Hochschulpolitik Die Posse von EichstättSeite 3/3
Offenbar geht es aber um mehr als um Persönliches. Zur Disposition steht auch die Unabhängigkeit der Universität, die immerhin zu drei Vierteln vom Land Bayern finanziert wird. Der amtierende Hochschulleiter Stefan Schieren sagte am Donnerstag, die Wahl durch die Hochschule und die Bestellung durch den Bischof müssten „künftig stärker ineinandergreifen“.
Gespräche zwischen Universität und Bistum über ein neues Verfahren sollen zügig beginnen, heißt es. Vielleicht werden die Kandidaten in Zukunft schon vor ihrer Wahl von den Bischöfen gesiebt. Auch über ein Durchgriffsrecht des Vatikans wird spekuliert. In jedem Fall will die katholische Kirche ihre einzige Universität im deutschsprachigen Raum stärker an die Kandare nehmen.
Was das für den größten Geldgeber, das Land Bayern, bedeutet, müsste Minister Goppel beantworten. Der Einfluss auf die Qualität von Forschung und Lehre muss abgewartet werden. Klar ist heute schon, dass der Ruf der Universität, die jüngst in diversen Rankings auf vorderen Plätzen rangierte, gelitten hat. Ein umfassend gebildeter, weltoffener, aufgeklärter Christ wie Ulrich Hemel hätte der kleinen Uni in Oberbayern gut getan.
- Datum 04.07.2008 - 10:51 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Die Katholische Universität Eichstätt hatte noch nie einen guten oder befriedigenden wissentschaftlichen Ruf. Er konnte deshalb auch durch diese sehr merkwürdige Personalentscheidung der kath. Kirchenleitung nicht weiter beschädigt werden. Weshalb der Freistaat Bayern für diese überflüssige Uni zwei Drittel des Gesamtbuget trägt und damit Steuergelder in erheblicher Größenordnung 'verschwendet', sollten die bayerischen Bürger vor der nächsten Wahl prüfen. Der Papst, seine Vatikan-Bürokratie und die deutschen Bischöfe sollten z.K. nehmen, daß Deutschland ein demokratisch verfaßter Staat, im Gegensatz zum Vatikan, ist und die politischen Repräsentanten der deutschen Bürgerschaft Rechenschaft schuldig sind. Auch in Bayern sind weniger als 50 Prozent der Bevölkerung Mitglied der Katholischen Kirche! Noch einmal: Schade um's viele Geld!
Die Wurzeln diesen strengen und sehr konservativen Papstes liegen in Bayern. Aber die Zukunft und Hoffnung der katholischen Kirche liegt ganz woanders. Aber wo?
"Laut Grundordnung ist allerdings eine „doppelte Legitimation“ des Amtes erforderlich. Der Kandidat kann erst ernannt werden, wenn ihm der zuständige Bischof" sein plazet erteilt (das dpmmliche "seine segen" lasse ich mal weg).
der zuständige bischof hat, aus gründen, die man teilen kann oder nicht, dieses plazet verweigert.
punkt.
damit ist die bedingung der grundordnung nicht erfüllt und die berufung nicht möglich.
wo genau ist da bitte der eingriff in die autonomie?
gleichartige beschränkungen gelten für berufungen an anderen universitäten auch -- auch hier muss das zuständige ministerium sein plazet geben.
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