum Umgang mit dem Thema Gewalt gehört eben auch ein wenig mehr Realismus. Schließlich schrieb gerade erst die ZEIT: "Die Polizei warnt vor einer neuen Gewalt-Dimension: Die 1.500 Rechsextremen, die in Hamburg demonstrierten, waren sehr jung und überaus aggressiv."Ich bin ausdrücklich gegen jede Form von gewalttätiger Auseinandersetzung, aber Sie müssen diese Ausschreitungen dann schon im jeweiligen Kontext betrachten und können nicht erwarten, dass Linke oder einfach nur Mitbürger, die die Demokratie verteidigen möchten, durch und durch friedlich auf diese gesellschaftlichen Fehlentwicklungen reagieren

  8. Dass es in der Natur des Menschen liegt, sich die Welt so zurechtzulegen, wie es einem gerade passt, ist ja hinlänglich bekannt. Wie Sie in meinem Kommentar ein Plädoyer für Rechts zu erkennen glauben, bleibt mir daher auch gänzlich verborgen. Liegt es eventuell daran, dass ich es nicht befürworte, dass Polizisten und unbeteiligte Passanten durch zu Pflastersteinen materialisierte Protestbekundungen gegen Rechts, den Staat, Kapitalismus oder wen auch immer, verletzt werden? Oder halten Sie mich vielleicht deswegen für einen Befürworter der Glatzenfraktion, weil brennende Barrikaden und Autos, meiner Meinung nach, nicht zu den Standarterscheinungen einer Demonstration gehören sollten?  Sicher, das sind natürlich alles nur Mittel, die der Zweck heiligt, denn dieses Nazipack ist ja noch viel schlimmer.

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