Hamburg/Nürnberg Gewalt auf Anti-Nazi-Demos eskaliertSeite 2/2
In Hamburg räumte die Polizei mit Wasserwerfern die Straße vor dem rechten Demonstrationszug, die von Gegendemonstranten blockiert worden war. «Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Es gibt sehr, sehr viele gewalttätige Aktionen», berichtete Polizeisprecher Ralf Meyer. Sowohl auf linker als auch auf rechter Seite seien Demonstranten schon lange nicht mehr so aggressiv vorgegangen. «Es war nicht klar, ob die Polizei es schafft, Rechte und Linke auseinanderzuhalten», sagte eine Beobachterin. Sobald sich Lücken aufgetan hätten, hätten Autonome die Rechtsextremen angegriffen.
Sachbeschädigungen hätten nicht verhindert werden können, sagte die Polizei. Müllcontainer brannten, auch Menschen wurden verletzt. Augenzeugen berichteten von «riesigen Qualmwolken». In den unübersichtlichen Nebenstraßen und Hinterhöfen rund um den Barmbeker Bahnhof versuchten Gegendemonstranten aus den Reihen eines großen Protestzugs mit rund 10.000 Teilnehmern, zu den Rechten durchzubrechen. Diese wiederum vermummten sich teilweise und zündeten Feuerwerkskörper. Doch ihr Hauptziel habe die Polizei erreicht, hieß es - das direkte Aufeinandertreffen der beiden Seiten weitgehend zu unterbinden.
Besonders heikel sei es allerdings gewesen, die NPD-Demonstranten heil aus Hamburg zu bringen, berichtete eine Augenzeugin. Auf die U-Bahnen, die diesem Zweck dienen sollten, seien Steine geflogen. Auch normale Fahrgäste hätten darin gesessen, unter ihnen eine junge Frau, die einen Schock erlitten habe.
Erheblich friedlicher hatten am Morgen zahlreiche Barmbeker Bürger bei einer großen gemeinsamen Demonstration ihre Ablehnung des NPD-Aufmarschs bekundet. Etliche Menschen trugen handbemalte Plakate gegen Rechts, von zahlreichen Gebäuden hingen Protestbanner mit Aufschriften wie «Nazis raus». «Aus unserer Sicht war die Aktion ein großer Erfolg, ein so breites Spektrum an Leuten hat in Hamburg lange nicht gemeinsam demonstriert», sagte Wolfram Siede vom Hamburger Bündnis gegen Rechts.
(Von Sebastian Bronst und Anna Schneider, dpa; mit weiterem Material von dpa und ergänzt durch Augenzeugenberichte)
- Datum 01.05.2008 - 09:16 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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Hi @ll
Kann mir mal jemand diesen Wiederspruch erklären
Zitat
*Erst als am Nachmittag die rund 1000 rechten Demonstranten mit Sonder-U-Bahnzügen aus der Stadt gebracht wurden, atmeten die Sicherheitsbehörden auf. *
Es randalierten zwar die Linksradikalen, aber die Polizei war froh das die "Rechten" verschwanden.
Warum bitte wurden nicht auch die "Linken" mit Sonderzügen aus den Stadt verfrachtet?
Ach so ich vergaß, "Linke" haben Narrenfreiheit, egal was sie verzapfen.
Gruss
Rene
vielleicht solltest du die saetze zwischen deinen zitaten beachten, dass hilft dann auch bei der erschließung des kontextes.
die barmbeker buerger hielten den startpunkt der rechtsradikalen mit demokratischen mitteln wie sitzblockaden besetzt. die polizei hatte allerhand zu tun, um euch den weg frei zu pruegeln und zwar in dem ausmaß, dass sich der veranstalter der buendnisaktion gegen rechts gezwungen sah, zum schutze der teilnehmer, die gegendemo vorzeitig aufzuloesen.
da die polizei mit den anwohnern des stadtteils - und hier nehm ich bezug auf die frage, weshalb diese nicht "weggekarrt" wurden - welche die demonstration des menschenfeindlichen mobs ablehnten genuegend "um die ohren" hatte, kam es leider auch zu uebergriffen, aus der polizeilich wenig beachteten demonstration der rechten. unter anderem wurden journalisten und fotografen des ndr verletzt.
ein weiteres video auf der seite der boulevard zeitung mit dem b, sieht man zum beispiel den wegen koerperverletzung vorbestraften s. borchert, seit 1980 rechtsextremer aktivist - unter anderem in der bereits verbotenen partei FAP -, wie er wenig spaeter mit einer ganzen horde neonazis/ autonomer nationalisten auf gegendemonstranten drauf stuermt.
http://www.bild.de/BILD/video/clip/regional/hamburg/startseite/hamburg.html
ich hoffe, deine fragen konnten beantwortet werden..
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