Amstetten Hyänen am HorrorhausSeite 3/3
Natürlich schützt das Medienrecht auch in Österreich die Rechte der Opfer auf Privatsphäre. Aber die Höchststrafe von 20.000 Euro zahlen Verlage, deren Auflage mit Hilfe der Skandal-Berichte steigt, „mit der linken Po-Backe“, wie es die Kinder- und Jugendanwältin formuliert.
Sicher gibt es nicht nur in Österreich ungebremsten Sensationsjournalismus. „Aber im Vergleich etwa zu Deutschland sehe ich schon zwei massive Unterschiede“, meint die Medienanwältin Windhager: „Erstens sind bei solchen Verletzungen der Privatsphäre die Summen, die deutsche Medien bezahlen müssen, ungleich höher. Und zweitens gibt es in Deutschland nicht nur Boulevard, sondern auch Qualitätsmedien.“
In Österreich hingegen sei die Boulvardisierung viel weiter vorangeschritten. So hat auch der öffentlich-rechtliche ORF, eigentlich die Speerspitze des seriösen Journalismus im Land, den vollen Namen des Täters veröffentlicht. Und hat genau dadurch mitgeholfen, dass auch die Opfer dieser Tragödie leichter zu identifizieren sind.
Aber zumindest die Polizei hat aus dem Fall Kampusch gelernt: Von dem Keller-Verlies in Amstetten wurden zwar Bilder herausgegeben, allerdings nur jene, auf denen die engen Gänge in dem Sechzig-Quadratmeter-Versteck und die sanitären Einrichtungen zu sehen sind. Fotos der Schlafräume wurden den Medien bewusst nicht zur Verfügung gestellt.
Bei Kampusch durfte die Öffentlichkeit ihr Kellerverlies in allen Details begutachten, samt der Wäsche, die das Mädchen dort aufgehängt hatte, den Kleinigkeiten an der Wand, mit dem sie das Versteck unter der Erde zu einem Zuhause schmückte, und all ihrer persönlichen Dinge, die dort noch herumlagen. Bis schließlich das Opfer die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen musste, dass dies wohl ihre Privatsphäre sei.
- Datum 07.05.2008 - 13:31 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Es ist gerade grotesk, dass sie hier gegen die Medien protestieren.
wie das amen im gebet folgt auf die berichterstattung des boulevard die schelte der anspruchsvollen. so kann man gleichzeitig seinen lesern auch entsprechendes lesefutter vorsetzen und sich mittels metaebene moralisch von den anderen absetzen. dass sich ausgerechnet ein wiener journalisterl damit hervortut und den saftigen knochen nach hamburg apportiert, ist typisch für die masochistischen tendenzen mancher unserer landsleute. wer wird sich denn die möglichkeit entgehen lassen, ein thema zweimal zu verwursten und zweimal eine gaasch zu kassieren.
typisch auch die reaktion unserer politiker. nach lippenbekenntnissen alles für die opfer zu tun, folgt nun gleich die angst vor imageverlust und wirtschaftlichen(touristischen)einbußen. schein geht vor sein.
wie das amen im gebet folgt auf die berichterstattung des boulevard die schelte der anspruchsvollen. so kann man gleichzeitig seinen lesern auch entsprechendes lesefutter vorsetzen und sich mittels metaebene moralisch von den anderen absetzen. dass sich ausgerechnet ein wiener journalisterl damit hervortut und den saftigen knochen nach hamburg apportiert, ist typisch für die masochistischen tendenzen mancher unserer landsleute. wer wird sich denn die möglichkeit entgehen lassen, ein thema zweimal zu verwursten und zweimal eine gaasch zu kassieren.
typisch auch die reaktion unserer politiker. nach lippenbekenntnissen alles für die opfer zu tun, folgt nun gleich die angst vor imageverlust und wirtschaftlichen(touristischen)einbußen. schein geht vor sein.
Es ist in aller gesellschaftlichen Bereichen so. Die Medien wollen nur Schlagzeilen und egal was kostet. "Die Zeit" ist auch nicht besser als Bild in diesen Tagen. Leider
Das gerade ist eine der Hauptfunktionen der Presse: die zahlenden Gaffer an die Unfallorte der Gesellschaft zu bringen, damit sie sich dort am Elend der andern weiden und sich selbst sagen können: Schon schlimm. Schlimm schön. Aber vor mir dampft der Kaffee. Noch ein Zuckerl. ___________________
Lyriost – Madentiraden
...die ZEIT schwiege zu diesem Fall?
...die ZEIT schwiege zu diesem Fall?
auch einige Kommentatoren hier scheinen nicht besser zu sein als Forumsteilnehmer von s****** online.Lesen Sie doch mal den Artikel bevor Sie motzen...Die allgemeine Berichterstattung, muss - wir sind uns hoffentlich einig hier - nach wie vor stattfinden. Dieser Fall ist erschütternd und sagt einiges über unsere Gesellschaft aus. Ich möchte informiert werden und mehr darüber erfahren.Allerdings sind Namen und Fotos völlig irrelevant und dienen einem ganz anderen Zweck. Darum geht es in diesem Artikel.
hat in dem vom "Falter" übernommenen Artikel "Ganz unten" Adresse und Vornamen veröffentlicht, im Stern kann man zum Teil nicht mal unkenntlich gemachte Fotos sehen und auf BBC liest man den Nachnamen der Familie. Das beschränkt sich absolut nicht auf österreichische Medien.
... wo doch auch der zeit offenbar der sexuelle aspekt der traurigen geschichte wichtiger ist als alles andere?
woher sonst die durchgängige reisserische schlagzeile "inzest-drama" als wären 24 jahre eingesperrtsein nicht ausreichend, um leser zu locken?
"Das Oberlandesgericht Wien hat vor einem Jahr entschieden, Fellners Methoden dürfe man ruhig als „Hyänenjournalismus“ bezeichnen."Und welches dieser Drecksblätter, welche die Opfer erbarmungslos zur Schau stellen und durch den Dreck ziehen juckt das, wenn ihr Getratsche (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang das Wort Journalismus zu verwenden) als Hyänenjournalismus bezeichnet wird? Für solche Situationen bedarf es vorbeugend eines Gesetzes: Wenn ein Blatt die Privatsphäre der Opfer missachtet muß es ohne wenn und aber dichtgemacht werden können und die Besitzer müssen enteignet werden.Das ist das einzige was hilft um die Opfer zu schützen. Geldstrafen auch in Höhe von Millionen bringen nichts, denn am Ende lohnt es sich finanziell immer für die Drecksblätter, weil sie durch Befriedigung niedrigster Instinkte auf Kosten der Opfer ihre Auflagen in die Höhe treiben. (Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
Gibt es überhaupt eine Zeitung mit Format in Österreich?G. Soziologiestudent
Nur Interesse halber - fragt das ein deutscher Soziologiestudent, der vielleicht in Österreich studiert? Auf Kosten Österreichs möchte ich dazu erwähnen. Muss man sich in diesem Fall nicht auch langsam Sorgen um das intellektuelle Potential der Deutschen machen, wenn das so weiter geht? Nur so, aus Interesse in den Raum gestellt.
Nur Interesse halber - fragt das ein deutscher Soziologiestudent, der vielleicht in Österreich studiert? Auf Kosten Österreichs möchte ich dazu erwähnen. Muss man sich in diesem Fall nicht auch langsam Sorgen um das intellektuelle Potential der Deutschen machen, wenn das so weiter geht? Nur so, aus Interesse in den Raum gestellt.
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