Religionen
Woran glaubt China?
China erlebt eine Welle der Religiosität. In einer vierteiligen Bilderreihe werden die wichtigsten Strömungen vorgestellt. Die dritte Folge handelt vom Katholizismus Die römisch-katholische Kirche in China hat eine lange und komplizierte Geschichte. Christlicher Glaube existierte dort in verschiedenen Formen bereits seit der Tang-Dynastie, also mindestens seit dem 8. Jahrhundert. Seit der Gründung der Volksrepublik China 1949 durch die Kommunistische Partei, ist der Status der katholischen Kirche innerhalb der chinesischen Gesellschaft höchst umstritten. Obwohl die katholische Kirche offiziell verboten ist, verlangt die chinesische Regierung dennoch die Loyalität aller katholischen Christen zum Staat. Gottesdienste dürfen nur in staatlich zugelassenen Kirchen, die zur Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung (KPV) gehören, stattfinden. Dadurch werden die Katholiken genötigt, die Verbundenheit mit dem Heiligen Stuhl zu lösen, da sie den Papst nicht als Kirchenoberhaupt ansehen dürfen. Dem Papst anhängende Katholiken feiern ihre Gottesdienste aus Angst vor Verhaftung im Untergrund.
- Datum 23.05.2008 - 04:20 Uhr
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