Kunst

Der andere Warhol

Robert Rauschenberg 1974

© Robert Rauschenberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2008; Photograph by Art Kane

Robert Rauschenberg ist tot. Der Wegbereiter der Pop Art starb am Montag in seinem Haus in Florida. Rauschenberg wurde 82 Jahre alt. Eine Bildergalerie Durch seine , Arbeiten, die die Schranken zwischen Malerei und Skulptur auflösen, wurde er in den fünfziger Jahren berühmt. Er brachte Alltagsgegenstände wie Autoreifen, Fahrräder und ausgestopfte Ziegen in Collagen zusammen, die sich vom damals vorherrschenden entfernten und der Pop Art den Boden bereiteten. Rauschenberg vermochte Malerei, Kunst und Leben nicht voneinander zu trennen. Ein Bild sei nur wirklich, sagte er einmal, wenn es aus Teilen der wirklichen Welt gemacht sei. Man müsse den Reichtum der Welt nur einsammeln. Dabei begann Rauschenberg mit monochromen und . Später arbeitete er mit Siebdrucken, setzte das Verfahren aber anders ein als sein Pop-Art-Kollege Andy Warhol. Rauschenberg ging es nicht um Überhöhung, sondern darum, verschiedene Zeitungsbilder möglichst eng miteinander in Beziehung zu setzen. Die pathetischen Gemälde der Nachkriegszeit waren ihm suspekt. Legendär ist seine frühe Arbeit (1953) - ein ausradiertes Bild von . Die künstlerische Frische seiner Anfänge hat sich Rauschenberg bis ins hohe Alter bewahrt. Die momentan im Münchner zu sehende Ausstellung widmet sich dem Spätwerk des amerikanischen Künstlers. Entstanden auf Reisen durch Italien, Frankreich, Israel und Indien, vereint Fundstücke und wenig bekannte Werke aus Rauschenbergs Œuvre. Es sind Skulpturen, Installationen und Gemälde, die einen Rückblick auf Robert Rauschenbergs Schaffen erlauben.