Kino
Ein amerikanischer Held
James Stewart gehört zu den großen Akteuren der klassischen Hollywood-Ära. Am 20. Mai wäre er 100 Jahre alt geworden – eine Bildergalerie.
Auf „ungewöhnliche Art gewöhnlich“ – so beschreibt der amerikanische Regisseur W.S. Van Dyke den Schauspieler James Stewart. Es gibt schmeichelhaftere Komplimente, zumal in Hollywood, wo der schöne Schein seit jeher Karrieren begründet. James Stewart bleibt die Glamourwelt fremd, dabei ist er beinahe 50 Jahre lang einer der größten Stars, den das Hollywood-Studiosystem hervorbringt. Anders als seine Kollegen Cary Grant, Robert Mitchum, Gary Cooper oder Spencer Tracy gewinnt Stewart auf der Leinwand durch untypische Star-Eigenschaften. Er gibt sich linkisch, bescheiden, hinterwäldlerisch, bodenständig. Seinen Figuren verleiht dies eine Wahrhaftigkeit, die ihn zum Sympathieträger werden lässt, zum
. In rund 80 Filmen schlüpft der 1908 in Indiana, Pennsylvania als James Maitland geborene Stewart in Rollen, die nie ganz von ihm als Person zu trennen sind. Das Publikum liebt ihn dafür. James Stewart verkörpert uramerikanische Tugenden und Wertvorstellungen - im Leben und auf der Leinwand. Er wählt republikanisch und ist einer der ersten Schauspieler, die sich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs freiwillig melden. Er spielt Westernhelden und Verrückte, einen Provinzpolitiker, den es nach Washington verschlägt und Scottie, den liebestrunkenen Ex-Polizisten mit Höhenangst in Alfred Hitchcocks Klassiker
.
- Datum 22.05.2008 - 13:07 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren