Rechte Die neue rechtsradikale MitteSeite 2/2

Es muss ja nicht immer gleich dummdreiste Holocaust-Leugnung sein, pseudo-naive Nazi-Verklärung, kindische Zahlenmystik („88“), rabiater Antisemitismus, unverhohlener Fremdenhass und gewalttätiger Rassismus. Die italienische Salonversion verschreckt weniger Wähler und verspricht mehr Erfolg. Wenn der verwässerte Faschismus light erst einmal Schule in Europa macht, werden die Tribune des kontinentalen Rechtspopulismus, die Haiders, Blochers, Wilders’, Dewinters, Kjaesgaards & Co., bald altbacken und unmodern aussehen.

Und unsere traditionellen (Mitte-)Rechts-Parteien, die im Moment damit beschäftigt sind, die schwächelnde (Mitte-)Links-Konkurrenz ebenda zu überholen, stehen dann plötzlich vor neuen Herausforderungen. Und vor der strategischen Entscheidung, ob sie die neue postdemokratische Mode des Berlusconismus mitmachen.

 
Leser-Kommentare
  1. ein genialer Wort-Hülsen-Fabrikant.

  2. Herzliche Grüße aus Akodo Beach, Lagos!

  3. 1. Ich habe Berlusconi garantiert nicht gewählt, aber sein Wahlsieg war eine logische Konsequenz.Ja, in Italien sind so Einige ganz weit oben in der Politik, die eigentlich gar nicht dahin gehören, aber wenigstens ist es so schön offensichtlich ... (und zwar in allen Lagern).2. Erstmal bitte richtig mit der italienischen Politik auseinandersetzen. Die Panikmache von allen Seiten hilft keinem, vor allem nicht den Italienern.3. Nationale Politik in europäische Tendenzen umzumünzen ist ja mal mehr als utopisch. In den vergangenen Jahrzehnten sind die abstrusesten Sachen in den europäischen Nationalstaaten geschehen, aber dass die Wähler bei ihrer Wahlentscheidung Europa im Hinterkopf hatten (ist zwar wünschenswert) bleibt Wunschdenken. Bei den Briten schon mal gar nicht. Was nationale Parteien angeht auch nicht. Die Europakarriere ist doch nur das Abstellgleis...

  4. ... Zustimmung, zu der Bezeichnung Wort-Hülsen-Fabrikant ..."... sozialchauvinistischen Lega Nord..." „Neofaschisten“
    " ...telegenem
    Unterhaltungspopulismus und bürgernaher Vorurteilspolitik ..."  "... der Medienmilliardär ..."  "den rechten Alles-Versprechern ..." " ...europäischen Rechtspopulismus
    ..." Das alles nur aus einem Absatz. Das liest sich alles wie aus einem Bekennerschreiben der RAF.

    • mhmmmm
    • 14.05.2008 um 18:46 Uhr

    ...ich weiß gar nicht, was sie hier alle haben, wegen der "Wortakrobatik"...
    Zu Kommentar 3: Es geht dem Autor doch überhaupt nicht um die Wählerentscheidung, sonder um die Vorbildfunktion die einer wie Berlusconi auf andere Politiker in anderen europäischen Ländern haben könnte. In etwa so wie plötzlich TV-Duelle aus den USA bei uns nachgeahmt wurde sowie der immer stärker auf Personen zugeschnittenen Wahlkampf.
    Außerdem ist das doch alles keien wirklich überraschende Entwicklung, schließlich setzt die Linke schon seit Jahren Alles daran, den Rechten duch Medienkontrolle und inhaltsleere Diskussion die Symphatien der einfachen Leute zuzusenden, die die ewigen Dogmen leid sind...

  5. *...als Sie diesen Artikel schrieben ? Sie konnten hier anscheindend Ihre Emotionen nicht mehr im Zaum halten und haben völlig auf Inhalt verzichtet [...]Eine so plumpe Panikmache vor der "braunen Gefahr" hat die Zeit bisher noch nicht online gestellt. Weder Kernpunkte der Parteiprogramme noch potentielle Gründe für die Wahlausgänge in GB, S und I werden beleuchtet. Auch die eindeutigen Fehler der abgewählten Regierungen sowie aktuelle Zahlen zur Arbeitslosigkeit, Durchschnittseinkommen und Ausländeranteil im Ländervergleich und die regionalen Entwicklungen über die letzten 10 Jahre fehlen gänzlich.Also wenn man die italienische Regierung als "sanfte Faschisten" bezeichnet, dann muß da schon ein bisschen mehr "Butter bei die Fische". Ansonsten wirken Sie nur ideologisch aufgeheizt, und das kann und darf ein Journalist nicht sein.[*Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl./ Die Redaktion; ew]

  6. Lieber Herr Perger, ich habe nicht herausgefunden, was Sie wollen, dass ich denken soll. Oder wollen sie in linker Verzweiflung nur darüber jammern, dass die linksintellektuelle Schickeria geistig bankrott ist. Rechts leben und links Denken funktioniert halt nicht. Ich kann zwar verstehen, dass Sie und Ihresgleichen keine Freude mehr haben an Ihren restaurierten Klöstern in der Toskana, angesichts der neuen   Regierung. Aber nicht einmal ein redlicher Altkommunist aus der Emilia Romagna  hätte Freude mit Ihrem Klagelied. Man produziert dort übrigens besseren Käse als Sie. Hier den Jeremias der Linken spielen zu wollen, sich über Bürgerlichkeit beklagen, wenn man selber (gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk) ist, das ist Heuchelei. So ein richtig echter linker italienischer Prolet fände selbst Berlusconiorigineller als Ihr linkselitäres Gejammere. Austriace

  7. jetzt, wo sich deutlich abzeichnet, daß die Mitte der Gesellschaft von diesen Wort- und Ideologie- Huberern nur noch die Nase voll hat - und sich abwendet.Daß davon jemand wie Berlusconi profitieren kann, ist ein wenig blöd, aber nicht eigentlich tragisch....nur wer die räudige, intellektuell wie moralisch gleichermaßen verkorkste italienische "Linke" nicht kennt, kann sich wundern wie und warum ein Berlusconi am politischen Himmel Italiens hat aufsteigen können...Dieses [...] des Herrn Perger ist nur der lahme und halbkrepierte Versuch, auch konservative Strömungen (und eben nicht "rechts"-radikale) rhetorisch in die braune Ecke zu bugsieren - deshalb ja auch das "Netz-gegen-Rechts"[...]....Die letzte Nebelkerze dieses dumpfen rot-grünen Milieus war die Panikmache wg. des "Klimawandels" - doch zeichnet sich in den letzten Wochen immer deutlicher ab, das auch dieses Thema nicht mehr hilft, die eigentlichen Probleme unserer Gesellschaft ignorieren zu machen....Es grüßtein ehemals rot-grüner Wähler....(gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)

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